Archiv der Kategorie: Tournee

Glocken zwischen Himmel und Erde Konzert in Kaufbeuren

In der uns teilweise bereits bekannten Kaufbeurener Kirche St. Martin konzertierten heute frische und unverbrauchte Stimmen der Chorakademie.

Wir begeisterten das Publikum mit Motetten aus Renaissance und Frühklassik, Spirituals, geistlicher Musik und Volksliedern – quer durch 500 Jahre Chormusik.

Heutiger Überraschungsgast: Das Glockengeläut der Stadt Leutkirch, das den Kinderchor zu „Hotaru koi“ improvisierend begleitete und die Stimmung des Werks für weitere sechs Minuten ausklingen ließ.

Rutter meets ABBA: Wie Genreverschmelzung durch gekonnt platzierte Introkunst gelingt zeigte unser Meister der Tasten Christopher Peyerl. Nanny Helene Wagner und Jonathan Münzel führten mit informativen und verschmitzten Ansagen durch das Programm.

In nochmals gereifter Version – er hat heute Geburtstag – intonierte Robert Vent das Solo zu “Baba Yetu”.

Ein Konzert, das nicht nur in der Kirche lange nachhallte, sondern auch im Publikum und unseren Herzen bleibt, womit wir nun in die letzten Konzerte gehen.

Mit dem C-Haken ganz nach oben Die Chorakademie klettert am Ette

Unser Chor erklimmt immer neue Höhen: Ob das gis2 des Soprans im “Fuchs und die Trauben”, den dritten Platz beim Deutschen Chorwettbewerb oder Klettersteig Nr. 8 heute im Kletterpark. Es wurde angegurtet und behelmt und so gesichert ging es in den Wald und nach einem ersten Probeparcours in Bodennähe ging es immer weiter in die Höhe. Egal ob über Leitern, Bierkästen, einen Traktor, Seile oder andere Hindernisse, wichtig war immer die Sicherung mit C-Haken und Karabiner. Und wenn alles Hindernisse bewältigt wurden, ging es mit der Seilbahn nach unten.

Ein entspannter Probenvormittag

Nach dem das Weckteam alle aus seinen Betten gesungen hatte und wir uns durch das Frühstück frisch gestärkt im Probenraum eingefanden, sollte der Vormittag vor Ort sinnvoll genutzt werden.  Wir begannen mit einem Einsingen und probten anschließend gemeinsam mit dem Kinderchor Baba Yetu, das Vaterunser vertont in Swahili, welches bereits seit Tourneebeginn zu unseren Lieblingstücken gehört und auch unser Publikum begeisterte. Unsere Stellprobe zogen wir vor, um später auf der Strandpromenade nicht zu viel Zeit in der heißen Sonne verbringen zu müssen. Jetzt genießen wir unsere Pause vor dem Mittagessen, um später Energie für einen spannenden Nachmittag und einen langen Abend zu haben. Es wird Werwolf, Tischtennis und Tischkicker gespielt, das gute Wetter genossen, entspannt und freudig das Mittagessen erwartet.

Eine Bootsfahrt die ist lustig

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, hieß es heute für den Chor. Und nach dem fünf Chorsänger 2015 einen Trend setzten, ging es dieses Jahr für einige mehr auf den See. Mit einigen Tretbooten und zwei E-Booten eroberte der Chor den Bodensee. Und auch die, welche sich für die anderen Freizeitvarianten entschieden (Strandbad oder Promenandenflanieren) schauten neidvoll auf diese Gefährte und schwammen ihnen sogar teilweise hinterher.

 

 

Besuch der Bregenzer Festspiele

Alles auf eine Karte gesetzt, dann die Karten neu gemischt und zum Schluss alles wie ein Kartenhaus zerfallen. Der Besuch der Carmen auf der Seebühne in Bregenz beeindruckte zu allererst durch das aufwendige Bühnenbild. Zwei riesige Unterarme ragten aus dem See, welche riesige Spielkarten in die Luft schleuderten. Im weiteren Handlungsverlauf wurden diese Karten, je nach Bedarf, verschieden illuminiert: mal mit herkömmlichen Symbolen und Zahlen, mal verlaufen, farbig, verschwommen oder mit Live-Aufnahmen der SolistInnen. Eine brilliante Carmen, tolle Wiener Philharmoniker und gute weitere SolistInnen sorgten dafür, dass die Aufführung musikalisch (trotz Stereo-Übertragung) zu einem sehr besonderen Erlebnis wurde. Außergewöhnliche Spektakel wie Tanzeinlagen, Regenfälle, Feuerwerk oder Stunts fehlten nicht, ein auf dem See stattfindender Polizeieinsatz sorgte für die passende Umrahmung:) Der Kinderchoreinsatz wurde erfolgreich von mehreren ChorakademistInnen mitintoniert und obwohl der ganz große Zwischenablaus ausblieb und auf der Bühne bisweilen nicht wahnsinnig viel passierte, war es doch eine sehr gute (ausverkaufte) Aufführung, die einen besonderen Höhepunkt unserer bisherigen Tournee darstellte.

Wer sucht, der findet (nicht) das chorakademische Geo-caching

Es kommt nicht oft vor, dass Frau Fischer darum bittet die Handys mitzubringen, doch heute geschah das unfassbare Wunder (auf Platz 1163 der Wunderliste kurz nach Jonathan M. kommt pünktlich zum verabredeten Treffpunkt und vor Christopher P.  spielt was in den Noten steht). Ursache des scheinbar übersinnlichen metaphysischen Mirakels war eine systematisch geplante Schatzsuche der modernen Art im Stile der inzwischen weitverbreiteten Geo-caching-Bewegung. Heimlich und ohne Mitwisser auf der gemeinen Chorebene versteckte Felix P. einen Schatz, sowie zehn Hinweise auf selbigen, an allen schönen Ecken von Leutkirch. Zwei waren an der selben Ecke während die anderen oft mehrere hundert Gummibärchenminuten auseinander lagen (1 Gummibärchenminute ist die Länge des Weges die ein Kinderchorkind zurücklegt während es ein Gummibärchen isst). Um die Suche entspannter und schneller zu gestalten wurde der Chor in zehn Gruppen aufgeteilt, die jeweils alle zehn Punkte ablaufen mussten. Die Gruppe wurden größtenteils mit ausreichend GPS-fähigen Geräten und je einem mit einem Mindestorientierungssinn gesegneten Gruppenführer (nur solange der Vorrat reichte) ausgestattet. Nach einem letzten Mittagsmahl stieben die einzelnen Gruppen zu ihren erst Destinationen aus, wobei einzelne letztere in der Eisdiele fanden. Nach Erreichen der Ziele begab man sich auf die Suche nach den anderen Hinweisen.

Erschwert wurde die Suche durch das schöne Wetter, sowie durch nicht auffindbare Hinweise und die vereinzelt angewendete Verwirrungstaktik,  Hinweise nach einer halbstündigen Suche noch schwerer zu verstecken. Niemand schummelte. Als am Ende des Tages auch wirklich jede Gruppe jeden Hinweis einmal entdeckt hatte traf man sich am großen Schatz, welcher, wie der Zufall es wollte auf dem Gelände des Hauses Regina Pacis versteckt wurde. Es gab Melone, Toblerone und irgendwann dann auch Abendessen.

Und die Moral von der Geschicht: Ehrlichkeit siegt, Melone gibt es trotzdem.

Siegerbilder mit Melonen: