Am 22.06. lädt der PKJC alle Verwandten, Ehemaligen und PKJC-Liebhaber ganz herzlich zum 3. Musikalischen Sommerspaziergang ein.
Seit Monaten proben alle Teilchöre fleißig am diesjährigen Sommerprogramm.
Von kranken Giraffen, zweisprachigen Windmühlen über orthodoxen Kirchengesang bis hin zur Wahl des Bräutigams ist alles dabei und es verspricht ein schöner Nachmittag mit dem PKJC und allen lieben Freunden zu werden.
15 Uhr singen Spatzen- und Nachwuchschor in der Michaeliskirche
16 Uhr singt der Kinderchor in der Brunnenkirche
17 Uhr singt der Jugendchor in der Severikirche
Leitung: immer und überall Cordula Fischer
Die zur Tradition gewordene Konzertidee geht in die dritte Runde – Chor und Publikum spazieren nach den einzelnen Konzerten gemeinsam zum nächsten Konzertort.
Einfach der roten Masse oder aber auch den extra gebastelten wegweisenden Schildern folgen.
Also: Kommet in Scharen und füllet die Kirchen. Wir freuen uns!
Ihr lieben Blog lesenden PKJC-Begeisterten, es ist immer wieder schön, wenn man mit ehemaligen Sängern über ihre Zeit im Chor spricht und sie begeistert von der ein oder anderen Erinnerung erzählen, die zwar eigentlich schon lange her ist und es sich trotzdem so anfühlt als wäre es gestern gewesen. Mir machen solche Gespräche viel Spaß, denn man lacht gemeinsam und denkt zusammen an „alte“ Zeiten zurück. Doch lest selbst, was Lydia W. so aus dem Nähkästchen plaudert.
Lydia W. im Kreise ihres Chores.
Dokuteam: Welches ist deine Lieblingserinnerung an den PKJC? Lydia W.: Die meisten Lieblingserinnerungen sind auf Chorfahrten oder -freizeiten entstanden. Aber bei einigen besteht wahrscheinlich das Risiko auch nachträglich noch (natürlich auf Kosten der Eltern) nach hause geschickt zu werden. Also werde ich die mal lieber nicht erzählen…
Ansonsten begeistern mich immer wieder die Dinge von denen es am Anfang so aussah, als ob sie unmöglich wären, und wir sie am Ende doch ziemlich gut gemeistert haben. Zum Beispiel ein Konzert in Nürnberg. Wir sind, aufgrund eines Staus, erst eine Stunde vor Konzert/Gottesdienstbeginn an der Kirche angekommen. Und dann mussten wir uns noch einsingen, in der Kirche ansingen, das Piano aufbauen, Stühle stellen, Programmhefte verteilen, uns umziehen und es waren noch Würstchen für uns vorbereitet worden, die gegessen werden wollten. Die Zeit war wirklich knapp! Aber wir haben es geschafft und das Konzert war wirklich gut!
In einem anderen Konzert stand ich mal wieder in der letzten Reihe ganz außen. Die Kirche war ziemlich groß und man hatte uns ein Podest im Altarraum aufgebaut. Aber wir mussten uns ziemlich eng stellen um alle draufzupassen. In der ersten Hälfte des Konzertes ging auch alles gut, doch später war für mich kein Platz mehr auf dem Podest und ich musste mich in das Chorgestühl stellen. Beim vorletzten Stück ist den Bässen dann aufgefallen, dass ich irgendwie komisch stehe und sie haben angefangen Blödsinn zu machen. Ich musste im letzten Stück so lachen, das ich nicht mehr singen konnte!
Ich habe noch eine Anekdote von der Italientournee: Wir waren in Italien unterwegs und haben die Matthäuspassion gesungen. Für ein oder zwei Tage hatten wir einen Fremdenführer. Irgendwann waren wir irgendwo wo ein paar belegte Brote für uns vorbereitet worden waren. Ich weiß nicht was für Kinder dieser Mann kannte, aber er war sehr erstaunt als wir auf unsere Chorleiterin warteten und uns erst nach einem gemeinsamen Lied auf das Essen stürzten.
Dokuteam: Warum sollte man sich den PKJC nicht entgehen lassen? Lydia W.: Weil man eine Menge netter Leute kennenlernt und mehrstimmig singen in einem guten Chor halt viel mehr Spaß macht, als allein unter der Dusche! Mal ehrlich: ich hätte meine beste Freundin nie kennengelernt, ich hätte mir nie freiwillig eine Oper angetan (heute gehe ich gerne mal in die Oper), ich würde wahrscheinlich Bach nicht von Debussy und Buchenberg unterscheiden können, ich hätte den Unterschied zwischen Tenor und Bass wahrscheinlich 3 Minuten nach dem Musiktest vergessen, ich könnte keine Polka tanzen, hätte nicht so viele Kirchen von innen gesehen, ich könnte ohne die Erklärungen von Frau Fischer Senior wahrscheinlich gerademal Barokkirchen von “den anderen halt” unterscheiden können. Für mich war der PKJC immer eine Art “Chorfamilie”. Man lernt echt eine Menge, und hat ziemlich viel Spaß zwischendurch!
Dokuteam: Inwieweit hat der PKJC dein Leben beeinflusst/verändert/geprägt? Lydia W.: Damals hat er mich insofern beeinflusst, als das ständig irgendetwas los war. Proben, Auftritte, Anproben… Ich habe dort einige wichtige Dinge gelernt. Zum Beispiel das man nicht aufgibt nur weil es einem schwerfällt etwas zu lernen. Denn wenn man es dann kann macht es doppelt so viel Spaß und man ist mit Recht stolz darauf. Im Chor habe ich gelernt zu lächeln und fröhlich auszusehen, auch wenn ich müde war oder ein Schuh gedrückt hat. Schließlich will sich keiner ein Konzert von halbschlafenden und geknickten Kindern und Jugendlichen anhören und auf der Bühne im Theater erst Recht nicht! Das hilft mir in meinem Beruf gerade ziemlich viel.
Dokuteam: Wann vermisst du den Chor am meisten? Lydia W.: Wenn mir die Melodie von einem Chorstück durch den Kopf schwirrt und keiner in der Nähe ist der das Lied auch kennt und mitsingen könnte. Und wenn ich in meiner neuen Heimatstadt nicht allein in die Oper oder ein Konzert gehen möchte.
Wir haben es geschafft wir sind unter den 10 Chören die es ins Finale geschafft haben. Mit über 10000 Stimmen für uns geht der Abstimmmarathon Teil 1 zu Ende.
Jetzt muss man nicht mehr täglich abstimmen, sondern kann nur noch einmal pro E-Mailadresse abstimmen. Das heißt:
1.Abstimmen!
2.Andere zum Abstimmen anstiften!
3. Den PKJC als Chor des Jahres feiern!
14 Tage sind vorbei, 14 Tage folgen noch. Bei der Abstimmung zum TLZ-Chor des Jahres 2013 ist Halbzeit.
Jeder von uns hat sie erlebt in den letzten beiden Wochen, diese Momente. Beim Einkaufen, in der Chorprobe, mitten in der Nacht, im Zug oder in der Straßenbahn, beim Arbeiten, immer wenn man den Computer angemacht hat: Den Gedanken daran, dass man heute noch für den PKJC abstimmen möchte! Gut 7000 Stimmen haben wir so gesammelt. Und wenn wir einmal über Fakten reden, lohnt sich ein kleines Zahlenspiel. Seit 14 Tagen läuft die Wahl, seit knapp 14 Jahren leitet Cordula Fischer den PKJC, das passt doch wunderbar zusammen. Könnte sein, dass die 14 im Moment unsere Glückszahl ist, das heißt am Ende der ersten Abstimmungsphase haben wir bestimmt mindestens 14.000 Stimmen für unseren Chor zusammen. Ambitioniertes Vorhaben? Ja, aber wir wären nicht der PKJC, wenn wir diese Herausforderung nicht bewältigen würden. Also dann, stimmen wir weiter fleißig ab.
… Proben ist so schön. Das sind die beiden Pole zwischen denen sich der Kinderchor derzeit in Dörnfeld bewegt. Beinahe stündlich wechseln die 34 Sänger zwischen Drinnen und Draußen, zwischen Schneehose und Notenmappe, zwischen Aufmerksamkeit zur Dirigentin und Aufmerksamkeit auf die Schneebälle der Mitsänger. Und zwischendurch gibt es dann sogar noch Kuchen, den Familie Langer gebacken hat.
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Photos: PKJC/Vincent (mit dem Handy, daher die Qualität)
Wir scheuen keinen Aufwand und haben uns deshalb auf den Weg an die Ostsee gemacht um ein weiteres Ehemaligen-Interwiev zu führen. Schauen wir mal, was Maria H. so über den PKJC zu berichten hat.
Maria freut sich.
Dokuteam: Welches ist deine Lieblingserinnerung an den PKJC? Maria H.: Meine Lieblingserinnerung ist von der Bulgarienreise. Als wir nach knapp 30 Stunden Busfahrt die letzte Fähre über die Donau erwischt hatten und endlich die bulgarische Grenze passiert hatten, hielten wir für eine kurze Pause. Trotz nachtschlafender Zeit begann der Chor auf dem leeren Parkplatz „A jele wi“ (keine Ahnung wie das geschrieben wird;-) ) und andere Singspiele zu veranstalten und alle waren motiviert für das letzte Stück der Reise.
Dokuteam: Warum sollte man sich den PKJC nicht entgehen lassen? Maria H.: Der PKJC ist einer der besten Chöre in Thüringen und eine lebendige Chorgemeinschaft die Freude am Singen vermittelt. Außerdem hat der PKJC die schönste Chorkleidung!
Dokuteam: Inwieweit hat der PKJC dein Leben beeinflusst/verändert/geprägt? Maria H.: Ich durfte tolle Reisen mit dem PKJC unternehmen und habe nicht nur viele Städte kennengelernt, sondern auch Freunde gefunden die mein Leben auch jetzt noch begleiten. Außerdem hat mich die Chorzeit in meinem Berufswunsch gestärkt und in meiner täglichen Arbeit als Logopädin profitiere ich immernoch von den Erfahrungen als Sänger und Betreuer des PKJC.
Dokuteam: Warum sollte der PKJC TLZ-Chor des Jahres werden? Maria H.: Der PKJC hat sich in den letzten Jahren zu einem großen Chor entwickelt, der vielfältige musikalische Aufgaben hat und über die Landesgrenze von Thüringen hinaus bekannt es. Der PKJC sollte TLZ-Chor werden damit noch mehr Menschen diesen tollen Chor kennenlernen und der PKJC sie mit seiner Musik erfreuen kann.
Ihr habt von Maria gehört, warum wir gewinnen sollten, also bleibt fleißig bei der Sache und vergesst das tägliche Abstimmen nicht!
Ehemalige Sopranistin, Herrscherin über die Globulis und immernoch PKJC Unterstützerin in allen Lebenslagen. Heute sprechen wir mit Kathi K.
Dokuteam: Was ist deine Lieblingserinnerung an den PKJC? Kathi K.: Ist das dein Ernst? Nur eine Erinnerung? Mir fallen Tausende ein: – afrikanische Tänze vor einem italienischen Restaurant in Weimar – 40 Stunden Busfahrt nach Bulgarien – Konzert in einer mit Sand gefüllten Kirche in Hannover – Proben für den gestiefelten Kater auf einer Burg, überhaupt Theater aller Art: angeklebte Bärte bei Cuba Libre, Im Nachthemd auf der Bühne beim Rosenkavalier, als tanzende Frösche beim Kind und die Zauberdinge – Tanzen auf einem bayrischen Volksfest mit Christopher Peyerl
Dokuteam: Warum sollte man sich den PKJC nicht entgehen lassen? Kathi K.: Mann sollte sich den PKJC nicht entgehen lassen, weil der PKJC… – tolle Literatur singt – eine geniale Gemeinschaft ist – Spaß macht – verrückt ist – von Frau Fischer geleitet wird – süchtig macht, im positiven Sinne
Dokuteam: Inwieweit hat der PKJC dein Leben beeinflusst/verändert/geprägt? Kathi K.: Diese Frage lässt sich mit am Leichtesten beantworten. Seit dem 20.3.2012 bin ich mit Vincent verlobt. Uns als Paar hätte es nie gegeben und würde es nicht mehr geben ohne den Chor. Ich würde soweit gehen zu behaupten, dass der Chor uns zu dem gemacht hat was ich heute bin/wir heute sind.
Dokuteam: Warum sollte der PKJC TLZ-Chor des Jahres werden? Kathi K.: Am Einfachsten wäre zu sagen, wir wären einmalig. Das stimmt sogar. Die Gemeinschaft ist klasse. Ich habe noch nie einen Chor getroffen, der so zusammenhält.
Auch Ehemalige denken immer wieder gerne mit einem Lächeln an ihre aktive PKJC Zeit zurück und helfen wo sie können. Sei es als Sänger auf Tourneen, Betreuer auf Chorlagern oder ganz aktuell beim tatkräftigen unterstützen des PKJC zum TLZ-Chor des Jahres. Wir haben mit einem von ihnen gesprochen.
Dokuteam: Was ist deine Lieblingserinnerung an den PKJC? Anton L.: Meine Lieblingserinnerung vom PKJC, sofern ich zwischen dieser Fülle von Erfahrungsschätzen wählen muss, ist sicher das erste „Barfusskonzert“. Auf einer Sommertournee machten wir Station in Hannover in einem, zur Garten Eden-Kirche umgestalteten, Gotteshaus. Dort standen wir nun im warmen Sand, um uns herum tropische Gewächse und mit in einer sehr gedämpften Lichtinstallation. So entschied Frau Fischer kurzfristig, auf allgemeine Begeisterung stoßend, in Konzertkleidung, also Weste mit adretter Hose oder langem Kleid, aber ohne Schuhe zu singen. Das war ein besonderes Erlebnis und noch heute redet man ehrfürchtig vom Ersten, und bis jetzt leider Einzigen, „Barfusskonzert“.
Dokuteam: Warum sollte man sich den PKJC auf keinem Fall entgehen lassen? Anton L.: Zu allererst sehe ich den Chor ja als ehemaliges Mitglied, deswegen kann ich jedem, der noch in den Altersrahmen passt, nur empfehlen sich dieser Gemeinschaft anzuschließen. Wenn man sucht, findet sich jede Menge Spaß, man wird positiv gefordert, schafft gemeinsam etwas und lernt sprichwörtlich Freunde für´s Leben kennen. Doch auch als Zuhörer hat man etwas davon, schließlich, kann man, altersunabhängig, all das bei den Konzerten hören und erleben.
Dokuteam: Inwieweit hat der PKJC dein Leben verändert/beeinfluust/geprägt? Anton L.: Ohne den PKJC, wäre ich nicht der, der ich bin. Besser kann ich das nicht
Auf der Suche nach neuen Wegen in der Chorarbeit – Cordula Fischer
In unserem Chor gibt es viele engagierte Menschen. Dokuteamer, T-Shirt-Designer, Plakataufhänger, Ansager, Spendensammler, Chorpaten, Fotografen, Organisatoren, Aufnahmeleiter, Korrepetitoren und noch mehr. Aber es gibt eine Person, die alles zusammenhält, ohne die unsere Chorarbeit nicht funktionieren würde. Das ist unsere Chorleiterin Cordula Fischer. Die gebürtige Nürnbergerin sang einst im dortigen Kinderchor (unter anderem auch Hänsel & Gretel), bevor es sie an die Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar verschlug. Schon während ihres Studiums begann Cordula Fischer unseren Chor zu leiten. Seit nun fast 14 Jahren (seit 1999) probt sie mit Sängern von 5 – 23, fährt auf verschiedenste Chorlager, betreut Proben und Aufführungen am Theater Erfurt und sucht neue Chorliteratur. Aber sie wäre nicht unsere Superchorleiterin, wenn sie nicht nebenbei noch tausende andere Aufgaben erledigen würde: zum Beispiel Busse organisieren und mit Busfahrern verhandeln, für jedes Chorsängerproblem ein offenes Ohr haben, den Chor bei 40 Stunden Busfahrt bei Laune halten, das Mitdirigieren von Anweisungen wie „Lächeln, bitte!“, das Betreuen von Chorwebsiten und das Schreiben von Elternbriefen, das Einsammeln von Erklärungen von Erziehungsberechtigten (und in dem Zusammenhang immer wieder erklären, warum denn jetzt immer Schwimmer/Nichtschwimmer abgefragt wird) und das Einführen und Bewahren von Chortraditionen wie das Chortagebuch.
100 m Stoff auf zwei Rollen, wurden abgerollt, ausgemessen und wieder aufgewickelt. Das reicht für 185 Westen oder 100 Kleider, also eine ganze Menge neue Chorsänger. Die starken Mädchen die sich darum gekümmert haben, waren Helena und Emily.
Übrigens, nicht nur unser Chor kann wachsen, sondern auch die Anzahl unserer Stimmen auf tlz-chor.de.
Der Gemeinschaftsblog der Chorakademie Erfurt und der schola cantorum weimar.