Unterm drehenden Weihnachtsbaum…

Am Dienstag – nachdem sich der Chor am Montag von der letzten (verregneten) Vorstellung MESSIAS erholt hatte – ging es wieder ins Theater. ‘La Bohème’ ist in der szenischen Probenphase angekommen. Das heißt der Kinderchor darf auf eine Weihnachtsfeier. Natürlich nicht ohne die Eltern, deshalb wurden alle Kinder von Klein (Rebekka) bis Groß (Steffi) von Opernchordamen und -herren adoptiert. Mit ihnen gehts in die wunderschöne Bar ‘Zum Tannenbaum’ um Kokosmilch zu trinken, sich Geschenke zu wünschen oder (selbstverständlich im Rahmen der Kompostion) Liebesduette zu stören.

Man darf gespannt sein.

von klein bis GROSS
Das Ensemble

Die besorgte Frage einer Solistin, ob denn die folgende Szene jugendfrei wäre, wurde übrigens mit einem klaren “JA!” beantwortet.

Photos: PKJC/Vincent

Was Gutes dir die Götter senden bewahr es treu in deinen Händen

Algo bueno va a enviar los dioses prohíben verdad en sus manos!

Liebe Magdalene, wenn du einige Zeit in Mexico verbracht hast, kannst du uns vielleicht verraten wie zuverlässlich der Google Übersetzer wirklich ist.

update: Magdalene bloggt aus Mexiko. Hier: magdalenemueller.wordpress.com

Das Geburtstagskind im rechten Bereich
Gratulantenduo

Photos: PKJC/Stephan Mahn

Singen im Sonnenschein, weil im Weinberg

Der PKJC sang schon in Gewächshäusern, auf der Zugspitze, barfuß in einer sandgefüllten Kirche und an vielen anderen besonderen Orten. Heute kam ein weiterer dazu, in Bad Sulza konnte man Zeuge werden des ersten Weinbergkonzerts des Philharmonischen Kinder- & Jugendchores der Musikschule Erfurt. Auf Einladung des Weinguts Bock & Töchter war man mit einem Ommnibus (nostalgische Assoziationen sind in Anbetracht des Busses angebracht) über verschlungene Dorfstraßen bis ins kleine, aber weinreiche Bad Sulza gefahren.

Auch wenn die Hitze einigen zu schaffen machte, wurde man dafür durch ein gespanntes Publikum, einen herzlichen Konzertgastgeber, Kuchen, Apfelsaft und orientalische Linsensuppe mehr als nur entschädigt.

Nach dem Weinbergkonzert und dem Mittagsmahl ging es weiter auf die Festbühne des Bad Sulzaer Weinfestes, dort traten wir kurz nach einem Popmusiktrio in Lederhosen, die ein Lied über die Feuerwehr sangen auf und brachten dem Publikum Ludovico Grossi da Viadana näher. Wie es unsere Chorleiterin zusammenfasste: “Auch eine Erfahrung.”

Photos: PKJC/Stephan Mahn

“Der Messias” – Der Countdown

Zitat des Tages: “Wir lachen nicht über Johanna sondern über die Gesamtsituation.”

Nachdem wir von Camillas Lebenswende zurückkehrten, begaben wir uns in den Müllerschen Garten und begannen mit der Herstellung der Premierengeschenke. Für die Fotobearbeitung zeigte sich Vincent selbst verantwortlich. Steffi, Johanna, Kathi und Frau Fischer hatten es sich zur Aufgabe gemacht die Karten liebevoll mit Schokoladenkäfern und goldschimmernden “Toi Toi Toi” Wünschen zu versehen. Während dessen gründeten Vincent und ich das DEKOTEAM. Mit Lufballons und Luftschlangen gestalten wir den großen Saal der Musikschule in der Barfüßerstraße. Nach getaner Arbeit versammelte man sich zum gemeinschaftlichen Mittagessen im Garten. Schön das Sommer ist wenn wir Premiere haben – das war unser Gedanke. Am Abend ging es zu den Domstufen. Die Premierenbesetzung trudelte langsam ein. Natürlich so blau wie möglich. 20 Uhr gab es ein umfangreiches Einsingen und danach folgte der Soundcheck. Bis 22.35 Uhr, dem Zeitpunkt unseres Auftritts, vertrieb man sich mit Monopoly oder dem allseits beliebten Detektivspiel die Zeit. Der Auftritt des Kinder- und Jugendchores verlief ohne große Probleme. Sie spielten freudig mit ihren Alufoliebällen, schoben den Opernchor und die Tische an die richtige Position, dachten nach, befreiten sich aus den Ketten der Gefangenschaft und stiegen vom Tod die Stufen zu Dom und St. Severi hinauf. All dies taten sie voll Spielfreude und musikalischer Detailverliebtheit. Dafür ernteten auch sie wohlverdienten Beifall vom Premierenpublikum. Bravos sollten gehört worden sein!

Die Premierenfeier in der Musikschule zog auch einige Eltern an und diese waren ganz begeistert von der liebevollen Herrichtung der Räumlichkeiten, dem leckeren (aus Chorwochenenden bekannten) Buffet und den tänzerischen Fähigkeiten des Chores. Denn wie auf den Chorfreizeiten oder der Tournee ließen wir es uns auch Samstag nicht nehmen tradt. Volkstänze zu tanzen. Die Großen halfen den Kleinen beim erlernen unbekannter Schrittfolgen und auch die Chorleiterin, Frau Fischer selbst, stieß nach dem Besuch der offiziellen Premierenfeier vor dem Domstufen dazu und schwang ihr Tanzbein. Gegen 2 Uhr, nach einer gemeinschaftlichen Aufräumaktion, verließen die Letzten die Feier. Ein erfolgreicher Tag ging seinem Ende entgegen. Am nächsten Abend musste man ja fit sein, denn die berüchtigte zweite Vorstellung stand bevor. Doch auch diese verlief einwandfrei. Die Regisseurin Rosamund Gilmore bedankte sich nocheinmal herzlich bei uns für unsere Disziplin und Leistungsbereitschaft. Sie wünschte uns einen schönen Restsommer mit dem “Messias”. Noch 10 Vorstellungen und dann startet schon das nächste Projekt – “La Boheme” am Theater Erfurt.

Photos: PKJC/Stephan Mahn

Singing in the Rain….

Die Generalprobe für den “Messias” auf den Domstufen fiel sprichwörtlich ins Wasser. Gut 1500 Besucher hat sich versammelt und waren mit Regencaps und Decken bewaffnet. Sie waren also bereit den Naturgewalten zu trotzen. Josepha sollte an diesem Abend die einzige von unserem Chor sein, die zu ihrem Auftritt kommen sollte. Denn sie eröffnet mutig das Geschehen mit einem a capella “Hallelujah”. Allein vor über 1000 Zuschauern auf die Bühne zu gehen, dazu gehört schon einiges. Der Opernchor folgte ihr im Bus, doch die Gefahr für die Tänzer, den Chor, die Solisten und Kostüme (insbesondere die Perücken) war so groß, dass der Generalintendant Guy Montavon die Generalprobe nach wenigen Minuten unterbrach. Er bat das Publikum um Verständnis und zauberte wieder ein Lächeln auf ihre Gesichter, als er sie darauf hinwies, dass der “Messias” konzertant, für Chor und Solisten unter Zelten, weitergeführt würde. Diese Variante enthält leider nicht die Mitwirkung des Kinderchores und doch begrüßten wir diese Entscheidung, da wir durch die Proben schon längst wussten, wie sich das gesamte Ensemble über die Domstufen bewegen sollte. Im Regen eine reine Utopie. Die meisten Eltern saßen in dieser verregneten Vorstellung und so kam Frau Fischer auf die grandiose Idee doch einfach mit den Kindern Eis essen zu gehen. So strahlende Gesichter sah man auf dem gesamten Gelände nicht, doch die Kinder waren hocherfreut darüber abends um 10 Uhr mit Freunden Eis essen zu gehen. Wir teilten uns einen riesigen Familienbecher, sprachen über unsere Ferienerlebnisse und sorgten somit dafür, dass keine Traurigkeit aufkam sondern Freude auf die nächsten trockenen Vorstellungen.

Trotz Regen immer eine gute Idee
Auf die Plätze fertig los
Der Tatort oder doch nur das Opfer?

Photos: PKJC/Stephan Mahn und Kathleen Kresse (mit Handy)

Odysee in einen neuen Lebensabschnitt

Die Wagemutigen Etischlebenbesucher

Es ist mittlerweile eine Tradition, dass der Chor zu Konfirmationen und ähnlichem singt, zumindest wenn es Chorsänger betrifft. Letzten Samstag trat Camilla, unsere Nachtigallensolistin, mit ihrer Lebenswende ihre Existenz als Jugendliche an. Teile des PKJC wollten sich das nicht entgehen lassen und machten sich gegen 9 Uhr auf nach Etischleben nähe Arnstadt. Dort gestalteten wir den Beginn der Feier sowie die Eröffnung des Buffets musikalisch. Danach genossen wir bei einer kleinen Brotzeit die Sonne und machten uns frohen Mutes auf zurück nach Erfurt wo schon die nächste Mission auf uns wartete – das basteln der “Messias” Premierengeschenke, Vorbereitung der PKJC Premierenfeier in der Musikschule und am späten Abend die Premiere selbst!

Lustige Picknickgesellschaft
Der Organisator des Events - Clemens W.

Photos: PKJC/Stephan Mahn

Weil heute dein Geburtstag ist…

…da haben wir gedacht, wir singen dir ein schönes Lied, weil dir das Freude macht. Gestern Vormittag feierte Herr Chrestensen seinen 70. Geburtstag im wunderschönen, aber klanglich schwierigen, Kaisersaal. Rotverpacktes Geburtstagsgeschenk war der PKJC (an der Musikschule Erfurt). Ein Ausschnitt aus dem Tourneeprogramm gestaltete den Festakt mit Gästen wie Christine Lieberknecht, Bernhard Vogel, Christoph Matschie (den “Kotek” anscheinend ziemlich amüsiert hat) und Bodo Ramelow. Das Geburtstagskind verzichtete zugunsten von uns auf seine Geburtstagsgeschenke und hielt seine Gäste dazu an für uns zu spenden. DANKE! Denn wie stellte Herr Chrestensen so schön fest: “Die Jugend ist garnicht so schlimm, wie wir sie immer darstellen.”.

Kinderquatsch mit Vincent
Stolze Präsentation der Geburtstagsgeschenkverpackung
Pause für das Dokuteam - das Ziel von Paparazzi Lisa K.

Photos: PKJC/Lisa Kücholl

Der Gemeinschaftsblog der Chorakademie Erfurt und der schola cantorum weimar.