In der Gäste-Etage, unserer Unterkunft gibt es kein Essen gestellt, sondern wir verpflegen uns selbst. Aber 74 hungrige Mäuler zu stopfen ist gar nicht so einfach. Da muss fleißig geschnippelt, umgerechnet und in vielen verschiedenen Töpfen gerührt werden, was sich als ganz schöne Herausforderung darstellt, denn es muss ja an alle Fleischesser, Vegtarier, Veganer und Menschen mit kompliziert benamsten Essgewohnheiten gedacht werden. Auch ist so einen Riesentopf umzurühren ein ziemlich Kraftakt. Doch durch viele kleine Heinzelmännchen unter fachkundiger Anleitung von Frau Philippi und Lydia, konnten sich die Probenden, die durch den Geruch angelockt wurden, mit Chili sin/con Carne stärken, ob scharf oder unscharf.
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Der Adel feiert denn Vincenz hat Geburtstag
Probe und Kürbissuppe
Nach unserer Zugabe haben wir die Kirche verlassen und einen großen frierenden blau-roten Menschenauflauf gebildet, bevor wir wieder in das Gemeindehaus gewatschelt sind. Dort haben wir uns umgezogen und Chormappen versteigert. Dann sind wir im Gänsemarsch zum Bus gegangen und haben die letzten eineinhalb Stunden Berlin gesucht.
Danach liefen wir zu unserer Unterkunft. Da sie im vierten Stock liegt hat sich unten vor dem Lastenaufzug eine Schlange gebildet – auch wenn dieser ewig brauchte, bevor er entschieden hat dass er nicht funktionieren will. Deswegen sind wir Treppen gestiegen und haben einen Kofferflickenteppich gebastelt.
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten und Decken und Bezüge bekamen, haben wir uns zum Essen getroffen. Es gab eine leckere Kürbissuppe von unserem Kochteam, die man vegetarisch, vegan oder mit Wurst essen konnte.
Zuletzt hatten wir unsere erste „Probe“ der Tournee, in der wir das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ übten, bevor wir uns langsam auf den Weg in die Betten machen.
Das fahrende Volk
Die schola mit dem PKJC als Gastchor begab sich heute nun endlich wirklich auf Tour. Auf der Fahrt, mit dem nicht ganz in die Reifenspuren seines Vorgängers passenden Mobby-Dick-Nachfolgers, wurde noch fleißig am Programm geputzt um sich für das neue Glockenjoch auch so richtig ins Zeug zu legen. Das fahrende Volk aus Weimar und Erfurt machte seine erste Station nämlich in der Spargelstadt Beelitz um ein Benefizkonzert zu singen. Vom Spargel sahen wir nichts, dafür wurden wir mit einem leckeren Schokokuchen-Kokoskuchen-Apfelkuchen-Käsekuchen-Donauwelle-Kartoffel-Kräuterquark-Käsestullen-Wurststullen-Spinatkuchen-Nudelsalat-Buffet herzlich empfangen. Aber als alle Kleidersäcke abgestellt waren, begannen selbige, nach Essen lechzend, erstmal mit der Stellprobe. 
Dementsprechend waren alle gewillt schnell fertig zu werden. Dann wurde sich endlich gestärkt, sich umgezogen und es ging los.
Ein stimmender klingender Raum Das erste Konzert unserer Berlintournee
Heute um 16:00 Uhr sangen wir unser erstes Konzert in der Stadtpfarrkirche „Sankt Marien und Sankt Nikolai“ zu Beelitz.

Klanggewaltig und differenziert verzauberten unsere Sängerinnen und Sänger die Konzertbesucher mit unserem vielfältigen Tourneeprogramm „StimmenKlangRaum“ aus geistlicher Chormusik, internationalen Volksliedern, Jazz, Rock und feurigen Madrigalen.
Besonders herzlich wurden wir von der Kirchengemeinde empfangen und aufgenommen. Ein großes Dankeschön sei hier noch einmal allen Helfenden gesagt.
Die Konzerteinnahmen werden zur laufenden Kirchenrestaurierung beitragen und werden dem Glockenjoch zu Gute kommen. Die Kirche hat uns einen wunderbaren Klang geschenkt. Wir hoffen, dass sie auch baulich wieder in vollem Glanz erscheinen wird.
Wir freuen uns auf viele weitere Konzerte und Begegnungen und sind „gut gestimmt“ und eingestimmt auf unsere Zeit in Berlin.
Endspurt Die letzen Proben vor Berlin
Mal wieder verbrachten die Jugendchöre des PKJC und der schola ein Wochenende in Dörnfeld. Neben endlosen Runden Tischtennis, Pausen im Sonnenschein (der Wettergott war das erste mal seit Langem gnädig und bescherte uns zwei Tage voller wunderbarem Spätsommerwetter) und abendlichen Vorleserunden wurde aber selbstverständlich auch hart geprobt.
Für die Sängerinnen und Sänger der Jugendchöre geht es nämlich schon übermorgen los, auf Herbsttournee nach Berlin. Und das erste Konzert findet nicht wie sonst nach ein zwei Tagen Eingewöhnungsphase, sondern direkt auf dem Hinweg statt. Damit das auch gut läuft, bestanden die Chorproben der letzten beiden Wochen, wie auch das Chorlager aus ganz viel Konzerttraining – der letzte Schliff an der schon länger bekannten Literatur, ein erneutes Töne-klar-Machen bei „den Russen“, dann schnell noch die Choreografie zum hebräischen Friedenslied einstudiert und den bisher ignorierten Schluss von französischen Volksliedern geklärt.
Das alles läuft jetzt und darum kann uns am Samstag nichts mehr aufhalten, wenn wir uns auf den Weg Richtung Bundeshauptstadt machen.
Und nebenbei: mit im Gespäck ist natürlich auch ganz viel Doku-Ausrüstung, um alle Zuhausegebliebenen an unseren Abenteuern teilhaben zu lassen.
Unicorn und Dragon eröffnen das Schultheater der Länder
Am Sonntag begann das 32. Schultheater der Länder, ein Festival, bei dem junge Theatergruppen aus ganz Deutschland zusammenkommen und sich eine Woche lang ihre Stücke präsentieren und miteinander Theater erleben, und der Kinderchor der schola cantorum sollte mit von der Partie sein.
Nicht als teilnehmende Theatergruppe natürlich, sondern als Teil der Eröffnungsveranstaltung, denn bei dem diesjährigen Festivalmotto Theater.Sprache durfte die Sprache der Musik natürlich nicht fehlen.
Und so machten sich knapp 70 gelbe Kleidersäcke mitsamt dazu gehörenden Sängerinnen und Sängern auf ins Theater Erfurt, wo das Festival stattfindet. Dort angekommen wurde bei einer Stellprobe zuallererst für jeden ein Platz auf der Bühne in Mitten von bunten Holzbuchstaben gefunden. Danach ging es ans Ein- und Ansingen und an das Austesten der Gulla-Bewegungen auf der großen Bühne. Nach einer kurzen Verschnauf- und Umziehpause war es dann auch schon so weit, und die offizielle Eröffnung begann. Zwischen Festreden, Clowns und Bundesländervorstellungen präsentierte der Kinderchor zuerst Gulla und dann The Unicorn und The Dragon und wurde schließlich vom gut gelaunten Publikum mit viel Jubel belohnt.
Kiwi, Kiwi, Kiwi. Kiiwi, Kiwi, Kiwi Die schola meldet sich aus der Sommerpause zurück
Das neue Schuljahr ist zwar erst drei Wochen alt, die schola hatte dennoch bereits zwei Auftritte.
Zuerst wirkten am 18. August 2016 einige motivierte Teile unseres Kinderchores bei der Eröffnung des wahrscheinlich schönsten Sonnendaches Weimars mit: Von Sängern und Eltern teils unbemerkt entstanden in der Notenbank Weimar – unserem Probenort – wunderbare Wohnungen, die alle Zugang zu einer das Dachgeschoss umrundenden Terrasse mit einem beeindruckenden Blick über die Stadt haben. Auf dieser Terrasse sangen unsere SängerInnen, begleitet von Johannes Janeck am Klavier.
Eine Woche später, am 25. August erklangen durch Teile unseres Kinder- und Jugendchores fruchtige, genudelte und international renommierte kulinarische Standards wie das vertonte Tischgebet „Aller Augen warten auf dich, Herre“ von Heinrich Schütz. Es galt, die Ausstellung „Sardellen Salat sehr gut“, eine Sammlung von Rezepten und Menükarten aus den Haushalten der Herren Goethe, Schiller, Nietzsche und Arnim, zu eröffnen. Die schola war mit großer Energie und Spaß an der Speise dabei, zauberte den Besuchern der Eröffnung ein Lächeln ins Gesicht, indem sie unter anderem eine beachtliche choreografische und musikalische Interpretation des neuen Chor-Kollektiv-Ohrwurms „Fruit-Canon“ (Text: „Mango, Kiwi, Ananas, Banane, uh“) zum Besten gab.
Damit sind zwei sehr spontan zu Stande gekommene Konzerte erfolgreich gesungen worden. Nun freuen uns auf ein neues Chorjahr voller schöner Projekte, Chormusik, Spaß, Obst und Tee.
Pettersson und Findus Ein später Bericht über Weihnachtsmusik im Juni
In der letzten Woche vor den Sommerferien war auch die schola noch fleißg, denn knapp 40 Sängerinnen und Sänger durften bei einem besonderen Projekt mitwirken: Codename „Pettersson und Findus“.
Die bekannte schwedische Kinderbuchreihe soll dieses Jahr schon zum zweiten Mal für die große Leinwand adaptiert werden. Der Film an sich ist abgedreht, aber ein wichtiger Teil fehlte noch: die Musik. Und zu der durfte die schola ihren Teil beisteuern. Nach einigen Proben, bei denen wir zuerst nur mit Entwürfen des Komponisten arbeiteten, denn an Filmmusik wird, wie wir lernten, oft noch bis zuletzt gearbeitet, trafen wir uns am Donnerstag vor den Ferien in der Weimarhalle. Wir bekamen Kopfhörer, über die wir das Orchester, das vor uns am selben Tag eingespielt worden war, hören konnten und zeigten dem Komponisten, dem Regisseur und den Tonmeistern im Nebenraum was wir geprobt hatten. Nach unseren ersten noch recht zögerlichen und von der vielen Technik ein wenig eingeschüchterten Versuchen, leisteten Regisseur und Komponist mit beherzten Tanzeinlagen alle Arbeit, und der Chor wurde lockerer und hatte mehr und mehr Spaß an der Musik. Als wir dann aufgefordert wurden, beim nächsten Durchgang statt zu singen laut zu klatschen und zu jubeln, wichen auch die letzten Zweifel schnell einer ausgelassenen Stimmung.
Trotz allem Spaß geht es bei Musikaufnahmen natürlich aber auch immer um Präzision, und so wurde wiederholt, verbessert, verändert und jeder Versprecher geahndet, bis alle zufrieden waren. Das Ergebnis ist in der Weihnachtszeit im Kino zu sehen und natürlich vor allem zu hören. Der Veröffentlichungszeitpunkt verrät übrigens auch einiges darüber, was genau wir eigentlich eingesungen haben: zu Weihnachtsfilmen gehört nämlich natürlich Weihnachtsmusik. Auch im Juni.
Musikalisches Sommerfest der Nachwuchsensembles
Nach dem großen Festival in Weimar sind einige Wochen vergangen, in denen alle Chöre natürlich weiter fleißig an ihren Programmen gearbeitet haben. So auch die Vorbereitungs- und Nachwuchschöre. Diese sollten nun vor Beginn der Sommerferien noch einmal die Chance haben, ihren Familien und Freunden ihr Können zu präsentierten. Bei einem musikalischen Sommerfest in der Notenbank stellten die Sängerinnen und Sänger vor, was sie in der Zeit seit der Aufführung der Käsekantate in der Weimarhalle gelernt und erarbeitet hatten. Doch auch das Pubikum durfte mitmachen, etwa bei einer Stampf/Klatsch/Schnips-Version von Bruder Jakob oder am Ende des allbekannten Zauberlehrlings. Nach dem Konzert durften alle Zuhörer außerdem noch einige Chortänze kennenlernen, und so wurde in großer Runde Wasser geschöpft, mit dem Letkiss durch den Saal gehüpft und sich am Hochzeitstanz probiert. Ein wunderbares Buffet aus Kuchen, Keksen und Obst rundete den Nachmittag ab.












