Strahlende Scheinwerfer, mannshohe Mikrofonständer, Videokameras, undurchdringliches Kabeldickicht und jede Menge Gaffer – die Jesuitenkirche in Straubing, unserem heutigem Konzertort, gleicht einem Filmset. Grund hierfür ist die Übertragung des Konzertes auf dem katholischen Sender K- TV. Das macht eine gewaltige Ausrüstung sowohl an Video- als auch an Tonaufnahmen notwendig. Knisternde Spannung und (noch) höhere Konzentration sind die Folge. Der Kinderchor besticht durch charmantes Lächeln und schönen Bewegungen bei „Kuku ue“, der Jugendchor kann „Das große Abendmahl“ von Johannes Weyrauch perfektionieren, die Ansagen von Amelie Kirst und Alexander Ebert sind sehr souverän. Das in angenehmer Zahl erschiene Publikum applaudiert bereitwillig, am Ende sogar jubelnd, Robert Vent und viele andere Singende absolvieren ihre Soli mit Bravour, „Sing Sing Sing“ wird mit viel Enthusiasmus gesungen und getanzt.
Archiv der Kategorie: schola cantorum
Das erste Pfeifen in St. Gertraud I believe in (Pater) Mirko
St. Gertraud ist ein idealer Konzertort. Denn die Kirche klingt gut, die Mesnerin und der Pater sind freundlich und engagiert und direkt gegenüber ist ein leckeres Café. So gesehen konnte das Konzert nur gut werden.
Aus dem kühlen Bergwerk kommend und durch ein Mahl am Bus gestärkt ging es mit dem Bus in die Passauer Innenstadt und nach einer konzentrierten Stellprobe durften die Sängerinnen und Sänger diese auch erkunden, während das Betreuungsteam gemütlich Kaffee trank.
Mit neuen Eindrücken, erholt und durch Kaffee gestärkt ging es dann in das Konzert. Nach einer freundlichen Begrüßung durch Pater Mirko („Durch euch wird St. Getraud heute zum Dom“) startete das Konzert. Der Text war gut zu hören, das forte war laut und das piano trug durch die ganze Kirche.
Am Ende blieb ein begeistertes Publikum, ein glücklicher Pater („Ich kann mich nicht erinnern, wann hier das letzte Mal gepfiffen wurde, aber bei euch hat es liturgisch gesessen.“) und viele verkaufte CDs. Nach Passau kommen wir gerne wieder.
„Im külen Stollen[…]“
11:07 Uhr – Wir, die schola cantorum, stehen vor unserem Bus. Die Stimmung ist locker, die Blicke planlos. Plötzlich zerreißt ein gellender Schrei die allgemeine Planlosigkeit:“FOLGT! STEFAN! PHILLIPPI!!!“ …und wir folgten Herrn Phillippi.
Das Ziel ist erreicht und der Chor komplett im Rahmen seiner Möglichkeiten und den Umständen entsprechend komplett. Wir teilen uns in drei Gruppen auf und beginnen die Führung in zwei Gruppen. Während die erste Gruppe bereits in den Tiefen des Berges verschwanden, wie die Zwerge in Moria, machte es sich die zweite Gruppe in den Sitzen des bergwerkseigenen Kinos gemütlich und wurde durch ein Video und einen sehr kompetenten Mitarbeiter vorbereitet.
Wir lernen: Graphit ist ein sehr besonderes und vielseitiges Mineral. Neben seiner populärsten Nutzung als Bleistiftmine wird es auch zur Herstellung von elektronischen Geräten wie beispielsweise Computern, Handys oder Autobatterien verwendet. Aber auch in Baustoffen wie Dämmungen kann Graphit ein Bestandteil sein.
Nach dem Kinobesuch verschwanden auch wir in den wunderbar kühlen Stollen. Neben den hallenden Schritten des Chores schallte in monotoner Regelmäßigkeit das Krachen der knallgelben Helme an die oft sehr niedrige Bergwerksdecke durch die Gänge. Unterbrochen wurde die Geräuschskulisse immer wieder von den sehr authentischen Vorträgen des Bergwerksführers, welcher selbst früher in eben jenem Bergwerk arbeitete.
Zum Dank taten wir, was wir am besten können – und sangen. Dabei erlebten wir nicht nur die besondere Akustik eines Bergwerkes, sondern konnten auch noch zwei ehemaligen Bergmännern eine Freude machen.
Bayerischer Wald und Joska
Heute Morgen fuhren wir mit Rucksäcken und festem Schuhwerk in den Bayerischen Wald nach Bodenmais.
Dort angekommen liefen wir entlang des Rißbaches zu den Rißlochfällen, an denen wir eine Pause einlegten. Danach ging es dann weiter. Leider kamen wir nicht sehr weit, da unser Weg zugewachsen war. So mussten wir umdrehen und einen anderen Weg nehmen.
Nachdem wir dann ein längeres Stück gelaufen waren, kamen wir zum Silberberg, den wir dann mit einer Sommerrodelbahn hinunterfuhren. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Unten angekommen stiegen wir wieder in den Bus, der uns dann zur Glasbläserei Joska brachte.
Dort hatten wir zwei Stunden Zeit uns alles anzuschauen, etwas zu essen oder auch etwas zu kaufen. Man konnte dort z. B. auch seinen Namen, oder sonstiges in ein Glas eingravieren lassen, oder selber eine Durstkugel blasen. Es gibt dort eine riesige Auswahl an verschiedenen Glassachen, angefangen von Kettenanhängern, Armbänder und Glasobst, bis hin zu Glastieren, Formen, sowie Glaskugeln.
Nachdem sich der Chor wieder am Bus versammelt hatte, nutzten wir die Gelegenheit, um unserem Busfahrer Osmir, der super busfahren kann, ein Dankesständchen zu singen und ihm mit einem mit „schola cantorum weimar“ gravierten Glas zu danken. Dann ging es wieder zurück nach Otzing zum Abendessen.
Der Spaziergang ...eher eine Wanderung
Vor unserem gestrigen Konzert wanderten wir durch eine fantastische Landschaft im bayerischen Wald.
Wir starteten an der Befreiungshalle von Kelheim. Wir waren alle überrascht ein dermaßen monumentales und bedeutungsvolles Bauwerk so einsam in der Landschaft zu finden.

Nach einer Besichtigung mit Kurzkonzert und fünf Sekunden Nachhall begann unser Spaziergang vorbei am Donaudurchbruch und durch Wald zum Kloster Weltenburg. Singend, lachend und fröhlich zogen wir durch die Natur.
Bewegt in Bad Gögging
Da der gestrige Abend lang war, konnten wir heute früh ausschlafen. Konkret heißt das, eine Stunde später Frühstück als sonst, aber immer hin. Danach nutzten wir den Vormittag, um uns auf das heutige Konzert vorzubereiten. Da unser momentan heiß geliebtes ABBA Medley nämlich leider als zu ungeistlich für den heutigen Konzertort eingestuft wurde musste es weichen und wurde ersetzt von dem Kassenschlager schlechthin. Wir erinnerten uns also in der Vormittagsprobe gemeinschaftlich an die Details der Sing, Sing, Sing Choreo.
Nach dem anschließenden Mittagessen ging es los, erst zur Befreiungshalle Kelheim und dann nach einem Spaziergang mit Kletter- und Sprintelementen und einer Fahrt mit einer historischen Seilfähre zum Konzertort, der Katholischen Kurkirche Bad Gögging. In dem runden Kirchneubau mit Krückstockhalterungen an den Stühlen trotzten wir Wärme und Außengeräuschen und sangen vor einem sehr dankbaren Publikum ein wunderbares Konzert, das mit Standing-Ovations, „Zugabe“-Rufen und langanhaltendem Applaus belohnt wurde.
Singen in Sonne Once upon a time in Bad Kötzing
Die Kurgäste Bad Kötztingens staunten nicht schlecht, als eine Stunde später M. Hafner, gefolgt von 81 Choristen aus dem Bus entladen wurden und sich über den Kurpark, sowie den naheliegendem „Edeka Aschenbrenner“ ergossen. Die Restflussnässe wurde nach wenigen Minuten schlagartig von einer „dezenten“ und omnipräsenten Schweißnässe abgelöst, was Ansingen und Stellprobe zu einem saunaähnlichen Erlebnis werden ließen. Mit besonderer Vofreude auf die bevorstehende Konzertatmosphäre, glitten alle in ihre Chorkleider*innen.
Während des Konzerts kühlte es sich zum Glück wieder soweit ab, dass die Noten nicht mehr in Gefahr waren, plötzlich in Flammen aufzugehen und die Notenpulte, sowie der Schmuck der Choristen wieder in ihren festen Aggregatzustand übergingen. Experten vermuten, dass die herausragende Coolne$$ der Bässe*innen und Altisten*innen der Grund für dieses Phänomen war.
Ein Abend im Freien und mit Freizeit
Raus aus dem Freibad. Rein in den Bus. Raus aus dem Bus. Rein zum Essen.
Und auch dann war es noch nicht genug Erholung. Die ersten Chorsänger begannen ein Fußballspiel, andere Sängerinnen schlossen sich an. Es wurden Schlager komponiert und eingespielt, man ließ sich auf die benachbarte Tennisanlage einladen und traf in einigen Fällen sogar den Ball. Eine große Chorgemeinschaft die zusammen spielte, lachte und entspannte, bevor beim Abendkreis (der heute ausnahmsweise auch im Freien statt fand) über die nächsten – vielleicht weniger entspannten, dafür umso spannenderen – Tage informiert wurde.
Ein Nachmittag im Freibad
Da das Wetter so wunderbar hohe Temperaturen hervorbrachte, passte es super, dass ein Besuch im Freibad auf dem Plan stand.
Nach einem Vormittag voller „Ave Maria“ und „Das große Abendmahl“ gab es noch Mittagessen und dann machte sich der Chor auch schon auf den Weg ins Freibad nach Plattling. Zu Fuß.
Die knapp 6 Kilometer gingen trotz Hitze aber recht schnell vorbei. Nach einer guten Stunde im Freibad angekommen, suchten wir uns erst einmal eine Wiese, die ausreichend Platz für alle 82 Personen bot. Glücklicherweise war das Gelände recht weitläufig und wir mussten gar nicht lange suchen.
Da für morgen eine Kanufahrt geplant ist, musste jedes Chormitglied zeigen, dass es über Wasser bleiben kann, auch wenn es morgen aus dem Boot fallen sollte oder wollte. Das hieß, jeder hatte eine Bahn zu schwimmen.
Der nächste Stopp war die Rutsche. Das Freibad hat eine großartige, lange, orange Rutsche, die eine Kette aus Scholasängern nach der anderen hinunterrutschte. Nicht-Schola-Sänger wurden vorgelassen, um die Schola-Ketten zu verlängern. Dann rutschten alle nacheinander die Rutsche hinunter. Jeder hatte ein anderes Tempo, weshalb es sogar manchen Chormitgliedern gelang, gewisse Betreuer zu überholen.
Vom Rutschturm aus konnte man im Nichtschwimmerbecken ein großes Gummikrokodil bewundern. Natürlich wurde sofort versucht, das Krokodil zu entern, was nach einer großen Wasserschlacht auch bald gelang.
Nach mehreren vergnügten Stunden im Wasser machten wir uns auf den Weg zum Bus, der uns nach Hause fuhr. Dort wartete schon ein leckeres Abendessen auf uns.
Besuch im Zoo Rüsseltier, Plappervogel und Co.
Sonntag war Kunst und Kulturtag, die Sänger die darauf keinen Lust hatten peilten ein anderes Ziel an. Angeführt von Frau Fischer höchstpersönlich besuchten wir den Tierpark Hellabrunn in München. Nach kurzer S und U-Bahnfahrt und ein paar Schritten standen wir vor den Toren des Zoos. Nach dem Durchalphabetisieren (Affe, Baummarder, Chamäleon, Dino(?), Elefant, Fuchs, Giraffe, …) aller 16 Zoogänger begannen wir vollzählig den Rundgang.
Neben Enten sahen wir viele echte Hunde, ein echter Hingucker! Aber in den Gehegen war die Vielfalt noch größer. Von heimischen Arten bis zu Tieren aus exotischer Ferne fand sich alles, stellenweise sogar wirbellos.
Trotz wenig Zeit sahen wir Tiger herumstreifen, Pinguine wie lustige, kleine Tauchbojen durchs Wasser gleiten und Affen die sich aufgrund der unerträglichen Wärme mal nicht durch die Bäume hangelten dafür lieber im Schatten entspannten.
Im über 100 Jahre alten Elefantenhaus bewunderten wir die rüsselbestückten Dickhäuter und im Eisbärgehege konnten wir beobachten, wie viel Spaß der kleine, verspielte Nachwuchs hat zu planschen und umherzutollen.
Selbstverständlich konnten wir noch viele andere Tiere bestaunen wie die Fledermäuse die uns in der Bat-Cave um den Kopf schwirrten. Am Ende war die Zeit viel zu schnell vergangen und mit U und S-Bahn ging es dann bald wieder zurück, um in der Johanneskirche in München das Konzert vorzubereiten.










































