Wenn Männer Hunger haben…
Der erste Podcast – Die Ankunft in Leutkirch
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Mutprobe: Hutprobe
Was macht man, wenn man auf einer Tournee mit wahrhaft tropischen Temperaturen keine Kopfbedeckung dabei hat? Man begibt sich auf einen 15-Minuten-Marsch in die nahe gelegene Stadt und kauft sich eine. Die Entscheidung fällt schwer, denn Auswahl gab’s genug:
Ich wär ja immernoch für den Helm gewesen…
Der erste Tag: Erst jetzt geht’s richtig los!
Kurz vor halb Sieben von mehreren geradezu absurd motiviert wirkenden Betreuern aus dem Bett geschallt zu werden, ist für unsere Chorreisen ja ganz normal. Dies allerdings in so schönen Zimmern einer so schönen Herberge zu erleben, ist selbst für unsere Verhältnisse ungewöhnlich. Und da das Bedürfnis nach Schlaf nur noch von dem nach einem guten Frühstück übertroffen wird, torkelten heute morgen zirka 70 schlaftrunkene Sängerinnen und Sänger unter die Duschen und in Richtung Speisesaal, um sich am ausgezeichneten Frühstücksbuffet zu erfreuen.
Dann: Die erste Probe. Aufstellung sortieren, Stücke ansingen, Noten suchen, ausleihen, verteilen und noch mehr suchen, Einzelübungs-Sitzungen vereinbaren und in freudiger Erwartung der nächsten Pause gespannt auf die Uhr linsen. Trotzdem waren unsere beiden Vormittagsproben alles in allem sehr effektiv, und wir belohnten und mit einem Mittagessen aus Cordon Bleu, Kartoffelgratin und Eierkuchen.
Am Nachmicttag wurde uns die Hitze zum Feind, sodass wir unsere dritte Probe frühzeitig abbrechen mussten. Stattdessen hieß es nun: Hüte schnappen, einkremen, Sonnenbrille auf und ab nach draußen zum Stadtrundgang. Der begann – wer hätte das gedacht – nicht in der Stadt, sondern auf einem Hügel, den schon die alten Germanen als Gerichtsplatz benutzten. Heute findet man hier vor allem ab und zu die Kirmes… so spielt das Leben.
In der Stadt selbst durften wir uns dann in Gruppen die Beine vertreten, als Test für die Freizeitphasen in den größeren Städten.
Die letzte Probe fand „open air“ auf dem Parkplatz statt, Gott sei Dank im Schatten des Hauses, gefolgt von einer weiteren Runde des „Fahnenspiels“, das wir als unser Tournee-Eröffnungsspiel veranstaltet hatten.
Nach dem Tagesabschluss, bei dem uns Jakob und Jonathan ihr Chortagebuch-Kreuzworträtsel vorstellten, dürfen die meisten von uns nun endlich ins Bett fallen. Nur einige tapfere Recken bleiben wach, organisieren, bloggen, schneiden oder kochen Tee, in der Hoffnung, dass der morgige Tag genauso schön wird wie heute.
Nur bitte nicht so heiß.
BITTE NICHT.
Es ist warm im Allgäu
Aufbruch in Bildern!
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Tourneeabreise-Liveticker
Was ist denn so am ersten Tag passiert? Lies es doch einfach im Liveticker.
PKJC ON TOUR
Konzertorte wurden geplant, Freizeitaktivitäten organisiert, T-Shirts bedruckt und Konzerte angekündigt.
Nach Monaten der Vorbereitung ist es endlich wieder soweit!


Spannung und Vorfreude steigen, denn… (Trommelwirbel)
… der PKJC startet auf seine 7. Sommerkonzerttournee ins Allgäu!
Ausgerüstet mit Konzertkleidung, Ersatznoten, Allgemeingepäck, Betreuern, Chorleiterin und natürlich 80 kleinen, klein gebliebenen, größeren und durchaus sehr großen Chorkindern geht’s morgen früh los.
Auch dieses Jahr ist das Dokuteam wieder mit von der Partie und versorgt alle zuhause gebliebenen mit Bildern und Infos von unseren Chorkonzerten, Gottesdiensten, Fährfahrten, Festspielen und vielem mehr.
Auch ich werde jetzt meinen Koffer fertig packen und meine Noten zusammen suchen, denn schon in wenigen Stunden heißt es wieder „PKJC ON TOUR“.
Ich freue mich auf Euch!
Selten so orange im Gesicht

Selten ist man so nah an der Prominenz um heißbegehrte Autogramme zu ergattern. Selten so orange im Gesicht. Selten so fröhlich lachend und euphorisch feiernd über das Wort „Turandot“. Die Domstufenfestspiele haben begonnen, oder besser gesagt, sind in vollem Gange, aber eigentlich hören sie auch fast schon wieder auf. In zweieinhalb Wochen werden genau 15 Vorstellungen gespielt. In dieser knapp bemessenen Zeit dürfen wir, 40 junge, motivierte Kinder des PKJC, an Puccinis Oper mitwirken. Wir tauchen ein in eine chinesische Märchenwelt und erleben die Prinzessin Turandot. Weil sie alle Männer hasst, tötet sie jeden ihrer Brautwerber, der nicht drei Rätsel lösen kann. Auch der Prinz Calaf möchte die Prinzessin erobern und kann glücklicherweise ihre Aufgaben lösen. In seiner Freude können wir als Terrakotta-Kinderchor-Armee ihn nicht nur gesanglich, sondern gestisch, mimisch und körperlich vollkommen unterstützen. Dabei lässt sich wunderbar alle angesammelte Freude über rhythmisch mitschreiende Kinder aus dem Publikum oder sonstige Spontanitäten ausleben. Auch am Anfang der Oper sind wir dem Publikum ganz nah, laufen gekonnt durch den 1-A-Opernchor zu unserem Auftrittsort und singen mit super Blick über den gesamten Domplatz und auf den Dirigenten. Ach ja, seufzend stellen wir fest, wie schnell der Opernabend dann auch schon wieder vorbei ist. Schon bald werden wir es vermissen, nicht mehr abends in einem Container auf dem Domplatz zu stehen, an dem Versuch scheiternd, die orangene Farbe vollständig aus unseren Gesichtern zu entfernen.
Ein Beitrag von Linn Pietsch
Der Tag der grünen Kleidersäcke
Was ist das wohl für ein Tag, an dem man in Erfurt an jeder Ecke auffallend grüne Kleidersäcke in Begleitung von Kindern sieht? Genau, es ist Zeit für den inzwischen alljährlichen Sommerspaziergang des PKJC. Dieser 28.Juni 2013 begann mit dem Treffen des Kinder- und Jugendchores am Mittag in der Musikschule, wo das Durcheinander aus Chorkleidung, Kindern und vielversprechenden Buffetbeiträgen erst einmal entwirrt werden musste, um Platz zu schaffen für die Vorbereitung auf drei Konzerte und das anschließende Sommerfest. Fleißig wurden Tische und Stühle geschoben, lange Tafeln aufgebaut und Noten sortiert. Hatte man sich aus der Gefahrenzone entfernt, konnte sich umgezogen und später auf das gemeinsame Einsingen konzentriert werden, selbstverständlich gefolgt von der obligatorischen Motivationsrede unserer Chorleiterin. Kaum fertig, so musste man auch wieder gehen, zur ersten Station unseres Konzertspaziergangs, der Michaeliskirche, in welcher der Spatzen- und Nachwuchschor mit einem einstündigen Konzert unsere junge Tradition zum dritten Mal beginnen würde. Kinder- und Jugendchor, Eltern und andere Konzertbesucher lauschten gebannt den Klängen der Tiere in der „Zookantate“. Doch nicht nur den Ohren, sondern auch den Augen boten unsere jüngsten Sänger eine Menge! Gemeinsam wunderte man sich über die Haltung von Flamingos, fürchtete sich vor einem Löwen und fieberte bei der waghalsigen Rettung einer Giraffe mit. Animiert durch die restlichen Sänger, zog das Publikum nun weiter in die Brunnenkirche, wo der Kinderchor konzertbereit auf seinen Auftritt wartete. Mit Musikstücken aus den USA, Japan und sogar Afrika luden sie die Gäste auf eine bunte Weltreise ein und bereiteten einem sogar Sehnsucht nach einer ausgelassenen Kutschfahrt unter der Sommersonne. Zu guter Letzt ging es nun weiter zum Jugendchorkonzert in die Severikirche, wo der Sommerspaziergang mit einer weiteren Stunde klangvoller Chorwerke abgerundet wurde. Der Chor sang von streitsüchtigen und wählerischen Frauen, die ihre Männer und Familien in den Wahnsinn treiben, füllte die Kirche mit russischer Chormusik und besang den Mond am Nachthimmel. Nicht bei Mondenschein, doch schon am frühen Abend, machten sich die drei Chöre auf in die Musikschule, um sich aus der Chorkleidung zu befreien und den Abend bei einem weiteren unserer schönen Sommerfeste ausklingenzulassen. Es wurde gegessen, geredet, getanzt und sich mit anderen Chorsängern ausgetauscht. Es war wieder eine schöne Gelegenheit zusammen in Erfurt zu singen und wir freuen uns auf den nächsten Sommerspaziergang, der 2014 hoffentlich zu einem genauso schönen Erlebnis wird!
Ein Artikel von Eva-Maria Spitzer



