Es ist der Wahnsinn, was einige Chorsänger so schaffen. Zwischen la Böhm, Herrenhuth, normalen proben, Theaterpraktikum etc. hat es Steffi auch noch geschafft ein jahr älter zu werden.
Dazu vom Chor und dem Dokuteam alles Gute, Gesundheit, Freude und bald einen Platz bei uns im Dokuteam. 😉
Am Samstag wurden wir vom „Männergesangsverein Sömmerda“ zum Sömmerdaer Chorfest eingeladen.
Los gings um 13:30 Uhr vom üblichen PKJC Busabfahrtplatz am Domplatz.
Eine Stunde früher als geplant kamen wir dann in Sömmerda am Volkshaus an. Da blieb noch Zeit die ein oder anderen Lieder zu üben, die Stimmen zu lockern, den neusten Klatsch und Tratsch auszutauschen oder die Noten zu sortieren.
Noten sortieren unter freiem HimmelEinsingen im großen Saal
Punkt 15 Uhr betraten wir das Volkshaus und sofort begann die Einsinge- , Ansinge-, und Stellprobe. Nach dieser Probe war für das leibliche Wohl des Chores natürlich gesorgt und wir stürzten uns auf das „Buffet“ – aber nur OHNE Chorkleidung – 🙂
Schnittchen!!!
Wir eröffneten das „Sömmerdaer Chorfest“ mit einem Teil unseres neuen Programms, aber auch altbekannte Tourneelieder klangen durch das Volkshaus.
Anschließend durften wir das Konzert des gemischten Chores und des Männerchores vom „Männergesangsverein“ genießen. Hier begegnete uns eine Reihe von bekannten Liedern wie der „Kleine Grüne Kaktus“ oder die „Lustige Forelle“.
Gemischter Chor - Leitung Ines Weichard
Nach vielen begeisterten Worten vom Publikum fuhren wir schließlich gegen 19:30 Uhr wieder Richtung „PKJC Heimatstadt Erfurt“.
Ein Danke geht an die Dirigentin und Chormutter Frau Weichard für die Einladung nach Sömmerda, sowie an unseren Pianisten Ekkehard Fellner für die Begleitung unserer Literatur!
Für unsere Supersopranistin Kathi war es das vorübergehend letzte PKJC Konzert. Wir wünschen ihr für ihr Studium in Leipzig alles Gute und würden uns freuen, wenn du dich mal ab und zu wieder blicken lässt! 😀
Der PKJC sang schon in Gewächshäusern, auf der Zugspitze, barfuß in einer sandgefüllten Kirche und an vielen anderen besonderen Orten. Heute kam ein weiterer dazu, in Bad Sulza konnte man Zeuge werden des ersten Weinbergkonzerts des Philharmonischen Kinder- & Jugendchores der Musikschule Erfurt. Auf Einladung des Weinguts Bock & Töchter war man mit einem Ommnibus (nostalgische Assoziationen sind in Anbetracht des Busses angebracht) über verschlungene Dorfstraßen bis ins kleine, aber weinreiche Bad Sulza gefahren.
Auch wenn die Hitze einigen zu schaffen machte, wurde man dafür durch ein gespanntes Publikum, einen herzlichen Konzertgastgeber, Kuchen, Apfelsaft und orientalische Linsensuppe mehr als nur entschädigt.
Nach dem Weinbergkonzert und dem Mittagsmahl ging es weiter auf die Festbühne des Bad Sulzaer Weinfestes, dort traten wir kurz nach einem Popmusiktrio in Lederhosen, die ein Lied über die Feuerwehr sangen auf und brachten dem Publikum Ludovico Grossi da Viadana näher. Wie es unsere Chorleiterin zusammenfasste: „Auch eine Erfahrung.“
Zitat des Tages: „Wir lachen nicht über Johanna sondern über die Gesamtsituation.“
Nachdem wir von Camillas Lebenswende zurückkehrten, begaben wir uns in den Müllerschen Garten und begannen mit der Herstellung der Premierengeschenke. Für die Fotobearbeitung zeigte sich Vincent selbst verantwortlich. Steffi, Johanna, Kathi und Frau Fischer hatten es sich zur Aufgabe gemacht die Karten liebevoll mit Schokoladenkäfern und goldschimmernden „Toi Toi Toi“ Wünschen zu versehen. Während dessen gründeten Vincent und ich das DEKOTEAM. Mit Lufballons und Luftschlangen gestalten wir den großen Saal der Musikschule in der Barfüßerstraße. Nach getaner Arbeit versammelte man sich zum gemeinschaftlichen Mittagessen im Garten. Schön das Sommer ist wenn wir Premiere haben – das war unser Gedanke. Am Abend ging es zu den Domstufen. Die Premierenbesetzung trudelte langsam ein. Natürlich so blau wie möglich. 20 Uhr gab es ein umfangreiches Einsingen und danach folgte der Soundcheck. Bis 22.35 Uhr, dem Zeitpunkt unseres Auftritts, vertrieb man sich mit Monopoly oder dem allseits beliebten Detektivspiel die Zeit. Der Auftritt des Kinder- und Jugendchores verlief ohne große Probleme. Sie spielten freudig mit ihren Alufoliebällen, schoben den Opernchor und die Tische an die richtige Position, dachten nach, befreiten sich aus den Ketten der Gefangenschaft und stiegen vom Tod die Stufen zu Dom und St. Severi hinauf. All dies taten sie voll Spielfreude und musikalischer Detailverliebtheit. Dafür ernteten auch sie wohlverdienten Beifall vom Premierenpublikum. Bravos sollten gehört worden sein!
Die Premierenfeier in der Musikschule zog auch einige Eltern an und diese waren ganz begeistert von der liebevollen Herrichtung der Räumlichkeiten, dem leckeren (aus Chorwochenenden bekannten) Buffet und den tänzerischen Fähigkeiten des Chores. Denn wie auf den Chorfreizeiten oder der Tournee ließen wir es uns auch Samstag nicht nehmen tradt. Volkstänze zu tanzen. Die Großen halfen den Kleinen beim erlernen unbekannter Schrittfolgen und auch die Chorleiterin, Frau Fischer selbst, stieß nach dem Besuch der offiziellen Premierenfeier vor dem Domstufen dazu und schwang ihr Tanzbein. Gegen 2 Uhr, nach einer gemeinschaftlichen Aufräumaktion, verließen die Letzten die Feier. Ein erfolgreicher Tag ging seinem Ende entgegen. Am nächsten Abend musste man ja fit sein, denn die berüchtigte zweite Vorstellung stand bevor. Doch auch diese verlief einwandfrei. Die Regisseurin Rosamund Gilmore bedankte sich nocheinmal herzlich bei uns für unsere Disziplin und Leistungsbereitschaft. Sie wünschte uns einen schönen Restsommer mit dem „Messias“. Noch 10 Vorstellungen und dann startet schon das nächste Projekt – „La Boheme“ am Theater Erfurt.
Die Generalprobe für den „Messias“ auf den Domstufen fiel sprichwörtlich ins Wasser. Gut 1500 Besucher hat sich versammelt und waren mit Regencaps und Decken bewaffnet. Sie waren also bereit den Naturgewalten zu trotzen. Josepha sollte an diesem Abend die einzige von unserem Chor sein, die zu ihrem Auftritt kommen sollte. Denn sie eröffnet mutig das Geschehen mit einem a capella „Hallelujah“. Allein vor über 1000 Zuschauern auf die Bühne zu gehen, dazu gehört schon einiges. Der Opernchor folgte ihr im Bus, doch die Gefahr für die Tänzer, den Chor, die Solisten und Kostüme (insbesondere die Perücken) war so groß, dass der Generalintendant Guy Montavon die Generalprobe nach wenigen Minuten unterbrach. Er bat das Publikum um Verständnis und zauberte wieder ein Lächeln auf ihre Gesichter, als er sie darauf hinwies, dass der „Messias“ konzertant, für Chor und Solisten unter Zelten, weitergeführt würde. Diese Variante enthält leider nicht die Mitwirkung des Kinderchores und doch begrüßten wir diese Entscheidung, da wir durch die Proben schon längst wussten, wie sich das gesamte Ensemble über die Domstufen bewegen sollte. Im Regen eine reine Utopie. Die meisten Eltern saßen in dieser verregneten Vorstellung und so kam Frau Fischer auf die grandiose Idee doch einfach mit den Kindern Eis essen zu gehen. So strahlende Gesichter sah man auf dem gesamten Gelände nicht, doch die Kinder waren hocherfreut darüber abends um 10 Uhr mit Freunden Eis essen zu gehen. Wir teilten uns einen riesigen Familienbecher, sprachen über unsere Ferienerlebnisse und sorgten somit dafür, dass keine Traurigkeit aufkam sondern Freude auf die nächsten trockenen Vorstellungen.
Trotz Regen immer eine gute Idee Auf die Plätze fertig losDer Tatort oder doch nur das Opfer?
Photos: PKJC/Stephan Mahn und Kathleen Kresse (mit Handy)
Es ist mittlerweile eine Tradition, dass der Chor zu Konfirmationen und ähnlichem singt, zumindest wenn es Chorsänger betrifft. Letzten Samstag trat Camilla, unsere Nachtigallensolistin, mit ihrer Lebenswende ihre Existenz als Jugendliche an. Teile des PKJC wollten sich das nicht entgehen lassen und machten sich gegen 9 Uhr auf nach Etischleben nähe Arnstadt. Dort gestalteten wir den Beginn der Feier sowie die Eröffnung des Buffets musikalisch. Danach genossen wir bei einer kleinen Brotzeit die Sonne und machten uns frohen Mutes auf zurück nach Erfurt wo schon die nächste Mission auf uns wartete – das basteln der „Messias“ Premierengeschenke, Vorbereitung der PKJC Premierenfeier in der Musikschule und am späten Abend die Premiere selbst!
Lustige PicknickgesellschaftDer Organisator des Events - Clemens W.
Einsingen und Probe in der MusikschuleGerücht - Gerücht oder.......ein hinterhältiger Überfall?!Auf jedenfall ein großer Spaß vor Beginn der Hauptprobe 2.
Photos: PKJC/Vincent Müller & Stephan Mahn
Der Gemeinschaftsblog der Chorakademie Erfurt und der schola cantorum weimar.