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Im külen Juli Das erste Tourneekonzert

Mitten durch einen sintflutartigen Regen führte unser Weg ins Augustinum München-Nord.  Nach einer intensiven Stellprobe und etwas Chortetris nahmen wir in kurzer Zeit Brötchen mit Fleisch oder wahlweise auch ohne nahrhaftes Belagmaterial auf und bereiteten uns auf das Konzert vor.

Drei Chorkleidungen wurden bis kurz vor Konzertbeginn noch gesucht. Glücklicherweise konnte unser motiviertes Konzertpublikum zurückgehalten werden, bis der letzte Sänger hinter der Bühne hervortrat.

Unser erstes Tourneekonzert wurde von den Hörenden dankend angenommen, es wurde viel Begeisterung geäußert, das Wort „schööön“ schien sich allseitig im Raum auszubreiten.

Wir werden im Verlauf der Tournee weiterhin die Freude für Spontanität in Abläufen beibehalten und als vitaler, grandios sofort-leistungsbringender Chor auftreten.

Selten hatten wir wohl einen derart intensiven zweiten Tourneetag. Bei Tee und Abendlektüre schliefen auch energiegeladene Sopranistinnen bald ein.

Anmerkung: Der Titel des Beitrags ist das sommerliche Pendant zum Titel des Werkes „Im külen Mäyen“ von Hans Leo Hassler aus dem aktuellen Programm.

Die Ankunft Aufbruch in ferne Welten.

Das Doppeldeckerraumschiff ist unterwegs in ferne, fremde Welten. Konkretes Ziel: Evangelisations-Zentrum, Otzing, Bayern. Lang ist die Reise und kräftezehrend. Aber zum Glück gibt es genug Proviant und wer Schlaf sucht, der findet ihn. Doch halt, einer kann sich nicht entspannen: unser erfahrener Pilot Captain Osmir muss das Raumschiff mit Übergroße im Griff halten. So neu es ist, hat es dennoch keinen Autopilot. Trotz schlechten Wetters, bringt uns der Captain sicher ans Ziel.

Vor Ort heißt es dann: Basislager beziehen.  Geplant war ein Kennenlernen des Expeditionsteams unter freiem Himmel, die Wetterlage macht uns jedoch ein Strich durch die Rechnung. So wendeten wir uns strebsameren Aktivitäten zu: Proben! Die Erste der Expedition.

Nach einer Stärkung, bestehend aus Nudeln und Tomatensoße, dann endlich das Kennenlernen.

1, 2, 3, Springen und Ziehen! Auf diese Weise bewegten sich die in Gruppen aufgeteilten Teilnehmer durch den Garten (siehe Podcast für detaillierte Bewegte Bilder).

Zum Abrunden des Tages wurde eine letzte Probe angesetzt, wonach alle in ihre Kojen fallen würden, träumend von den Abenteuern des nächsten Tages.

Das Tourneeabschlusskonzert

Nach sieben wunderbaren, ereignissreichen und mit großartigen Konzerten gefüllten Tagen durften wir am letzten Tourneetag unser Programm noch einmal „zu hause“ präsentieren. Nach einer recht kurzen, und auf Grund der allgemeinen Sehnsucht nach Schlaf auch ziemlich ruhigen Busfahrt erwarteten uns in Erfurt einige Choreltern mit einem Mittagsbuffett. Danach ging es gestärkt und wie immer hochmotiviert an die Stellprobe, bei der in der uns bekannten Reglerkirche ein letztes Mal eine für diese Besetzung gänzlich neue Choraufstellung entwickelt wurde. Nach einem schnellen Umkleiden begann dann das letzte Konzert der Berlintournee 2016. In einer vollen Kirche durften wir vor Familie und Freunden, bekannten und unbekannten Gesichtern ein letztes Mal vom Kuckuck und der Brücke in Avignon erzählen, die Nordlichter musikalisch beschreiben und mit den Worten der Beatles über die Nicht-Käuflichkeit der Liebe philosophieren.

Nach einem langen, herzlichen Applaus erwartete uns im Gemeindezentrum noch mehr Essen sowie die Vorführung der Podcast, bei der alle die letzten Tage noch einmal Revue passieren lassen konnten. Mit Dankesworten an alle Möglichmachenden, Helfenden und guten Seelen endete der Tourneeabschluss.

Dunkel wars

Es ist Freitagnachmittag im Kulturstall Britz und der Chor bereitet sich auf das letzte Konzert auf Berliner Boden vor: Stellprobe, ansingen, ansprechen, Raum austesten, letzte Programmabsprachen, Abendessen und umziehen. Ganz ungewohnt war, dass das Publikum ganz im Dunkel saß, man also gar nicht so direkt mit ihm kommunizieren konnte, wie das ja im letzten Konzert so toll der Fall war. Außerdem Premiere auf dieser Tournee war die 23 Minuten und 34 Sekunden lange Pause, da unser ganzes Programm einfach zu umfangreich ist. Mit Unterstützung von Paprika und Wal lief auch alles super und vor allem im zweiten Teil hatten alle ihren eventuell fehlenden Schlaf vergessen. Außerdem gab es viel Publikum mit einigen altbekannten Gesichtern, die sich sehr über unser Musizieren freuten.

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