So viele Menschen hat der Chorsaal des Theaters wahrscheinlich noch nie unterbringen müssen. 140 Kinder und Frauenstimmen ölten ihre Stimmen und probten ein Stück in einer fremden Sprache, so eine Oper kannte der Chorsaal nicht. Kann er auch nicht, denn der Chor probte für ein Konzertstück von Arvo Pärt im Rahmen des ersten Sinfoniekonzertes, dass gleich auf der großen Bühne des Theater Erfurt stattfinden sollte. Es war das erste Mal und damit etwas sehr Besonderes, dass die Kinder unter der Leitung der GMD Joana Mallwitz singen durften. Sie konnte die Sänger durch ihre Ausstrahlung und Freude an der Musik schnell begeistern und zog sie in den Bann. Auch etwas anderes war neu, denn die Kinderchöre der schola cantorum und des PKJC sangen das erste Mal gemeinsam ein Konzert. Es lief auch sehr gut und beide Chefinnen waren sehr zufrieden, am Freitag musste es einfach nocheinmal so gut klappen. So kam die Kinderchor schwatzend und zufrieden wieder nach oben und der Chorsaal wurde nocheinmal in seiner Ruhe gestört, aber bald konnte auch er sich gemütlich zur Ruhe legen.
Unser Schulgarten auf Estnisch – oder – Der PKJC probt für ein Sinfoniekonzert
Die Sommerferien und die Tournee sind vorbei und die Schule hat wieder begonnen. Für den erfahrenen Chorsänger bedeutet ein neues Schuljahr allerdings nicht nur einen neuen Stundenplan, neue Fächer und viele Hausaufgaben, sondern auch den Beginn einer neuen Theaterspielzeit und somit neue Projekte, für die geprobt werden soll.
Eins dieser Projekte steht uns bereits in einer Woche bevor: der Kinderchor und die Frauenstimmen des Jugendchores dürfen, unterstützt von der schola cantorum weimar, beim 1. Sonfoniekonzert der Spielzeit am Theater Erfurt mitwirken. Zur Aufführung gebracht wird dabei unter anderem die Kantate „Meie Aed“ (Unser Garten) des estnischen Komponisten Arvo Pärt, der nächsten Donnerstag seinen 80. Geburtstag feiert. Diese erzählt von einem Schulgarten voller Rüben, Beeren, Äpfeln und Möhren und seinen stolzen Gärtnern. Sogar einen Bienenstock und eine Vogelscheuche gibt es.
Um musikalisch und auch sprachlich bestens vorbereitet zu sein (denn natürlich singen wir auf Estnisch), fand bereits während des ersten Ferienwochenendes ein Chorlager in Dörnfeld statt. Um das dort Erlernte nach den Sommerferien wieder aufzufrischen trafen sich alle Sänger letzten Samstag noch einmal in Weimar.
Dort wurde geprobt, Estnisch geübt („K und T werden nicht behaucht sondern als G und D ausgesprochen, zwei aufeinanderfolgende Vokale werden getrennt und H wird nur in Ausnahmefällen als CH ausgesprochen!“), in Tournee-Erinnerungen geschwelgt und dank eines wie immer wunderbaren Buffetts auch gut gegessen.
Diese und nächste Woche folgen nun noch weitere Proben, ab Freitag auch endlich mit dem Philharmonischen Orchester und der Dirigentin Joana Mallwitz zusammen. Zu sehen und vor allem zu hören ist das Sinfoniekonzert dann am 10. und 11. September, jeweils 20 Uhr am Theater Erfurt.
Danke!
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Am Ende einer Tournee gibt es eine Menge zu sagen. Und dazu gehört auch, dass man sich bei jenen bedankt, die diese Erfahrung ermöglicht haben. Wir tun das wie immer in einem Video – inklusive kleinem Konzertrückblick und Drohnenflug.
Bleibt dran!
Wieder einmal ist eine wunderschöne Tournee zu Ende gegangen. Wir haben viele Konzerte gesungen und viel erlebt, über die meisten Ereignisse haben wir hier auf dem Blog berichtet. Morgen geht für viele von uns die Schule wieder los. In den nächsten Wochen geht es natürlich gleich weiter mit den normalen Chorproben, Pariser Leben, in der Schola mit einem Konzert und am Samstag mit einem Arvo Pärt Probentag. Hier werden wir natürlich weiter fleißig berichten, also: Bleibt dran, denn wir sind für euch und für Sie immer live dabei…
Eindrücke vom letzten Konzert
Das vorletzte Konzert in Leutkirch und Aufbruchstimmung
Der letzte Tag in Leutkirch begann wie immer mit einem phänomenalen Frühstück im Haus Regina Pacis. Danach begaben wir uns in die wunderschöne St. Martin Kirche, in der wir schon am Anfang unserer Tournee im Rahmen eines Gottesdienstes singen durften. Nach einer kurzen Stellprobe ging es wieder zurück ins Tagungshaus, wo es, zur Freude aller, wieder Käsespätzle zum Mittag gab. Um den Anstrengungen des morgigen Tages gewachsen zu sein, erhielten alle Chorsänger nach dem Essen Zeit zum Ruhen und Schlafen, bevor das Packen begann.
Wenig später trat der Chor den Weg zur St. Martin Kirche an, wo das Konzert um 17:00 Uhr anfing. Sowohl das Team des Tagungshauses Regina Pacis, als auch zahlreiche andere Gäste wohnten dem Konzert bei. Die wunderbare Akustik der Kirche und die großartige Kulisse schmückten dieses vorletzte Konzert und ergänzten den Gesang beider Chöre perfekt. Nach dem Konzert kehrten wir ins Tagungshaus zurück. Dort wurde nach dem Abendbrot noch etwas getanzt, bevor man den Tag mit einem ausführlichen Abendkreis ausklingen ließ.
Ein Beinhorn geht um…
Am gestrigen Nachmittag stürmten etwa 85 Jugendliche die Kleinstadt Kaufbeuren. Sie stellten sich mitten auf den Marktplatz und gaben noch nie gehörte, aber wohlklingende Töne von sich. Später versuchten sie die Bürger der Stadt in kleinen Gruppen zu unterwandern und den Ort zu erforschen. Zwei der Jugendlichen kauften sich das Bein einer Schaufensterpuppe und vollführten einen Anbetungstanz des sogennanten Beinhornes durch. Andere verhielten sich gewöhnlicher und kauften nichts als Eis und Süßigkeiten. Am späten Nachmittag kehrten alle in der örtlichen Kirche ein.
Käserei, Käsespätzle und Tag 13
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Konzert Kaufbeuren
Heute wartete ein bereits bekannter Konzertort auf uns: in Kaufbeuren hatten wir bereits 2010 in der Kirche und 2013 im Klostergarten gesungen. Unser heutiges Konzert sollte wieder in der wunderschönen St Martin Kirche stattfinden.
Nach ein paar Stunden Freizeit zum Erkunden des Ortes und einer erfolgreichen Stellprobe spendierte uns die Gemeinde St Martin ein Abendessen, bestehend aus Weißwürsten und Brezeln, woraufhin wir uns gestärkt für das Konzert fertig machten. Die Kirche war gut besucht und wir konnten unser Programm einem begeisterten Publikum vorstellen.
Nach unserer Rückkehr nach Leutkirch ging es dann für die meisten früh ins Bett, denn morgen erwartet uns ein anstrengender Tag voll mit Proben, einem Konzert und Vorbereitungen für unsere leider schon sehr baldige Abreise.
So ein Käse – Besuch der Käserei Stich
Kurz bevor wir im Konzertort Kaufbeuren ankamen, hielten wir bei der Käserei Stich. Dort wurde der Chor in zwei kleinen Gruppen durch die Käserei geführt und von zwei Mitarbeitern über alle Herstellungsvorgänge informiert. Neben dem Käse werden hier auch andere Dinge produziert, wie zum Beispiel fettarme Frischmilch. Wie man uns stolz berichtete, erhalte man die Milch von Landwirten aus der direkten Umgebung. Damit die Milch frisch verarbeitet werden kann, fährt man diese jeden Tag an. Das Hauptprodukt ist aber natürlich der Käse, der in allen Varianten, Farben und Formen hergestellt wird. Ein weiteres Highlight, neben der großartigen Führung, war das Mittagessen, denn in der hauseigenen Gaststätte reichte man Käsespätzle mit Rostzwiebeln.
Während die meisten Chorsänger schon nach einem Teller Nudeln aufgaben, wurden sagenhafte 13 Teller von ungefähr fünf Männerstimmern nieder gekämpft. Wie durch ein Wunder schafften es auch diese noch zum Bus, der uns dann nach Kaufbeuren fuhr.









