Alle Beiträge von Alexander von Ebert

Glocken zwischen Himmel und Erde Konzert in Kaufbeuren

In der uns teilweise bereits bekannten Kaufbeurener Kirche St. Martin konzertierten heute frische und unverbrauchte Stimmen der Chorakademie.

Wir begeisterten das Publikum mit Motetten aus Renaissance und Frühklassik, Spirituals, geistlicher Musik und Volksliedern – quer durch 500 Jahre Chormusik.

Heutiger Überraschungsgast: Das Glockengeläut der Stadt Leutkirch, das den Kinderchor zu „Hotaru koi“ improvisierend begleitete und die Stimmung des Werks für weitere sechs Minuten ausklingen ließ.

Rutter meets ABBA: Wie Genreverschmelzung durch gekonnt platzierte Introkunst gelingt zeigte unser Meister der Tasten Christopher Peyerl. Nanny Helene Wagner und Jonathan Münzel führten mit informativen und verschmitzten Ansagen durch das Programm.

In nochmals gereifter Version – er hat heute Geburtstag – intonierte Robert Vent das Solo zu “Baba Yetu”.

Ein Konzert, das nicht nur in der Kirche lange nachhallte, sondern auch im Publikum und unseren Herzen bleibt, womit wir nun in die letzten Konzerte gehen.

Badefreuden Ein Chor - sein Bad

Nachdem unser sechster Tourneetag mit Proben begann und in in einem reichlichen Mittagessen zunächst kulminierte, wanderten wir zu einem uns aus vergangenen Tourneen bekannten Badesee.

Schwimmen, tauchen, springen, UNO spielen, Volleyball, sich gegenseitig die obligatorisch eingepackten Kopfbedeckungen vorstellen, rutschen, sich vom Kinderchor unter Wasse tauchen lassen, den Kinderchor unter Wasser tauchen (achtsam!) – ein Spaß für Sopran, Alt, Tenor und Bass gleichermaßen.

Frisch zurückgewandert probten wir nochmals für die morgigen Auftritte und tanzten gemeinsam im Freien in den Abend.

   

   

Essen Singen Spielen Schlafen Die Chorakademie rüstet sich für das Konzert

Nach einer basisdemokratischer Entscheidung legten wir heute einen Probentag ein. Kinder- und Jugendchor probten weiter an Ihrem Konzertprogramm. Altes wurde Neu erfrischt, Neues gelernt, der Sopran entspricht seinem Stimmfach nun musikalisch und charakterlich mehr, der Alt bekam das Solo nicht, der Tenor schon und der Bass sang ein großes F – den Rest kann er schon.

Wie viele Fleischlagen passen in einen Burger? – reichlich

 

 

 

 

Wettbewerb gab es hier beim Abendessen, bevor wir den Tag mit dem Fahnenspiel ausklingen ließen. Entsprechend dem Probentagkonzept „Essen Singen Spielen Schlafen“.

Was gibt es in Kürze noch zu sagen?

Chorpatenschaften wurden geschlossen. Paten haften ab sofort für ihre Patenkinder.

Die Chorkleidung wurde probiert und verteilt.

Ein Sopran läuft gegen eine Glastür. Er singt noch.

Der Spaziergang ...eher eine Wanderung

Vor unserem gestrigen Konzert wanderten wir durch eine fantastische Landschaft im bayerischen Wald.

Wir starteten an der Befreiungshalle von Kelheim. Wir waren alle überrascht ein dermaßen monumentales und bedeutungsvolles Bauwerk so einsam in der Landschaft zu finden.

Nach einer Besichtigung mit Kurzkonzert und fünf Sekunden Nachhall begann unser Spaziergang vorbei am Donaudurchbruch und durch Wald zum Kloster Weltenburg. Singend, lachend und fröhlich zogen wir durch die Natur.

 

München auf rheinland-pfälzisch Der Stadtrundgang

Elf Singende kamen heute in den Genuss eines geführten Stadtrandgangs. Mit unserem Guide Stefan Philippi spazierten wir durch den Englischen Garten in die Altstadt Münchens.

Nach einer Pause für müde Chorbeine, in der wir sogar zufällig einen Ehemaligen trafen, ging es weiter zur Frauenkirche.

Am Marienplatz erwarben wir obligatorische Brez’n und fotografierten dort und in der Nähe die Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Als einzige Besichtigungsgruppe hatten wir keine Unkosten, weshalb Herr Philippi den danach NOCH glücklicheren Rundgängern zwei Kugeln Eis spendierte.

Der Tag in Altötting Was neben dem Konzert geschah

81 Sänger und Max Hafner waren heute zu Gast in Altötting. Wir besuchten die vielen Kirchen, die auf engem Raum dicht beieinander stehen, haben die schwarze Madonna ge- und besucht, Chorpatenschaften wurden gepflegt und vertieft.

Beeindruckt waren wir von der Pilgertradition von Altötting. Uns begegneten Menschen mit einem Kreuz auf der Schulter, Dankestafeln an Maria von 1802 bis heute, Särge von vor über 500 Jahren verstorbenen Persönlichkeiten – alles sind Teile einer gelebten alten Tradition, die Besuchern in diesem Ort begegnet. Die Zeit scheint hier mancherorts aufgehoben zu sein, das Traditionelle mit der Gegenwart zu verschmelzen.

Bei einer Kugel Eis ließen viele ihren Stadtbesuch ausklingen, bevor es ein Abendessen am Bus gab.

Was sonst noch geschah Zum vierten Tourneetag

Neben der Besichtigung des Kaf(f)kaes’ nutzten wir auch den heutigen Tag zum Proben. Gestimmgruppt, mit Frauen, ohne Männer, als geteilter Männerchor, als Kinder- und als Jugendchor: so haben wir heute geprobt. Die Ergebnisse der beiden Tage werden wir in den nächsten Tagen in Konzerten präsentieren.

 Außerdem wurde gespielt. Der Männerchor und Teile des Kinderchores versuchten, auf engstem Raum zu überleben und sich so dicht wie möglich näher aneinander zu drängen. Das Raumkonzept mit mehreren Etagen Mensch ging hervorragend auf.

Frauen und andere Kinder wurden später aktiv-kreativ bei Activity. Auch Tischtennisplatte und Kickertisch wurden freudig genutzt.

Den Abschluss des Tages bildete das gemeinsame Tanzen und das Erlernen eines neuen balladesk-ästhetischen Tanzes.

 

Im külen Juli Das erste Tourneekonzert

Mitten durch einen sintflutartigen Regen führte unser Weg ins Augustinum München-Nord.  Nach einer intensiven Stellprobe und etwas Chortetris nahmen wir in kurzer Zeit Brötchen mit Fleisch oder wahlweise auch ohne nahrhaftes Belagmaterial auf und bereiteten uns auf das Konzert vor.

Drei Chorkleidungen wurden bis kurz vor Konzertbeginn noch gesucht. Glücklicherweise konnte unser motiviertes Konzertpublikum zurückgehalten werden, bis der letzte Sänger hinter der Bühne hervortrat.

Unser erstes Tourneekonzert wurde von den Hörenden dankend angenommen, es wurde viel Begeisterung geäußert, das Wort “schööön” schien sich allseitig im Raum auszubreiten.

Wir werden im Verlauf der Tournee weiterhin die Freude für Spontanität in Abläufen beibehalten und als vitaler, grandios sofort-leistungsbringender Chor auftreten.

Selten hatten wir wohl einen derart intensiven zweiten Tourneetag. Bei Tee und Abendlektüre schliefen auch energiegeladene Sopranistinnen bald ein.

Anmerkung: Der Titel des Beitrags ist das sommerliche Pendant zum Titel des Werkes “Im külen Mäyen” von Hans Leo Hassler aus dem aktuellen Programm.

Unvergessliche Chormomente Die Frühlingschorlager in Dörnfeld

In den letzten Monaten waren viele Teilchöre der schola und der Chorakademie auf Chorlagern in Dörnfeld.

So klangen und sangen Nachwuchs-, Kinder- und Jugendchöre zur Freude Frau Fröhlichs im Freizeitheim. Manche Betreuende zogen dafür sogar nach Dörnfeld und lebten für einige Monate dort in einem zweiten Wohnort. Einige liefen sogar durch Flüsse und über Felder, um an jedem Chorlager teilhaben zu können, auch wenn  man nicht immer Zeit hat.

Exemplarisch sei das Chorlager-Feeling am neu gegründeten Kinderchor 1 der Chorakademie Erfurt erklärt:

Neben den gemeinsamen Proben erlebten wir gemeinsam eine wunderbare Zeit im Ilmtal.

Das traditionelle gemeinsame Basteln als fördernder Beitrag zur Chorkultur fand überwiegend positiven Anklang:

Während die einen bastelten,

interessierten sich andere auch für meteorologische Phänomene, die der Inspiration der jungen Künstlergeneration dienlich sind:

Ein Höhepunkt schlechthin ist in allen Teilchören altersunabhängig das gemeinsame Tanzen. Besonders der berühmte bayrische Volkstanz “Hòcki Spitzèi” und der Let Kiss haben sich zu den Lieblingstänzen des Kinderchores 1 entwickelt.

Am Sonntag kamen dann die Eltern dazu und durften sich das Können ihrer Kinder in einem Werkstattkonzert anhören. Danach haben wir gemeinsam Kuchen gegessen, haben ein letztes Mal gewippt und sind ein letztes Mal Seilbahn gefahren. Nicht wenige Kinder – und ich darf es anmerken: auch Helfer und Betreuer – wären gerne viel länger unterwegs gewesen. Doch es wird bestimmt bald wieder heißen: “Auf nach Dörnfeld!”

Tag der offenen Tür bei der schola Der Auftakt zu 15 Jahren schola cantorum weimar

Wo ist es möglich, eine Befreiung von allen (!) Chorlagerdiensten zu bekommen?

Das scheinbare unmögliche wurde möglich beim Tag der offenen Tür, den die schola am vergangenen Samstag in der Notenbank gefeiert hat.

Die Besucher hörten zu jeder vollen Stunde einen Teilchor. Damit konnten sich die Eltern unseres potentiellen Nachwuchses mit unseren Idealen und Gebräuchen auseinandersetzen und für einen Tag in unser Leben als Weimarer Musiksekte eintauchen.

Eine sehr lebhafte und hintergründige Rede hielt dgV-in-Residence Hans-Christian Steinhöfel, der mit seinem Zitat “Die Frau Fischer hat genau die richtige Mischung aus Strenge und Güte” (Maximilian Steinhöfel) auf der Titelseite der Weimarer Allgemeinen Zeitung landete.

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Besonders begehrt war – vor allem bei Bässen des Jugendkammerchores – die große Tombola, wo man neben sämtlichen schola-Fanartikeln u.a. Chorlager-Überlebenspakete, UNO-Spiele, das obligatorischen Kuscheltier und eben auch die Dienstbefreiung auf Chorlagern gewinnen konnte.

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Während der Kurzkonzerte trugen die Sänger erstmalig die neuen Chor-T-Shirts, deren Wirkung in der Gruppe – vor allem wegen der Farbe – sehr gelungen ist.

Im Saal lud ein großer Zeitstrahl dazu ein, die Chorchronik nachzuverfolgen und detailliert zu analysieren. Die demografische Entwicklung der Teilchöre war ebenso dokumentiert, wie deren zahlreiche Konzerte, Erfolge und Projekte.

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Nach dem Tag der offenen Tür, der von Sängern des Jugendchores mitorganisiert und durchgeführt wurde, wurde noch bis in die Nacht gefeiert und getanzt, wodurch ein gelungener Auftakt in unser Jubiläumsjahr beschlossen wurde.

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