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Schlussbilanz
Es ist soweit. Das letzte Konzert ist gesungen, die Gastchöre sind abgereist, und das Buffet löst sich auch endlich langsam auf. Zeit für mich, meine persönliche Bilanz zu ziehen und einige Gedanken vom Stapel zu lassen. Nicht nur über das Festival, sondern nach 10 Jahren (und 9, die ich schon dabei bin) auch darüber, was der Chor mir und anderen bedeutet. Sollte sich jemand nicht mit meinen Sichtweisen identifizieren können, so sei er (oder sie) sich versichert, nicht persönlich angegriffen worden zu sein. Eine so ereignisreiche und von hunderten Menschen geprägte Zeit ruft zwangsläufig unterschiedliche und gemischte Gefühle hervor.
Das ist das Ende – Podcast Tag 4
Alle wieder weg!
Der Abschied der Gastchöre war, wie der Rest des Festivals, eine schöne Aktion. Der Jugendchor der Kantorei St. Veit musste uns leider schon gestern verlassen. Doch der Stadtsingechor zu Halle und der Kehrwieder-Kinderchor wurden gebührend verabschiedet. Am Ende sangen wir spontan mit dem Kehrwieder-Kinderchor einige Stücke welche wir gemeinsam kannten
Das war’s dann… oder doch nicht?
Das öffentliche Abschlussingen auf dem Theaterplatz hat unserem Festival ein würdiges und stimmgewaltiges Ende verliehen. Während hunderte Sänger abwechselnd Stücke aus ihren Programmen der letzten 3 Tage präsentierten, stimmten des Öfteren Sänger anderer Chöre in ihnen bekannte Stücke ein. Und derweil dieses gemeinsame Musizieren eine angenehme Atmosphäre der Verbundenheit erzeugte, war in vielen Gesichtern Freude, Stolz und, seien wir ehrlich, auch Erleichterung über das bevorstehende Ende des Festivals zu sehen. Denn obgleich die letzten Tage für alle Beteiligten viel Spaß und Freude brachten, waren sie auch mit außerordentlichen Mühen in Organisation und Dokumentation verbunden.
Doch es hat sich gelohnt. Die Reaktionen sind durchweg positiv, viele Stimmen verlangen weitere Festivals. Ein ausführlicher Artikel über Reaktionen auf das Festival sowie Videoaufnahmen derselben werden folgen.



Frei fliegender Heldensopran
Es ist 9:00 Uhr im idyllischen Weimar West. Für vieler Leute Geschmack viel zu früh, um einen Sonntag Morgen zu beginnen. Vielleicht trudeln deshalb einige Sänger mit verschlafenen Gesichtern nachträglich ein. Doch die Stimmung ist gut, Erinnerungen an das gelungene Festkonzert vom Vorabend wecken Zuversicht.
Und tatsächlich war der Gottesdienst, von uns mit dem „Großen Abendmahl“ und „Da ispravitsja molitva moja“ begleitet, eine angenehme Angelegenheit. Trotz freier Interpretation von Text, Rhythmus und Intonation waren die Gottesdienstbesucher, die die winzige Kirche füllten, begeistert. Frau Fischers Billanz am Schluss:
„Freier Flug nach unten. Aber ich danke dem Sopran für den Versinger beim Abendmahl, das hat uns locker einen Ganzton wieder hoch gezogen.“
Na, dann haben wir doch alles richtig gemacht.


Podcast Tag 3 – Das Festkonzert
Das Festivalkonzert – der Höhepunkt
Vor dem Konzert hatte der Jugendchor der Schola noch eine letzte Probe. Als Rat bekamen wir noch auf den Weg: Hoppelt nicht so rum wie Hasen, die unter Strom stehen und die Bierzeltkosacken hören bitte auch auf! (Herr Göring)
Probe, Einlass und Beginn gingen fließend in einander über und schon ging es los!
Uns erwartete ein buntes Programm von Stücken aus aller Welt, welche jedesmal von tosendem Applaus begleitet wurden.
Der Kinderchor der Schola eröffnete das Konzert mit einer Kutschfahrt. Weiter ging es mit dem Lied “ Wäre das nich‘ wundaschön“ und der Programmteil endete mit dem Lied „Irgendwo über’m Regenbogen“
Es folgten zwei japanische Lieder, gesungen vom Kinderchor und den Frauenstimmen der Schola und des Kehrwieder-Kinderchores aus Söhlde und dann noch eine Uraufführung eines Stückes, welches extra für die Schola zum Festival geschrieben wurde: „Über Inselflussinseln und Flussinselflüsse“
Darauf beglückte uns der Jugendchor der Kantorei St. Veit Wunsiedel dem afrikanischen Lied „Anatupenda Mwokosi sowie mit dem ansteckenden transkontinentalen Afro-Groove von „Mas que nada“.
Nun durfte der Kehrwieder-Kinderchor auf die Bühne, um seine einstudierten Werke zu präsentieren. So kamen wir in den Genuss von „Viele verachten die edele Musik“, „Sound the trumpet“ und dem südafrikanischen „Dubula“.
Freude für die pubertierenden Frauenstimmen: der Stadtsingechor zu Halle, ein reiner Knabenchor. Aus männlichen Kehlen (oder solchen, die es werden wollen) erschallten die Lieder “ For the beauty of the earth“, “ Da steht eine Burg überm Tale“ sowie „Die Vogelhochzeit“.
Als vorletzter Chor dieses Abends durfte Jugendchor der Schola Cantorum Weimar als Gastgeber zeigen, was er kann. Sie gaben „Das Große Abendmahl“, „Da ispravitsja molitva moja“, den Lovesong „Fly me to the moon“ und zum Abschluss ihres Parts „Un poquito cantas“ zum Besten.
Zum Abschluss des Konzertes präsentierte der Chor der Ollerup Efterskole brachiale Stimmgewalt in den Stücken „Ave Maria“, „Roxanne“, „Carmina Burana“ und dem Hit von Oueen „Bohemian Rapsody“. Außerdem lieferten sie noch die Zugabe „Heidenröslein“.
Krönender Abschluss war die gemeinsame Darbietung aller Chöre des Kanons „Dona nobis Pacem“.
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Das Buffet ist eröffnet
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Es ist vollbracht!
Das Festkonzert ist über die Bühne und es war wunderbar!