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Ein Chorkleid im Rosenstrauch

Hamburg, Hafestadt, Stadt des Fischbrötchens und der Geburtsort des Dialektes von Käpt’n Blaubär. Doch uns zog es in ein Meer aus Blumen im Herzen der Hafenstadt.

Gegen Mittag saßen wir, elgant in rot und blau, in unserem Bus nach Hamburg und tuckerten die stürmische A1 entlang. Angekommen mussten wir zuerst die Strassen Hamburgs überleben. Wilde Fahrradfahrer an jeder Flanke des Chores, verwirrende Weg-Strukturen und blaue Ampeln über unseren Köpfen. Doch wir folgten unserem Leuchtturm (Herr Philippi) und kamen wohlbehalten am rosigen Hafen an: Planten un Blomen.

Wir gaben zwei Konzerte, eins konfuser als das andere. Vier fliegende Hände am Klavier, eine Konzert-Muschel im Stil des Brutalismus, versteckte Brause und Wasser im Keller. Doch der Chor sang unbeirrt weiter, wie eine Sirene im Sturm. Die Gefahr versiegte jedoch nicht, man blickte sich in der Gruppe um und in jeder dritten Kinderhand ein Eis am Stiel und das in Chorkleidung. Ein Nervenkitzel nicht nur musikalischer Art.

Blitzeblank, hoffentlich, verließen wir im Bus Hamburg schon wieder und das Chor-UNO beheerschte die untere Etage. Grüne Neunen gleiteten durch die Lüfte und hinterher gleich die Hände der spielenden Menschen. Ein wahrer Kampf der Töne und Hände.

Doch wurde er zum Abendessen wieder beigelegt. Bohnen und Brot haben schon die streitigsten Konflikte zum Stillstand gebracht. Am Ende des Tages erfüllten Spaß, Tanz, Basteleien und intensive Werwolf-Runden Bad Segeberg.