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Das Konzert im Augustinum

Ein extrem trocken klingender Raum, der unsere Intonation in manchen Stücken etwas niederdrückte, hat uns nicht davon abgehalten, ein gutes, erstes Konzert als Tournée-einstieg zu singen. Lustige Publikumsreaktionen wie der obligatorische Lacher nach der Anmoderation von „Visür“ („Die Liebe! Immer wieder ein Thema auch für und in unserem Chor…“) oder der ostentative Einfall einer älteren Dame aus den ersten Reihen, die vehement darauf bestand, keinen Text zu verstehen, trugen uns recht fix durch das Programm, das wohlwollend empfangen wurde.

Und nach dem Konzert?

Tja, der Schreiber dieser Zeilen sieht mit weinendem Auge der sich stets verlängernden Schlange zu, die sich vor dem Buffet in der Kantine des Augustinums aufreiht. Aber was solls, früher oder später bekommt jedes Huhn sein Korn…auch wenn man ihm zumindest die Blindheit nicht vorwerfen kann. Außerdem ist dem Service, welchen wir in der Einrichtung begegneten, nichts entgegen zu setzten. Gar fürstlich wurden wir in einem großen Saal zum Essen untergebracht und die Gläser mussten nicht selbst wieder aufgefüllt werden.

Magisches Nashorn vor dem Augustinum
Magisches Nashorn vor dem Augustinum

 

Update: Leider wurde der ursprüngliche Einstieg nicht mit dem nötigen Scherz innerhalb des Chores bedacht, daher wurde er abgemildert 🙂

Das war’s dann… oder doch nicht?

Das öffentliche Abschlussingen auf dem Theaterplatz hat unserem Festival ein würdiges und stimmgewaltiges Ende verliehen. Während hunderte Sänger abwechselnd Stücke aus ihren Programmen der letzten 3 Tage präsentierten, stimmten des Öfteren Sänger anderer Chöre in ihnen bekannte Stücke ein. Und derweil dieses gemeinsame Musizieren eine angenehme Atmosphäre der Verbundenheit erzeugte, war in vielen Gesichtern Freude, Stolz und, seien wir ehrlich, auch Erleichterung über das bevorstehende Ende des Festivals zu sehen. Denn obgleich die letzten Tage für alle Beteiligten viel Spaß und Freude brachten, waren sie auch mit außerordentlichen Mühen in Organisation und Dokumentation verbunden.

Doch es hat sich gelohnt. Die Reaktionen sind durchweg positiv, viele Stimmen verlangen weitere Festivals. Ein ausführlicher Artikel über Reaktionen auf das Festival sowie Videoaufnahmen derselben werden folgen.

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Frei fliegender Heldensopran

Es ist 9:00 Uhr im idyllischen Weimar West. Für vieler Leute Geschmack viel zu früh, um einen Sonntag Morgen zu beginnen. Vielleicht trudeln deshalb einige Sänger mit verschlafenen Gesichtern nachträglich ein. Doch die Stimmung ist gut, Erinnerungen an das gelungene Festkonzert vom Vorabend wecken Zuversicht.

Und tatsächlich war der Gottesdienst, von uns mit dem „Großen Abendmahl“ und „Da ispravitsja molitva moja“ begleitet, eine angenehme Angelegenheit. Trotz freier Interpretation von Text, Rhythmus und Intonation waren die Gottesdienstbesucher, die die winzige Kirche füllten, begeistert. Frau Fischers Billanz am Schluss:

„Freier Flug nach unten. Aber ich danke dem Sopran für den Versinger beim Abendmahl, das hat uns locker einen Ganzton wieder hoch gezogen.“

Na, dann haben wir doch alles richtig gemacht.

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18 Geburtstagslieder

Das Schießhaus war voll, das Interesse des Weimarer Publikums an guter Chormusik ist also geweckt. Drei unserer Gastchöre sangen der Schola zum 10jährigen bestehen 18 Geburtstagsständchen. Es began mit dem Kehrwieder Kinderchor mit dem Animationsgenie Hans-Dieter Lubrich als Dirigenten, der das Publikum dazu brachte slowakische Tänze mitzusingen und zu klatschen.
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Es folgte der Jugendchor der Evangelischen Kantorei St. Veit Wunsiedel unter der Leitung von Ulrike Schelter-Baudach die obwohl „nur“ mit 12 Sängern zugegen, es schaffte den ganzen Raum mit Klang und Glanz zu füllen. Eine besondere Freude war das gegenseitige unterstützen der Chöre, so lieh sich der Jugendchor aus Wunsiedel einen Cajon-Spieler aus dem Kehrwieder und beide Chöre sangen gemeinsam ein Stück.

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Der Höhepunkt – aus Sicht der pubertierenden Sopranistinnen – war der Stadtsingechor Halle, ein Knaben- und Männerchor der Gospel, Kinderchorfestivalklassiker und zwei spannende und mitreißende Volksliedarrangements zu Gehör brachte.img_4720

Nach lang anhaltendem Applaus gaben die drei Chöre noch eine Zugabe, aber auch danach hatte das Publikum noch nicht genug, so dass die Chöre zum Abschluss gemeinsam mit dem Publikum „Dona nobis pacem“ anstimmten und so für einen gelungen und stimmungsvollen Abschluss des Konzerts sorgten.

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16:00 Uhr ab Erfurt Hauptbahnhof…

… kurz danach kam der PKJC in Vieselbach an. Unter der Führung von Supersopranistin/Medizinstudentin/GoogleMaps-Nutzerin Kathleen Kresse erreichten die Reisenden die Evang. Kirche Vieselbach. Dort trafen wir auf alte Bekannte und neue Gesichter aus dem Jugendchor der Schola Cantorum Weimar, mit dem uns nicht nur die gemeinsame Chorleiterin, sondern auch Freundschaften und gemeinsame Sänger verbinden.
Es folgten Ansingeprobe und Einsingen bevor man sich im Gemeindehaus nocheinmal zum Proben und Aufwärmen (circa -50 °C in der Kirche) zusammen fand.
Mit „Maria durch ein Dornwald ging“ zogen die beiden Chöre ein. Abwechselnd sangen nun wir und die Sänger aus dem Nachbardorf, einige Literatur der Schola kannten wir schon, andere war neu für uns. Auf jeden Fall ein Erlebnis mal einen anderen Chor zu hören. Und noch dazu einen so guten (Herzlichen Glückwunsch nach Weimar).

Wer die Schola selbst einmal hören will, hat am Sonntag die Chance beim Konzert aller Chöre der Schola Cantorum Weimar 15:00 Uhr in der Herderkirche.

Photos: PKJC/Kathleen ‚Kathi‘ Kresse & Vincent ‚Meister der Ansagen‘ Müller

PKJC zu Gast beim Sömmerdaer Chorfest

Am Samstag wurden wir vom „Männergesangsverein Sömmerda“ zum Sömmerdaer Chorfest eingeladen.
Los gings um 13:30 Uhr vom üblichen PKJC Busabfahrtplatz am Domplatz.
Eine Stunde früher als geplant kamen wir dann in Sömmerda am Volkshaus an. Da blieb noch Zeit die ein oder anderen Lieder zu üben, die Stimmen zu lockern, den neusten Klatsch und Tratsch auszutauschen oder die Noten zu sortieren.

Noten sortieren unter freiem Himmel
Einsingen im großen Saal

Punkt 15 Uhr betraten wir das Volkshaus und sofort begann die Einsinge- , Ansinge-, und Stellprobe. Nach dieser Probe war für das leibliche Wohl des Chores natürlich gesorgt und wir stürzten uns auf das „Buffet“ – aber nur OHNE Chorkleidung – 🙂

Schnittchen!!!

Wir eröffneten das „Sömmerdaer Chorfest“ mit einem Teil unseres neuen Programms, aber auch altbekannte Tourneelieder klangen durch das Volkshaus.
Anschließend durften wir das Konzert des gemischten Chores und des Männerchores vom „Männergesangsverein“ genießen. Hier begegnete uns eine Reihe von bekannten Liedern wie der „Kleine Grüne Kaktus“ oder die „Lustige Forelle“.

Gemischter Chor - Leitung Ines Weichard

Nach vielen begeisterten Worten vom Publikum fuhren wir schließlich gegen 19:30 Uhr wieder Richtung „PKJC Heimatstadt Erfurt“.

Ein Danke geht an die Dirigentin und Chormutter Frau Weichard für die Einladung nach Sömmerda, sowie an unseren Pianisten Ekkehard Fellner für die Begleitung unserer Literatur!
Für unsere Supersopranistin Kathi war es das vorübergehend letzte PKJC Konzert. Wir wünschen ihr für ihr Studium in Leipzig alles Gute und würden uns freuen, wenn du dich mal ab und zu wieder blicken lässt! 😀

Ekkehard Fellner
Comedian Harmonist - Mein kleiner Grüner Kaktus

Photos: PKJC/Vincent Mahn & Stephan Müller

Die Presse über uns: „Wunderschönes Chorkonzert“

Philharmonisch – Erfurter Jugendliche in St. Andreas in Nesselwang

Es war ein Vergnügen zu sehen, mit wie viel Freude, Enthusiasmus und Akkuratesse die über 60 Mitwirkenden des Philharmonischen Kinder- und Jugendchors der Musikschule Erfurt das Konzert «Töne des Himmels – Klänge der Welt» in der Pfarrkirche St. Andreas in Nesselwang darboten. Die 36-jährige Dirigentin Cordula Fischer, selbst Chorsängerin in bekannten Kammer- und Frauenchören, leitet schon seit 1999 diesen Chor und führte ihre Sängerinnen und Sänger beim Thüringer Landeschorwettbewerb 2009 zu dem Prädikat «sehr gut» und beim Deutschen Chorwettbewerb in Dortmund zu einem «guten Erfolg».

15 Auftritte haben die jungen Chorsänger bei ihrer vierten Deutschlandtour in südlichen Bayern und in Innsbruck zu bewältigen. Vor Nesselwang sangen sie schon in Leutkirch, Oberstdorf und Wangen, wo sich mehrere Hundert für ihr Konzert interessierten. Für die Gruppe und ihre Leiterin hätte der Blick auf die fast leeren Bankreihen der Nesselwanger Kirche, in denen nur etwa 30 Zuhörer saßen, ernüchternd und deprimierend sein können. Aber nichts davon war in ihren wunderschönen Darbietungen zu spüren. Die jungen Leute sangen begeistert und begeisternd so, als ob Viele zu ihrem Konzert gekommen wären.

Von Messgesängen bis zu Schuberts «Ave Maria»

Eröffnet wurde das Konzert mit Messgesängen der kontemporären amerikanischen Komponistin Emily Crocker (geboren 1949), die alte Texte in moderne Musik übernahm. Johann Sebastian Bachs Choral «Komm süßer Tod», ganz ungewöhnlich arrangiert von Knut Nystedt (geboren 1915), ließ durch unterschiedliches Aushalten der Töne und Positionierung der Sänger im Altarraum und an den Seitenwänden ganz neue und spannende Klangwellen entstehen.

«Hewenu shalom aleichem» hat die Leiterin speziell für ihren Chor arrangiert, ebenso wurde das «Ave Maria» von Franz Schubert (1797 bis 1828) von Professor Rüdiger Hamm auf den Chor zugeschnitten.

Bei einem wiederentdeckten Lied von Johann Friedrich Doles (1715 bis 1797) – «Ich danke dir von gantzem Hertzen», einer sogenannte Rollenmotette – sang der Bass eine Arie und die Oberstimmen begleiteten. Auch Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 bis 1847) hatten sie neben anderen Komponisten im Repertoire. Die jungen Akteure zeigten in beeindruckender Weise, wie schön, abwechslungsreich und erbauend Chorgesang ist und erhielten langen, begeisterten Beifall. (cc)

(http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/fuessen/Fuessen-Wunderschoenes-Chorkonzert;art2761,827500)