6. Musikalischer Sommerspaziergang – Alle Jahre wieder…

Am letzten Samstag fand in Erfurt zum sechsten Mal der musikalische Sommerspaziergang statt. Wie jedes Jahr veranstaltete jeder Teilchor ein eigenes Konzert und das Publikum zog dabei von Kirche zu Kirche. Eingeladener Gastchor war die schola cantorum weimar, die gemeinsam mit dem Jugendchor des PKJC’s auftrat.

Nachdem alle Buffetbeiträge abgegeben und alle Chorsänger eingesungen waren, eilten sowohl Gäste als auch die Mitglieder der unterschiedlichen Teilchöre zur Brunnenkirche, wo das erste Konzert stattfinden sollte. Ebendieses wurde vom Spatzenchor gestaltet, der, trotz kleiner Besetzung, die Konzertbesucher mit Musik aus aller Welt begeisterte. Die 12 Sänger wurden dabei ab und an vom Nachwuchschor unterstützt, der dann mit seinem eigenen Programm fortfuhr.

Danach begann die große Wanderung durch Erfurt. Angeleitet von den Sängern des PKJC’s begaben sich alle in die Reglerkirche, wo die letzten beiden Teilchöre auftraten. Den Anfang machte hier der Kinderchor, der mit Liedern wie „Can you hear me?‘“ von Bob Chilcott viel Beifall vom Publikum erntete. Nach einer kurzen Pause, in der kalte Getränke gereicht wurden, trat der Jugendchor des PKJC’s mit den Sängern der schola cantorum weimar auf und schloss den Konzertzyklus mit einer überzeugenden Vorstellung.

Das gute Wetter, was schon den Gang von der Brunnenkirche zur Reglerkirche enorm erleichtert hatte, blieb Gott sei Dank erhalten und die Sommerfeier des PKJC’s im Hof der Musikschule konnte beginnen. Es wurde vom großartigen Buffet gegessen, viel geredet und viele Stunden getanzt. Und so kam auch der sechste Sommerspaziergang des PKJC’s zu einem harmonischen Ende.

IMG_5071 (Medium) IMG_5074 (Medium) IMG_5085 (Medium)

IMG_5102 (Medium) IMG_5174 (Medium) IMG_5280 (Medium)

IMG_5325 (Medium)  IMG_5360 (Medium) IMG_5388 (Medium)

IMG_5449 (Medium) IMG_5479 (Medium) IMG_5484 (Medium)

Die Wahrheit übers Teleskop Die schola und das Leben des Galilei

Steht die Erde still? Oder die Sonne? Und wenn es tatsächlich die Erde ist, die sich bewegt, warum fallen die Menschen dann nicht runter? Was sagt die Kirche dazu? Und wer ist es eigentlich, der sich anmaßt zu behaupten, der Mensch sei nicht Zentrum des Universums?

Die Antwort auf die letzte Frage ist einfach: der Herr heißt Galileo Galilei und es ist sein Leben, das erzählt werden soll. Der Schauspieler Thomas Thieme liest dazu das Theaterstück von Berthold Brecht, begleitet von Kontrabass, Mundharmonika, Flöte, Klarinette, Klavier und natürlich knapp 60 Sängerinnen und Sängern der schola cantorum. Wir stampfen, pfeifen, tuscheln, rufen und singen und sind dabei mal für und mal gegen Galilei und seine Entdeckungen, mal ausgelassen und fröhlich, und mal überrascht oder verurteilend und vorwurfsvoll. Damit das alles so klappt haben wir schon zwei szenische Proben hinter uns und schon morgen ist die Generalprobe. Danach sind am Donnterstag dem 9. und am Sonntag dem 12. Juni jeweils eine Vorstellung in der Redoute, bei denen das Ergebnis unserer Vorbereitungen bewundert werden kann.

Ulrichshalben: Klappe die Fünfte

Wieder einmal durften wir im gemütlichen Ulrichshalben zu Gast sein. Diesmal waren nicht nur die beiden Jugendchöre aus Erfurt und Weimar, sondern auch der Jugendkammerchor mit dabei. Schon  am Vormittag wurde noch fleißig im Kulturgut geprobt, denn es stand noch ein neues Stück auf dem Programm. Doch nachdem alle Unsicherheiten beseitigt waren, wir uns mit der Flötengeige  und dem Klavier eingestimmt hatten, eine stärkende und zur Völkerverständigung beitragende Mittagspause genießen durften und nach einer ausgedehnten Stell- und Ansingeprobe, schritten wir frohen Mutes zum Konzert. In kuscheliger Atmosphäre verging es wie im Flug und es hieß für viele schon wieder Abschied nehmen. Der eine Teil verweilte zum gemütlichen Beisammensein im Kulturgut, der andere kämpfte sich durch kurze und vor allem leichte Schauer zum Bahnhof um die Heimreise anzutreten. Hauptsache alle bleiben gesund, denn nächstes Wochenende geht es direkt weiter mit dem Sommerspaziergang in Erfurt (siehe Termine).

Was macht eigentlich der Newkammerchor der schola cantorum?

Wir, der Jugendkammerchor der schola cantorum weimar, proben zwar „schon“ seit diesem Schuljahr regelmäßig wöchentlich in der Weimarer Notenbank, haben uns aber noch nicht jedem persönlich vorgestellt, weshalb wir das jetzt in aller Form nachholen.

Momentan sind wir acht singeverrückte schola-JugendchorsängerInnen , die eine zusätzliche Probe seelisch und musikalisch durchstehen und Freude am Singen in kleiner Besetzung haben. Wir haben bereits in mehreren Konzerten der schola cantorum weimar mitgewirkt und im Januar ein Musikvideo zur wahrscheinlich finnischen Winterweise „Ratiriti ralla“ produziert.

Eine Mitgliedschaft bei uns unterstützt die Entwicklung fundamentaler Fähigkeiten und Fertigkeiten, wie das Singen in komprimierter Besetzung und Konzertpräsenz. Manch einer lernt auf unseren Chorwochenenden sogar, wie man eine Mikrowelle korrekt bedient, mit welcher Seite des Handtuchs man das Geschirr besser abtrocknen kann, dass vier Packungen Nudeln sehr wohl für acht hungrige SängerInnen genügen und dass der Artikel der/des Nutella(s) unbestimmbar bleibt.

Im zweiten Halbjahr haben wir ein eigenes Konzertprogramm erarbeitet, dass wir in drei Konzerten präsentieren (siehe Rubrik „Termine“). Mit dem Konzertformat „Bring your Kissen“ wenden wir uns an jugendliche MitbürgerInnen, sowie schola- und PKJC-JugendchorsängerInnen. In diesem Konzert singen wir bei stimmungsvoller Atmosphäre, Alnatura-Tee und stilvoller Beleuchtung anspruchsvolle Werke unterschiedlichster Art. Eine genaue Konzertbeschreibung findet ihr ebenfalls unter „Termine“.

Wir danken Lutz Edelhoff für unser wunderbares neues Pressefoto, das in diesem Artikel bewundert werden kann.

Die nächsten Termine des Jugendkammerchores:

Und wie lange bist du schon raus?

Was passiert wenn sich 15 ehemalige Sängerinnen und Sänger des PKJC und der schola in Dörnfeld treffen?

Eigentlich alles was man auf einem ganz normalen Chorlager auch erwarten würde. Man spielt Uno, probt (allerdings mit mehr Männerstimmen als sonst), tanzt, isst, schreibt Chortagebuch, fährt Seilbahn und schläft. Die Getränkeauswahl hat sich ein wenig geändert und auch die Gesprächsthemen sind etwas anders. Es geht um Studien- und Berufswahl (drei Informatiker, drei Theaterwissenschaftler und eine Chorleiterin), die Suche nach neuen Chören (schwierig, wenn man nicht beim Kammerchor Michaelstein landet) und um alles andere was Charlotte L. die Anwesenden fragt.

Der Chor der Ehemaligen ist morgen (Pfingstmontag, 16.05.) ab ca. 11:30 Uhr Nähe Wenigemarkt beim Straßensingen zu hören.IMG_0027 IMG_0078 IMG_0040 IMG_0101 IMG_0083 IMG_0108 IMG_0148 IMG_0114 IMG_0160

Der dritte Festivalpodcast


Mit dem Aufruf des Videos erklärst Du Dich einverstanden, dass Deine Daten an YouTube übermittelt werden und das Du die Datenschutzerklärung gelesen hast.

Der Podcast vom Samstag. Leider gab es ein kleines Missgeschick im Dokuteam, weshalb ich das Material für den Podcast von Sonntag noch nicht vollständig habe. Daher werdet ihr euch leider noch ein wenig gedulden müssen…

Ein Geburtstagsständchen – oder – Der Jugendchor hält durch

Nach der Verabschiedung der Gastchöre war für den PKJC der Sonntag noch nicht ganz zuende. Wir hatten am Nachmittag nämlich noch die Aufgabe, unterstützt von ein paar standhaften schola Sängern, bei der Geburtstagsfeier von Chorgroßeltern ein Ständchen zu singen und uns so für ihre langjährige großzügige Unterstützung des Chores und der Tourneen zu bedanken. Und der PKJC wäre nicht der der PKJC, wenn er nicht selbst nach drei Tagen Festival noch irgendwo Energie und Motivation fände, auch dieses Konzert zu meistern. Noch einmal wurden Sing Sing Sing und Ophelia getanzt (und das teilweise auf einer Treppe und mit der Sonne im Gesicht, also mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad) und mit Durme ein Kind in den Schlaf gewiegt. Nachdem damit der letzte Programmpunkt geschafft war, traten auch wir die Heimreise an.

Der Sonntag

Nach einer für die meisten sicher recht kurzen Nacht begann der letzte Tag des Festivals in drei Kirchen Weimars. Dort waren die Gastchöre aus Italien, Ungarn und Limburg eingeladen, zur musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes beizutragen. Dies lockte nicht nur die üblichen Kirchengänger, sondern auch einige Sänger und Sängerinnen aus schola und PKJC an, die die Chance nutzen, unseren Gästen ein letztes Mal zuzuhören.

Danach trafen sich alle Beteiligten des Festivals im Schlosshof, um beim gewitzt betitelten „Schluss im Schloss“ das Festival abzuschließen. Dabei wurde das offizielle Festivalbanner versteigert, den Chorleitern und -betreuern gedankt und alle Chöre durften noch einmal gemeinsam singen. Vor allem Sing Sing Sing kam so gut an, dass wir es zur Freude des aus Eltern und schaulustigen Touristen bestehenden Publikums gleich zwei mal vorführten.

Anschließend war es Zeit, die Gastchöre zu verabschieden. Und das passierte natürlich nicht irgendwie, sondern mit dem Reisesegen An Irish Blessing, den wir vor den Bussen der Gastchöre sangen und in den sogar einige von ihnen begeistert einstimmten. Nach vielem Winken und Bussen Hinterherlaufen waren dann alle in ihre Heimat entsandt und das Festival war offiziell zuende.

Hinter uns liegen vier wunderbare, sonnige, fröhliche, anstrengende, erinnerungswürdige, musikalische Tage. Wir durften  unseren Gästen zuhören, uns selbst präsentieren und alle gemeinsam musizieren. Wir haben neue Traditionen und Rituale kennengerlernt und unsere eigenen weitergegeben, haben neue Menschen getroffen und Freundschaften geschlossen. Alles in allem haben wir ein großartiges Festival gefeiert, über das wir noch noch oft sprechen werden und das uns allen noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Schluss im Schloss / Closing at the castle

Wie alle schönen Dinge neigte sich auch das Chorfestival langsam aber sicher seinem Ende zu. Circa 500 Sänger fanden sich bei traumhaftem Wetter zum Open-Air-Konzert im Stadtschloss zusammen, um zum letzten Mal die gemeinsamen Werke zu präsentieren. Dabei dirigierte jeder (Gast-)Chorleiter das von ihm mitgebrachte Stück, auch wenn sie ihre Arme oft sehr strecken mussten, um auch von den Sängern aus den letzten Reihen gesehen zu werden. Diese Herausforderung meisterten aber sowohl Dirigenten als auch Chorsänger problemlos, sodass auch dieses Konzert ein voller Erfolg wurde.

Im Anschluss kehrten alle ins mon ami zurück und die Gäste stärkten sich mit einem Imbiss für ihre Reise nach Hause. Wenig später kamen auch schon die ersten Busse an und nachdem alle Gepäckstücke verladen worden waren, wurde jeder Gastchor mit einem Lied verabschiedet. Wir wünschen eine gute Reise und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!


As all good things come to an end, the festival slowly but surely came to its conclusion. About 500 singers gathered at the castle’s yard for an open air concert in the beautiful weather to present the shared choir works for one last time. Each choirmaster conducted the piece they had put forward, tough they had to really stretch their arms to be seen even by those singers who were standing in the last rows. However, this challenge was mastered by both conductors and singers, so the concert was a huge success.

Shortly after, everyone returned to the Mon Ami to grab a quick bite for the following journy back home. The busses came to pick up their passangers, and after all luggage was loaded, each guest choir was sent off with a last song. We wish you a good trip and look forward to an early reunion!

Der Gemeinschaftsblog der Chorakademie Erfurt und der schola cantorum weimar.