Archiv der Kategorie: Begegnungen

Neue Bekannte

Nach den intensiven Proben in Dörnfeld, bei denen nur abends Zeit für soziale Aktivitäten blieb und einer anstrengenden, ewig langen Busfahrt konnten wir heute einmal halbwegs ausschlafen, denn der in der Zeitung angekündigte Flashmob auf dem Markt fand erst kurz vor Mittag statt. Mit „Love maybe“ zogen wir, natürlich nach vorheriger Absprache, von vier Seiten, an den Ständen voller Obst, Gemüse, Käse und anderen Köstlichkeiten vorbei und trafen uns in der Mitte um weiter Stücke zu singen.

Die Gasteltern standen begeistert drumherum und verteilten noch schnell ein paar Flyer für das abendliche Konzert an Unbeteiligte. Es half tatsächlich, der Saal war voll, es mussten sogar Leute auf den Treppen sitzen.

Doch einen Schritt zurück, denn es gab ja auch noch eine Mittagspause, die sehr unterschiedlich verbracht wurde: Einige trieb es auf eigene Faust durch die Stadt, andere verbrachten die Zeit in ihren Gastfamilien, oder schliefen.

Egal wie alle trafen sich am späten Nachmittag außerhalb der Stadt in einer Art Kulturzentrum, wo die Chorbegegnung stattfinden sollte. Wir sangen nicht nur gemeinsam, sondern es wurde nach dem Konzert auch fleißig gegessen, getanzt und die Chorfreundschaft gepflegt.

Die Mona Lisa unter den Schlössern

Graurosaleuchtender Nebel hing am Morgen über Stadt, von den 3 Brücken über die Loire sah man nur eine, aber die Altstadt erstrahlte in glänzendem Sonnenlicht. Doch je näher wir dem Schloss Chambord kamen, der Mona Lisa unter den Loire Schlössern, verzog sich der Nebel und die Sonne scheinte direkt auf das Schloss. Und das mit der Mona Lisa ist vielleicht gar nicht so weit hergeholt, denn Leonardo da Vinci soll ja wohl persönlich bei den Entwürfen Hand angelegt haben, vor allem bei den  zwei in einander verschlungenen Treppen, bei denen man sich nie trifft, aber immer wieder sieht.

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Schlaftrunkend Eine etwas längere Busfahrt nach Frankreich

4:45 Uhr  schafften es einige mutige, hyperaktive Chorsänger ihre Stimmen erschallen zu lassen um uns Armen möglichst angenehm aus den Betten zu scheuchen. Auf dem Weg ins Bad begegneten einem noch müdere Gesichter als sonst. Schlaftrunkend wechselte man leidvolle Blicke und schleppte sich, nachdem man seine Sachen irgendwie in den Koffer transportiert hatte, zum Frühstück. Kaum hatten alle ihren ersten Bissen hinuntergekriegt kam das Geburtstagskind Paula herein und sie wurde mit Hilfe von Wunderkerzen und  wegen der ungewöhnlichen Uhrzeit, nur halbwegs fröhlichem Gesang gratuliert. Doch die Ruhe währte nicht lange, denn um sechs Uhr sollte der Bus rollen und bis dahin musste er ja auch noch beladen werden…

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Der Jäger geht um…

Gestern stürmten wieder einmal etwa 60, sich merkwürdig verhaltende Gestalten das beschauliche Freizeitheim an der Ilm. Kaum hatten sie sich eingerichtet, fingen sie an, alle miteinander Töne von sich zu geben, die sich zu einer Klangwolke vereinten und außer kurzen Essenpausen, hörten sie gar nicht mehr damit auf. Am Abend bewegten sie sich rhythmisch und zu Musik in Kreisen, mal ausgelassen und fröhlich, mal innig und ruhig. Als endlich Ruhe einkehren sollte, fingen ein paar der Älteren an, sich mit Kissen zu bewerfen oder Flaschen durch die Gegend zu spielen, von Kultiviertheit keine Spur. Zwischendurch schrie immer mal wieder jemand auf, denn Jäger gehen um, so munkelt man, aber das schien die meisten nicht weiter zu beeindrucken, man lachte sogar über seltsame letzte Worte …

Chorbegegnung mit dem Jugendchor des Goethegymnasiums Schwerin -Tag 1

17:14 – überpünktlich erreicht unser Gastchor den Chorsaal des Theaters Erfurt. Nachdem beide Eingänge geöffnet sind, können sie ihn sogar betreten

17:23 – Aller Augen ist verklungen und das Buffett eröffnet

17:33 – wir wollen beginnen, zu proben!! Teile der Pariser Leben Choreographie sind im Chorsaal zu bestaunen

17:47 – die Chorleiter besprechen sich..

17:50 – Jugendchorsängerinnen und -sänger beschreiben ihren ersten Eindruck der Veranstaltung als „sehr warm“, „lecker“, „Vorfreude“, „sehr gut organisiert, besser als erwartet“ und „mega lieb mit dem Essen“

18:07 – einen so vollen Chorsaal hatten wir lange nicht mehr. Die Singenden sind endlich nach Stimmgruppen sortiert. Die erste gemeinsame Probe mit unseren Gästen kann beginnen.

18:22 – Strong läuft

18:28 – ein Chorleiter fordert sängerisches Singen und erklärt musikalisches Fluchen

18:39 – der Kinderchor übt Kopfwackeln

18:40 – …und der Alt freundlich Gucken

18:45 – die Chorleiterin betritt den Raum

19:14 – Trinkpause und Dirigentenwechsel

19:43 – der Sopran singt pantomimisch

19:53 – die Probe ist beendet, gleich kommen die Gastfamilien

19:58 – Lukas darf die meisten Jungs mit nach Hause nehmen

Die schola und die Gospelmesse Auf das letzte Bam macht ihr einfach den Mund zu

Im Rahmen des trinationlen Studierendenaustauschs des Weimarer Dreiecks trafen sich in der letzten Oktoberwoche drei Hochchulchöre aus Amiens, Krakau und Jena in Thüringen, um ein gemeinsames Konzert auf die Beine zu stellen. Bei diesem sollte die Messe pour un anniversaire, eine Gospelmesse von Rodolphe Pierrepont, aufgeführt werden, in der die schola den Kinderchorpart übernehmen durfte.

Nach intensiven Proben im Kinderchorlager und eher spontanen Kurzproben auf Tournee trafen wir uns am letzten Sonntag der Herbstferien als erstes mit dem Psychochor der FSU Jena, den wir mit unseren Einsingeübungen erheiterten und mit unserer Fähigkeit, die meist einstimmigen Kinderchorstellen sauber und präzise zu singen überraschten. Am darauffolgenden Mittwoch lernten wir bei der ersten Probe in der Herderkirche auch die Gastchöre sowie die Band, die die Messe begleiten sollte kennen, bevor am Donnerstag dann endlich das Konzert stattfinden sollte.

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Aber noch nicht ganz, erst war da am Nachmittag noch die Generalprobe. Nachdem den drei Geburtstagskindern des Tages (eine französische Sopranistin, ein weimarer Kinderchorsänger und eine weimarer Chorleiterin) auf drei verschiedenen Sprachen gratuliert war,  wurde die Messe das erste Mal komplett in der richtigen Reihenfolge durchmusiziert, bevor wenig später endlich das Konzert begann. Wir hatten viel Freude die für uns eher ungewohnte Musik, die uns trotzdem oder gerade deswegen die ganze Woche schon als Ohrwürmer verfolgt hatte dem Publikum zu präsentieren und durften zu unser aller Freude den wohl eingängigsten Teil, das Agnus Dei, am Schluss als Zugabe gleich noch einmal zum Besten geben.

6. Musikalischer Sommerspaziergang – Alle Jahre wieder…

Am letzten Samstag fand in Erfurt zum sechsten Mal der musikalische Sommerspaziergang statt. Wie jedes Jahr veranstaltete jeder Teilchor ein eigenes Konzert und das Publikum zog dabei von Kirche zu Kirche. Eingeladener Gastchor war die schola cantorum weimar, die gemeinsam mit dem Jugendchor des PKJC’s auftrat.

Nachdem alle Buffetbeiträge abgegeben und alle Chorsänger eingesungen waren, eilten sowohl Gäste als auch die Mitglieder der unterschiedlichen Teilchöre zur Brunnenkirche, wo das erste Konzert stattfinden sollte. Ebendieses wurde vom Spatzenchor gestaltet, der, trotz kleiner Besetzung, die Konzertbesucher mit Musik aus aller Welt begeisterte. Die 12 Sänger wurden dabei ab und an vom Nachwuchschor unterstützt, der dann mit seinem eigenen Programm fortfuhr.

Danach begann die große Wanderung durch Erfurt. Angeleitet von den Sängern des PKJC’s begaben sich alle in die Reglerkirche, wo die letzten beiden Teilchöre auftraten. Den Anfang machte hier der Kinderchor, der mit Liedern wie „Can you hear me?‘“ von Bob Chilcott viel Beifall vom Publikum erntete. Nach einer kurzen Pause, in der kalte Getränke gereicht wurden, trat der Jugendchor des PKJC’s mit den Sängern der schola cantorum weimar auf und schloss den Konzertzyklus mit einer überzeugenden Vorstellung.

Das gute Wetter, was schon den Gang von der Brunnenkirche zur Reglerkirche enorm erleichtert hatte, blieb Gott sei Dank erhalten und die Sommerfeier des PKJC’s im Hof der Musikschule konnte beginnen. Es wurde vom großartigen Buffet gegessen, viel geredet und viele Stunden getanzt. Und so kam auch der sechste Sommerspaziergang des PKJC’s zu einem harmonischen Ende.

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Der Sonntag

Nach einer für die meisten sicher recht kurzen Nacht begann der letzte Tag des Festivals in drei Kirchen Weimars. Dort waren die Gastchöre aus Italien, Ungarn und Limburg eingeladen, zur musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes beizutragen. Dies lockte nicht nur die üblichen Kirchengänger, sondern auch einige Sänger und Sängerinnen aus schola und PKJC an, die die Chance nutzen, unseren Gästen ein letztes Mal zuzuhören.

Danach trafen sich alle Beteiligten des Festivals im Schlosshof, um beim gewitzt betitelten „Schluss im Schloss“ das Festival abzuschließen. Dabei wurde das offizielle Festivalbanner versteigert, den Chorleitern und -betreuern gedankt und alle Chöre durften noch einmal gemeinsam singen. Vor allem Sing Sing Sing kam so gut an, dass wir es zur Freude des aus Eltern und schaulustigen Touristen bestehenden Publikums gleich zwei mal vorführten.

Anschließend war es Zeit, die Gastchöre zu verabschieden. Und das passierte natürlich nicht irgendwie, sondern mit dem Reisesegen An Irish Blessing, den wir vor den Bussen der Gastchöre sangen und in den sogar einige von ihnen begeistert einstimmten. Nach vielem Winken und Bussen Hinterherlaufen waren dann alle in ihre Heimat entsandt und das Festival war offiziell zuende.

Hinter uns liegen vier wunderbare, sonnige, fröhliche, anstrengende, erinnerungswürdige, musikalische Tage. Wir durften  unseren Gästen zuhören, uns selbst präsentieren und alle gemeinsam musizieren. Wir haben neue Traditionen und Rituale kennengerlernt und unsere eigenen weitergegeben, haben neue Menschen getroffen und Freundschaften geschlossen. Alles in allem haben wir ein großartiges Festival gefeiert, über das wir noch noch oft sprechen werden und das uns allen noch lange im Gedächtnis bleiben wird.