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Die nasse Fledermaus

Abgesehen von der natürlichen Aussicht und Lage, den vielen Brennnesseln und dem Breitwegerich, drang noch etwas anderes in unser vom Schlaf befallenes Gehirn. Mitten im Biss ins Brötchen hüpfte ein Kaninchen vor unserem Fenster herum und frühstückte vergnügt neben uns. Die Gruppe war natürlich hin und weg. Wasser wurde verschüttet und der Käse fiel vom Roggenbrot. Die Freude war groß und so ging es regelrecht hüpfend in Richtung Tagungsraum.

Von den erquickenden Klängen der einzelnen Chöre bis hin zu den klingenden Wellen des Sees, konnten unsere kleinen Menschen heute alles erleben. Der Kinderchor plantsche mit den Entlein und verteidigte sein Dorf vor den Werwölfen. Weniger dramatisch verlief der Nachmittag des Jugendchors. Am See ging er mit leichtem Sonnenbrand, Wasser im Ohr und Sand in den Badesachen einher. Weltmeisterschaften wurden ausgetragen im Volleyballspiel und Turm(See)springen. Wetten wurden geschlossen und es wurde wild darum gespielt wer die höchsten Karten auf der Hand hat. Der ungestüme Jugendchor.

Der Chor kam jedoch zu Ruh als wir uns auf die Fledermaus-Nachtwanderung begaben. Wir wurden zwar um Stille gebeten, aber wer kann schon Ruhe halten, wenn unzählige Fledermäuse über einem Fliegen. Bleibt nur die ständige Angst, dass die nächste Fledermaus im Haar hängen bleiben und mit einem davon fliegen könnte. Die Nacht war lang, spannend, aber lang. Die Kinder schlafen, die Großen hoffentlich auch, die Betreuenden tun Nachts ihre letzten Handgriffe und nur das kleine Kaninchen hüpft noch unter den Sternen herum.

Wer singt jetzt eigentlich was?

Dem Spiel und Spaß nach der langen Busfahrt gen Norden folgt am ersten vollständigen Tag der Tournee  viel Arbeit. Der Tourneechor möchte erst einmal stimmlich vereint werden. Er besteht nämlich aus Singenden der Chorakademie Erfurt, der schola cantorum weimar und Ehemaligen beider Chöre, die sogar teilweise von ihren Reisen in der Welt zurückgekehrt sind um bei der Tournee betreuen und mitsingen zu können. Das bedeutet also Proben über Proben, um die Gäste anzulernen und die verschiedenen Gruppenteile gut auf die kommenden Konzerte vorzubereiten.

Am Nachmittag geht es dann aber zur Abwechslung noch einmal raus in den Sommer. „Folgt Herrn Philippi“ heißt es zum traditionellen Rundgang durch den Ort der Tournee-Basis.  Begleitet von Trivia zum Ort, präsentiert von unserem besten Freizeitgestalter, erkunden wir also Bad Segeberg.

Auf dem Rückweg noch ein schnelles Gruppenfoto, ach nee, fremde Person im Bild, also kurz warten und nochmal: lächeln, Hände über kreuz, Hände zur Seite und auf, keine Gesichter verdecken und ‚Klick‘

Nach dem Abendessen dann noch einmal Singen für den Jugendchor und Choreografie vertiefen für die Kinder. Anschließend findet dieser erste Tag vor Ort auch schon wieder sein Ende.

Jetzt geht es wieder los

Einsatzttagebuch der Anreise

8:45 Domplatz Erfurt – Die ersten Menschen mit grünen und gelben Kleidersäcken sammeln sich.

9:20 immer noch Domplatz Erfurt – Der Bus aus Weimer, der bereits mit ersten singenden beladen ist, nähert sich unerwartet pünktlich.

9:30 Domplatz Erfurt, ja immer noch – Der nun voll gepackte und besetzte Bus beginnt die lange Reise in den „Echten Norden“ Deutschlands. (und mit voll ist voll gemeint, der Bus ist so voll, dass wir sogar noch einen kleinen zweiten Bus haben, in den wir Menschen und Gepäck auslagern können.)

? irgendwo kurz vor der ersten Raststätte auf der A7 – Erste rufe nach einer Pause werden laut.

?? erste Raststätte auf der A7 an der wir vorbei kommen – eigentlich wollten wir uns hier mit unserem kleinen Bus treffen, die Insassen des selbigen konnten sich allerdings nicht überwinden hier schon Pause zu machen und damit einen Augenblick auf die Klimaanlage zu verzichten.

12:30 Raststätte auf der A7 – Gestärkt und mit vertretenen Beinen wird die Fahrt fortgesetzt.

17:30 Bad Segeberg – beide Busse (also der kleine und der große) erreichen den Ort, der für die nächsten 14 Tage unsere Heimat sein wird, die Jugend Akademie in Bad Segeberg.

17:40 Bad Segeberg, Jugend Akademie ,Parkplatz – Alles aussteigen, jeder nimmt einen Koffer und einen Kleidersack, Treffen im Foyer, dort bekommt ihr eure Zimmer und die Schlüssel dafür.

17:50 Bad Segeberg, Jugend Akademie, Foyer – Wo ist mein Zimmer eigentlich? Wie geht es weiter? Wo ist mein Koffer und wann gibt es Abendessen?

18:00 Bad Segeberg ,Jugend Akademie, Speisesaal – Abendessen

19:30 Bad Segeberg, Jugend Akademie, großer Seminarraum – Frau Fischer teilt den Chor in 3 Gruppe auf, aber warum?

19:45 Bad Segeberg, Jugend Akademie, Garten – Irgendwer hat im Garten eine riesige Landkarte mit Absperrband auf dem Boden markiert, das sieht fast aus wie die Karte von Risiko. Die in Gruppen eingeteilten Chorsingenden werden entsprechend ihrer Gruppierungen auf der Landkarte verteilt. Aufgabe ist es durch geschickt gewählte Wettkämpfe die Regionen der anderen Teams zu übernehmen. Siehe Anhang

Wettkämpfe:

  • Wer am meisten Hauptstädte aufzählen kann
  • Tauziehen
  • Wettrennen
  • Wer die meisten Schauspieler aufzählen kann
  • Planken
  • Liegestützen
  • Armdrücken
  • Wer die meisten Bundesstaaten der USA aufzählen kann
  • Wer am meisten Geräusche mit seinem Körper erzeugen kann ohne die Stimme zu benutzten
  • uvm.

20:45 Da es kein Team geschafft hat die gesamte Karte zu übernehmen und es auch kein Team geschafft hat alle Schlüsselländer einzunehmen, gewinnt das Team mit den meisten besetzten Ländern.

Spoiler hier steht der Sieger

Sieg für Team Blau

21:00 Bad Segeberg, Jugend Akademie, großer Seminarraum – Tagesabschluss