Archiv der Kategorie: schola cantorum

Die Mona Lisa unter den Schlössern

Graurosaleuchtender Nebel hing am Morgen über Stadt, von den 3 Brücken über die Loire sah man nur eine, aber die Altstadt erstrahlte in glänzendem Sonnenlicht. Doch je näher wir dem Schloss Chambord kamen, der Mona Lisa unter den Loire Schlössern, verzog sich der Nebel und die Sonne scheinte direkt auf das Schloss. Und das mit der Mona Lisa ist vielleicht gar nicht so weit hergeholt, denn Leonardo da Vinci soll ja wohl persönlich bei den Entwürfen Hand angelegt haben, vor allem bei den  zwei in einander verschlungenen Treppen, bei denen man sich nie trifft, aber immer wieder sieht.

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Schlaftrunkend Eine etwas längere Busfahrt nach Frankreich

4:45 Uhr  schafften es einige mutige, hyperaktive Chorsänger ihre Stimmen erschallen zu lassen um uns Armen möglichst angenehm aus den Betten zu scheuchen. Auf dem Weg ins Bad begegneten einem noch müdere Gesichter als sonst. Schlaftrunkend wechselte man leidvolle Blicke und schleppte sich, nachdem man seine Sachen irgendwie in den Koffer transportiert hatte, zum Frühstück. Kaum hatten alle ihren ersten Bissen hinuntergekriegt kam das Geburtstagskind Paula herein und sie wurde mit Hilfe von Wunderkerzen und  wegen der ungewöhnlichen Uhrzeit, nur halbwegs fröhlichem Gesang gratuliert. Doch die Ruhe währte nicht lange, denn um sechs Uhr sollte der Bus rollen und bis dahin musste er ja auch noch beladen werden…

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Der Jäger geht um…

Gestern stürmten wieder einmal etwa 60, sich merkwürdig verhaltende Gestalten das beschauliche Freizeitheim an der Ilm. Kaum hatten sie sich eingerichtet, fingen sie an, alle miteinander Töne von sich zu geben, die sich zu einer Klangwolke vereinten und außer kurzen Essenpausen, hörten sie gar nicht mehr damit auf. Am Abend bewegten sie sich rhythmisch und zu Musik in Kreisen, mal ausgelassen und fröhlich, mal innig und ruhig. Als endlich Ruhe einkehren sollte, fingen ein paar der Älteren an, sich mit Kissen zu bewerfen oder Flaschen durch die Gegend zu spielen, von Kultiviertheit keine Spur. Zwischendurch schrie immer mal wieder jemand auf, denn Jäger gehen um, so munkelt man, aber das schien die meisten nicht weiter zu beeindrucken, man lachte sogar über seltsame letzte Worte …

Heimspiel in Otzing

Die Tournee neigt sich langsam dem Ende zu und heute stand dementsprechend schon unser vorletztes Konzert an, und es war ein besonderes: wir durften in der Kirche singen, deren Glockengeläut uns in den letzten zwei Wochen bei allen Proben, Mahlzeiten und Freizeitaktivitäten begleitet hat und deren Gemeinde uns hier im Evangelisationszentrum aufgenommen hat.

Nach einer recht ausgelassenen Stellprobe und Umziehen „zuhause“ (die Kirche ist tatsächlich direkt gegenüber unserer Unterkunft) präsentierten wir in der sehr gut gefüllten Pfarrkirche St. Laurentius Otzing ein überwiegend geistliches Programm, konnten das Publikum aber auch mit Volksliedern und der ein oder anderen Choreographie begeistern und gaben am Ende auf den allgemeinen, hauptsächlich chorinternen Wunsch hin sogar zwei Zugaben.

     

Klappe die Erste – Konzert in Straubing Die schola im Fernsehen

Strahlende Scheinwerfer, mannshohe Mikrofonständer, Videokameras, undurchdringliches Kabeldickicht und jede Menge Gaffer – die Jesuitenkirche in Straubing, unserem heutigem Konzertort, gleicht einem Filmset. Grund hierfür ist die Übertragung des Konzertes auf dem katholischen Sender K- TV. Das macht eine gewaltige Ausrüstung sowohl an Video- als auch an Tonaufnahmen notwendig. Knisternde Spannung und (noch) höhere Konzentration sind die Folge. Der Kinderchor besticht durch charmantes Lächeln und schönen Bewegungen bei „Kuku ue“, der Jugendchor kann „Das große Abendmahl“ von Johannes Weyrauch perfektionieren, die Ansagen von Amelie Kirst und Alexander Ebert sind sehr souverän. Das in angenehmer Zahl erschiene Publikum applaudiert bereitwillig, am Ende sogar jubelnd, Robert Vent und viele andere Singende absolvieren ihre Soli mit Bravour, „Sing Sing Sing“ wird mit viel Enthusiasmus gesungen und getanzt.

Das erste Pfeifen in St. Gertraud I believe in (Pater) Mirko

St. Gertraud ist ein idealer Konzertort. Denn die Kirche klingt gut, die Mesnerin und der Pater sind freundlich und engagiert und direkt gegenüber ist ein leckeres Café. So gesehen konnte das Konzert nur gut werden.

Aus dem kühlen Bergwerk kommend und durch ein Mahl am Bus gestärkt ging es mit dem Bus in die Passauer Innenstadt und nach einer konzentrierten Stellprobe durften die Sängerinnen und Sänger diese auch erkunden, während das Betreuungsteam gemütlich Kaffee trank.

Mit neuen Eindrücken, erholt und durch Kaffee gestärkt ging es dann in das Konzert. Nach einer freundlichen Begrüßung durch Pater Mirko („Durch euch wird St. Getraud heute zum Dom“) startete das Konzert. Der Text war gut zu hören, das forte war laut und das piano trug durch die ganze Kirche.

 

Am Ende blieb ein begeistertes Publikum, ein glücklicher Pater („Ich kann mich nicht erinnern, wann hier das letzte Mal gepfiffen wurde, aber bei euch hat es liturgisch gesessen.“) und viele verkaufte CDs. Nach Passau kommen wir gerne wieder.