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Vom Anfangen

Am Anfang… Ja, da muss man erstmal anfangen. Und wie fängt man so einen Text an? Ich könnte natürlich einen Anfang klauen. „Nennt mich Ishmael?“ Im Tourneechor gibt es keinen Ishmael. „Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen?“ Wer’s glaubt. „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ Nun, Gregors, beziehungsweise Georgs, haben wir drei Stück von mit, aber weder ich noch meine Co-Georgs schienen insektoider Natur. Und unruhig träumte ich auch nicht. 
Ich früchte, diese Idee bleibt fürchtelos – Verzeihung, andersrum.

Der Autor des heutigen Tags jedenfalls entschied sich für einen klassischen Anfang: ein Frühstück. Altbewährt, aber auch altbacken. Nach einem geschwinden Einnehmen der Bussitzplätze ging es ab nach Ellerhoop, vorbei an Feldern, den daraufstehenden Pferden und die gelegentlich um sie herum befindlichen Ställe.
Vom Anfang zur Ankunft im Arboretum: nach einiger Verwirrung, ob wir jetzt angekommen waren oder nicht, begannen wir nach dem Ausräumen des Busses mit unserer Schlendertour durch das Arboretum in Ellerhoop. Der Name Arboretum kommt übrigens vom lateinischen Wort arbor, was „Baum“ bedeutet. Der Etymologie antithetisch gab es dort jedoch nicht nur Bäume vielerlei Art, wie Bitterorangen, Zypressen und Magnolien, sondern auch eine Vielfalt an Sträuchern und farbenfrohen Blumen. Sogar einen kleinen Teich mit einer Art Stegterasse und wunderschönen Lotusblumen, von denen ein Großteil leider noch nicht blühte.

Ein sehr ansprechender, bereichernder Verschnaufer vor dem Anfang der Stellprobe. Die sah für unsere Chorsingenden das Aufstellen unter einem Zelt vor, denn es war das erste vollständige Open Air-Konzert der Tournee. 60 Stühle und ungefähr 6 Bänke später war auch sitzgelegenheitsmäßig alles rausgeputzt für das Konzert, nur nicht… wir. Also ab zum Umziehen! Und da wurde wild gesucht. Von Gürteln bis zu Kleidersäcken schien alles abhanden kommen zu können und tat das auch. Irgendwie ließ sich dann aber doch alles finden und wir konnten unsere Plätze einnehmen. Kinder- und Mädchenchor auf, neben und vor der Bühne für „¡Cantar!“, Jugendchor auf den erwähnten Bänken.

Plötzlich fing es an leicht zu regnen, was unseren auf den Bänken sitzenden Singbegeisterten leichte Sorge bereitete. Aber es blieb bei einem leichten Nieseln. Ein durch das Team des Arboretums freundlicherweise aufgestellter Schirm hielt dies vollends von unserer Dirigentin fern. Und auch die beunruhigenden, donnerähnlichen Geräusche stellten sich lediglich als Mikrofonrauschen heraus, sodass das Konzert ohne größere Probleme verlaufen konnte.

Danach: ein- und anpacken, ab zum Bus und zurück zur VJKA JugendAkademie Bad Segeberg. Und hier sind wir nun. Was der Abend noch bringen wird, weiß ich nicht. Was ich weiß, ist, dass meine Noten noch irgendwo sind, aber nicht, wo genau. Ich weiß, dass wir rechtzeitig zum Abendessen ankommen und nach der Einnahme von diesem tanzen werden. Aber ich weiß immer noch nicht, wie man so einen Text

anfängt.