Archiv der Kategorie: Tournee

Vom Chor zur Fotoattraktion in Nanjing

Nach einer knapp fünfstündigen Busfahrt inklusive Besuch einer authentischen ostchinesischen Autobahnraststätte (an dieser Stelle danke an die Eltern, die uns den Tipp gaben, eigenes Toilettenpapier mitzunehmen), kamen wir heute Mittag in Nanjing an. Auf den ersten Blick wird die ehemalige Hauptstadt Chinas schon auf der Fahrt zum Hotel älter als Shanghai. Besonders fielen uns viele Tore und Tempelanlagen auf.

Eine davon haben wir dann am Nachmittag auch besucht. Dort war auch endlich Zeit, Postkarten und Mitbringsel für die Zuhausegebliebenen zu kaufen oder chinesisches Streetfood auszuprobieren.

Während unserer eigenen obligatorischen Fotoaktion dauerte es nicht lange, bis wir von chinesischen Tourist_innen entdeckt wurden und so plötzlich selbst beliebtes Fotomotiv waren.

Angekommen

Pünktlich um 9:55 Uhr Ortszeit (3:55 Uhr in Deutschland und exakt 18 Stunden nach dem Reisestart in Weimar) sind wir und alle unsere Koffer gut, wenn auch nicht ganz ausgeschlafen, in Shanghai gelandet und haben auch die Einreisekontrolle erfolgreich bestanden.

Jetzt gibt es im Hotel Mittagessen („German Sausage Burger“, natürlich), bevor wir zur Bekämpfung des Jetlags zu einem Spaziergang durch die Nachbarschaft aufbrechen.

Abschied unter Tränen

Der heutige letzte Tag in Leutkirch war ein Tag des Abschieds. Eine Generation der Ältesten ist nun mit der Schule fertig und startet in einen neuen Lebensabschnitt. Bemerkenswert ist, dass heute eine Generation verabschiedet wurde, die den Chor seit der Kinderchorzeit gemeinsam gestaltet und geprägt hat. Eine Gruppe, welche, solange sich die meisten erinnern können, im Chor dabei war, Führungsstimmen stellte und viele Aufgaben im Choralltag übernahm. Frau Fischer fand für jeden liebe Worte und Wünsche für das Kommende. Klar, dass so ein Abschied nicht ohne Emotionen bleibt. Freundschaften sind geschlossen, einige gehen ins Ausland, die meisten in eine neue Stadt und die Entfernungen werden allgemein größer. So wundert es kaum, dass die eine oder andere Träne floss. Aber letztendlich konnten wir auch auf eine wunderschöne Zeit zurück blicken und danken Helena Langer, Emily Samaan, Jonathan Münzel, Richard Krause, Götz Böhm, Josefa Hauch, Max Hertel, Johanna Holzhauer, Hannah Kretschmar und Robert Vent für die schönen Momente und Erinnerungen.

 

Heimspiel Konzert in St. Martin

Das heutige Konzert war so zu sagen ein Heimspiel, denn wir sangen in der Leutkircher St. Martins Kirche. Aus dem Publikum lächelten uns bekannte Gesichter zu, ob Eltern, Daheimgebliebene, Mitarbeiter des Regina Pacis oder Große Vorsitzende, alle waren vertreten. So unterstützt war es kein Wunder, dass die höhen Töne da gleich viel leichter gingen. Außerdem war die Kirche weniger kraftraubend überakustisch, sondern trug uns stetig durch das Konzert. Egal ob gregorianische Gesänge, Madrigal, Jazzstandard oder ABBA, eben die Highlights aus der großen Vielfalt unseresTournee-Repertoires.

Begeistert haben wir mit unserer Musik den Mitarbeitern des Regina Pacis für das paradiesische Heim gedankt. Doch neben der Freude, die uns das Singen bereitete, schwang natürlich auch immer ein wenig Sentimentalität mit, denn ein letztes Konzert in der Ferne bedeutet ja nun mal Abschied von einer wunderbaren Tournee. Doch glücklicher Weise gibt es morgen ja auch nochmal ein Konzert für alle Daheimgeliebenen in Erfurt. Also kommet in Scharen!

Glocken zwischen Himmel und Erde Konzert in Kaufbeuren

In der uns teilweise bereits bekannten Kaufbeurener Kirche St. Martin konzertierten heute frische und unverbrauchte Stimmen der Chorakademie.

Wir begeisterten das Publikum mit Motetten aus Renaissance und Frühklassik, Spirituals, geistlicher Musik und Volksliedern – quer durch 500 Jahre Chormusik.

Heutiger Überraschungsgast: Das Glockengeläut der Stadt Leutkirch, das den Kinderchor zu „Hotaru koi“ improvisierend begleitete und die Stimmung des Werks für weitere sechs Minuten ausklingen ließ.

Rutter meets ABBA: Wie Genreverschmelzung durch gekonnt platzierte Introkunst gelingt zeigte unser Meister der Tasten Christopher Peyerl. Nanny Helene Wagner und Jonathan Münzel führten mit informativen und verschmitzten Ansagen durch das Programm.

In nochmals gereifter Version – er hat heute Geburtstag – intonierte Robert Vent das Solo zu „Baba Yetu“.

Ein Konzert, das nicht nur in der Kirche lange nachhallte, sondern auch im Publikum und unseren Herzen bleibt, womit wir nun in die letzten Konzerte gehen.

Mit dem C-Haken ganz nach oben Die Chorakademie klettert am Ette

Unser Chor erklimmt immer neue Höhen: Ob das gis2 des Soprans im „Fuchs und die Trauben“, den dritten Platz beim Deutschen Chorwettbewerb oder Klettersteig Nr. 8 heute im Kletterpark. Es wurde angegurtet und behelmt und so gesichert ging es in den Wald und nach einem ersten Probeparcours in Bodennähe ging es immer weiter in die Höhe. Egal ob über Leitern, Bierkästen, einen Traktor, Seile oder andere Hindernisse, wichtig war immer die Sicherung mit C-Haken und Karabiner. Und wenn alles Hindernisse bewältigt wurden, ging es mit der Seilbahn nach unten.