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Aus der evangl. St. Nikolaikirche Potsdam

st. nikolaikirche potsdam

Es passiert nicht oft, dass eine Predigt gut genug ist, um einen Kinder- und Jugendchor
länger als 20 Sekunden zu fesseln. Heute war es definitiv der Fall, dank
einer sehr geist-reichen, geistes-gegenwärtigen, froh-geistigen Verkünderin der Worte des heiligen Geistes. Bemerkenswert waren dann jedoch wieder die eilenden Geister, die noch während des Nachspiels des OrganistenSängers bereits die Hostien aufklaubten.

Nach diesem gelungenen Gottesdienst ist es in diesem Moment möglich, über dem Antlitz von Potsdam unsere Chorsänger zu erleben. Ganz richtig, wir haben den Turm eingenommen! Furchtlos stellten wir uns den engsten Wendeltreppen, erst rechts herum, dann links herum, um die Höhenmeter zu erklimmen.

Emily erklärt die Welt (also Potsdam)

Tückische Wendeltreppe, die 2.

Chorkind in Freiheit

 

 

 

herkules

herkulesInnen

Fotos: PKJC/Clemens Weichhardt und Stephan Mahn

Grandioses Essen, grandioses Konzert!

Für ein zweites Konzert in einer Tournée ist der erste Eindruck ziemlich nahe an „Grandios!“. Das Publikum war höchst zufrieden, der Chor blühte im zweiten Teil in Relation zum gestrigen Konzert (immernoch ein gutes Konzert) noch einmal deutlich auf, und als Belohnung gab es sogar eine Fuhre Gratis-Erdbeeren :)!

bayrisches buffet

Die Abendgestaltung erweist sich als recht simpel: ein kleiner Fußmarsch, und wir sind im Waschhaus. Hier wird erst einmal mit dem Hochdruckreiniger hantiert und die Stahlbürste ausgepackt… allerdings nur in der Küche, denn dieses Etablissement tischt uns in diesem Moment ein sehr ausladendes und leckeres Abendbuffet mit Warm- und Nachspeisen-Ecke, neben den obligatorischen und trotzdem üppig ausfallenden Variationen an Baguette und Brötchen, Bretzel und Brot, auf. Gerade kündigt sich auch noch der zweite Gang zur angepriesenen Nachspeisenecke für den Schreiber an. Da sagt man nicht nein!

Update: Nach dem Buffet ergibt sich gerade die Möglichkeit, noch einen kurzen Stadtgang zu tätigen, oder den Außenbereich, der Steg eines Bootverleihs, sowie die Terasse am See zu betreten. Dort tummelt sich gerade Familie Duck mit 3 kleinen Entenjungen, die natürlich die geballte Kraft kinderchörlicher Neugierde zu spüren bekommt.

Update#2: Mittlerweile sind wir wieder in unserer Unterkunft St. Michaels-Heim, die kleineren Kinder wurden erfolgreich in ihre Betten verfrachtet und auf dem Weg dorthin, unter strenger Aufsicht von Frau Philippi, gründlichst gewaschen und geputzt 🙂
Der Abendkreis fand aufgrund der späteren Ankunft spontan auf dem Hof statt, sodass der morgige Tag ausgeschlafen, singebereit und von Neugierde gepackt angegangen werden kann. Es erwarten uns u.a. eine Fahrt nach Potsdam, eine kleine Schnupperrunde rund um das Schloss Sanssouci herum und natürlich die letzten beiden Konzerte dieser leider viel zu kurzen Tournée…

Chicken Wings :)

der sonne entgegen

Fotos: PKJC/Clemens Weichardt und Stephan Mahn

Liveblog Konzert Köpenick.

konzert in köpenick

16.57: Die Glocken laeuten und die Spannung steigt. Der Jugendchor ist bereits fuer das erste Lied auf der Empore positioniert, der Kinderchor wartet vor der Kirche. Ausser Familie Kurzbach, unseren stetigen Begleitern, ist ausserdem Familie Pellert da. Sie sind inzwischen ein fester Bestandteil der elterlichen Fangemeinde.

17.03: Der Kinderchor tritt auf und die Kantorin der Kirche bittet die Koerbe am Ende des Konzerts reichlich zu fuellen.

17.05: Das Konzert beginnt mit „Im kuelen Maien“, von Kinderchor (auf dem Podest) und Jugendchor (auf der Empore) gemeinsam gestaltet.

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Pkjc und Demokratie

vorfreude

Es ist 07:58 Uhr und wir sitzen in der doppelstöckigen Stadtbuslinie mit dem Ziel, die schroff-erprobten Wachleute des Bundestages durch schiere, schreiende Masse zu überwältigen. Allerdings beschleicht uns allmählich der Gedanke, dass dies schon andere Jugend-und Kinderchöre versucht haben könnten… Zu unserem Glück hält die Euphorie des gestrigen, famosen Abendessens weiterhin an, sodass wir auch hier frohen Mutes davon ausgehen, in die Reichtagskuppel strömen zu können…notfalls mit Tonalstreik.

Update 08.15:
@pkjc Aber das nach-dem-Busrennen war schön 😉 Morgensport scheint in der Breite anklang zu finden… um entsprechende, verpflichtende Erlaubnis wird bei der Chorleitung gebeten.

Update 09.40:
Der Tonalstreik erfolgte! Das Lied „I’m gonna sing!“ erschallte im großen Plenarsaal des Bundestages!

ca. 10.00: Wir haben erfolgreich die Spitze der Reichstagskuppel erreicht und genießen die Aussicht. Einige entspannen in der Geborgenheit des Hauptsitzes unserer Regierung, in der warmen Glocke und auf der hölzernen Rundbank. Wie wir eben erfahren haben, verläuft die Klimatisierung des Plenarsaals durch eine Frischluftzufuhr aus dem Boden, die über die Kuppel geleitet wird. Sozusagen sitzen wir in regierungsschwerer Abgeordneten – „Abluft“ (das ist ein Euphemismus 🙂 ). Zum Glück ist ja heute Sonntag…

reichstag

Aufzug des BT
Aufzug des BT
PKJC im Plenarsaal des BT
PKJC im Plenarsaal des BT
Schlafend über dem Heiligtum der Demokratie
Schlafend über dem Heiligtum der Demokratie

going up to glory

spiegelbild

entspannen in der kuppel

Fotos: PKJC/John Saaman, Clemens Weichardt und Stephan Mahn

Berlin calling PKJC

Das alternative Vormittagsprogramm zum Jüdischen Museum bestand aus einem Stadtrundgang unter Aufsicht und mit kompetenten  Begleitkommentaren von Stefan Philippi.

Die Tour begann entlang des Kurfürstendamms. Nach dem Schaufenstershopping ging es zur politischen Bildung. Wir besahen uns von außen den Bundestag, Bundesrat, Kanzleramt, Paul-Loewe-Haus und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Zuletzt das Jakob-Kaiser-Haus, wo auch kurz die Menschenrechte verinnerlicht wurden. Dann zum Potsdamer Platz/Sony-Center, Holocaust-Mahnmal, Brandenburger Tor und schließlich zu den anderen ins Jüdische Museum zum gemeinsamen Mittagessen.

Eine freundliche, ältere Dame, fragte Clemens einst in einem Berliner Doppelstockbus:

„Sind Sie eine religiöse Sekte oder so etwas?“

Er antwortete darauf, dass das zumindest nicht ganz stimmte, obwohl die Anzeichen dafür (selbst im Bus!) unübersehbar waren.
Man bedenke nur die Chor-T-Shirts, das laute Lachen vieler (ungewöhnlich fröhlicher) Kinder,
die Rund-Klatsch-Singeweisen (Ajelevi) und anderes, eben Chortypisches Verhalten.

Überhaupt sind die Fahrten des PKJCs mit öffentlichen Verkehrsmitteln immer wieder ein Erlebnis. Oftmals schauen die Passanten ungläubig zu, wie alle Tourteilnehmer versuchen in einen Bus zu kommen.

Trotz allem treffen wir immer wieder auf Sympathie. Bei der Stadttour bekam unser Chor sogar einen persönlichen Einruf vom Busfahrer, als wir aussteigen mussten….oder wollte er uns einfach loswerden…?

(K)Ein Tag wie jeder andere

Was sind 70 aufgedrehte junge Menschen, die auf auf dem Domplatz stehen und mit ihren schönen Gesängen und den Giftgrünen Kleidersäcken so einigen Passanten auffallen? Richtig! Das ist der Philharmonische Kinder- und Jugendchor auf seiner diesjährigen Pfingsttournee. Naja… noch nicht ganz… noch warten sie auf den Bus. Aber nicht mehr lange, denn bald heißt es: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

img_6170 (K)Ein Tag wie jeder andere weiterlesen

Ankunft in Berlin

Wunderschöne Plattenarchitektur in belebendem Grau verschaffte uns von der Stadtautobahn aus die Gewissheit: Wir sind in Berlin!

Eine sehr verwirrende, entfernt häuslich wirkende Topografie und ein paar Treppenstiege später (für die Damen sind es 6, für die Herren nach ersten Schätzungen 9) ist es auch endlich für das Dokuteam die Zeit, ein atemberaubend großes Büro zu beziehen 😉

Wir sind auf jeden Fall unbeschadet und nicht halb so entnervt wie befürchtet angekommen.Nun beginnt der freudige Teil des Abends: ein warmes, duftendes Abendessen soll uns für die Unannehmlichkeiten gebührend entlohnen. Wir sind gespannt!!