Schlagwort-Archive: Chor

EILE! EILE! EILE! Mittelaltermarkt

Nach dem Frühstück zu gewohnter Stunde, gab es neue Anweisungen ihrer hochwohlgeborenen Königin Fischer und ihren beratenden Fürsten. Eile war geboten. Ein Bardendienst war im nicht so nahen Arnsteiner Kloster zu leisten. Doch bevor der köngliche Tross in die Lande ziehen konnte, gab es Stimmen zu ölen und Lauten zu stimmen.

Nach einem eiligen aber ausgiebigen Mittagsbanket kam der Abmarschbefehl, die königliche Karosse wurde zum Ausritt vorbereitet, sogar für Gefolge und Wegzehr gab es Platz.

Trotz Eile erreichte der königliche Tross das Kloster nicht zur rechten Stund. Aber dennoch, die königlichen Hofbarden lieferten ihre gewohnte Qualität. Profibarden lassen sich eben nicht von solch niederen Widrigkeiten beeindrucken.

Nach getaner Arbeit entließ die ach so gnädige hochwohlgeborene Königin Fischer das Bardenvolk auf die Vielfallt des Marktes; sogar Fleisch war den Niederen zur Abendspeise vergönnt. Handwerker boten ihre Fähigkeiten feil, Gaukler stellten ihr Geschick unter Beweis oder man selbst bewies sein Geschick im werfen von Kugeln, Äxten und anderer Diversitäten oder im Bogenschießen. Sogar die Hochwohlgeborene war unter den Gemeinen anzutreffen.

Es dunkelte bereits als der Tross wieder den Hof erreichte. Und nach letzten Besprechungen konnte jeder Barde in seine Schlafstätte fallen und ins Land der Träume entschwinden.

DSC_0499 DSC_0587 IMG_0097 IMG_0103 IMG_0107 IMG_0140 IMG_0142 IMG_0154 IMG_0171 IMG_3348 IMG_3372

Proben über Proben

Die letzten Vorbereitungen für das erste Konzert unserer Tournee sind nun auch (fast) beendet und somit auch Tag 2. Nach dem morgendlichen Wecken und dem anschließenden Frühstück, ging es auch sofort mit den Proben los und es war kein Ende in Sicht. Auch der Regen wollte uns diesen Tag nicht verschonen, so fielen, während der wenigen Freizeit die wir hatten, die außerhäuslichen Aktivitäten weg. Stattdessen vergnügten wir uns mit Kicker, Dart und Co. Nach der dritten Probe wurden wir von Herrn Phillippi auf einen Stadtrundgang durch unseren Heimatort Kyllburg eingeladen. Während einige über die Besonderheiten der Stadt unterrichtet wurden, genossen andere die Brombeeren am Wegesrand. Den Höhepunkt unsere Tour bildete die Nummernvergabe. Diese Nummern sind immer dann wichtig, wenn immer wir uns sammeln und nachschauen wollen ob noch jemand fehlt.
Nach dem Abendessen gingen die Kleinen Tanzen und die Großen probten noch ein wenig weiter. Beim Abendabschluss wurden noch letzte Formalitäten für den nächsten Tag geregelt und dann ging es, für die Einen früher, für die Anderen später, in das warme und kuschelige Bett.

IMG_0023 IMG_0027 IMG_0092 IMG_3317 IMG_20140815_115725267

Wer ist er?

Haben wir Ihn nicht alle?
Den Geheimfreund…?
Er lebt unter uns und ist doch nicht für alle sichtbar. Aus dem einfachen Grund, dass er einem zugelost wird und ab diesem Moment ein persönliches Geheimnis für jeden Chorsänger ist.
Dieser Frage geht unser Chor ab heute nach. In den folgenden 14 Tagen werden sich alle Chorsänger auf die Suche nach IHREM persönlichen Geheimfreund begeben, während jener jedoch versucht im Verborgenen zu wirken und seinem Schützling unter die Arme zu greifen.

image

Nach einer entspannten und pausenreichen Busfahrt, ohne schwerwiegende Vorfälle, kamen wir in unserer Unterkunft für die nächsten 15 Tage an.
image

Dort wurden alle in ihre Zimmer (jedes mit eigenem Bad!) eingeteilt. Nach dem Einräumen der Sachen und dem Beziehen der eigenen Betten trafen wir uns im großen Saal/Probenraum um uns die Regeln des Hauses ausführlichst von der Chefin (?) unserer Unterkunft erklären zu lassen.
Nach dem schmackhaften Abendessen gab es das obligatorische „Tourneekennenlernspiel“ bei welchem  sich alle Kinder und Jugendlichen aus einem Hürdenkreis befreien mussten. In der anschließenden Probe wurden alle Stimmen nach der vier- bzw. fünfwöchigen Pause wieder in Schwung gebracht.

Beim abendlichen Tagesabschluss, wurden die ersten Chortagebuchgruppen eingeteilt und eben jener Geheimfreund ausgelost wurde, welcher jedes Chormitglied bis zum Ende der Tournee und vieleicht auch darüber hinaus begleiten wird…

Grandioses Essen, grandioses Konzert!

Für ein zweites Konzert in einer Tournée ist der erste Eindruck ziemlich nahe an „Grandios!“. Das Publikum war höchst zufrieden, der Chor blühte im zweiten Teil in Relation zum gestrigen Konzert (immernoch ein gutes Konzert) noch einmal deutlich auf, und als Belohnung gab es sogar eine Fuhre Gratis-Erdbeeren :)!

bayrisches buffet

Die Abendgestaltung erweist sich als recht simpel: ein kleiner Fußmarsch, und wir sind im Waschhaus. Hier wird erst einmal mit dem Hochdruckreiniger hantiert und die Stahlbürste ausgepackt… allerdings nur in der Küche, denn dieses Etablissement tischt uns in diesem Moment ein sehr ausladendes und leckeres Abendbuffet mit Warm- und Nachspeisen-Ecke, neben den obligatorischen und trotzdem üppig ausfallenden Variationen an Baguette und Brötchen, Bretzel und Brot, auf. Gerade kündigt sich auch noch der zweite Gang zur angepriesenen Nachspeisenecke für den Schreiber an. Da sagt man nicht nein!

Update: Nach dem Buffet ergibt sich gerade die Möglichkeit, noch einen kurzen Stadtgang zu tätigen, oder den Außenbereich, der Steg eines Bootverleihs, sowie die Terasse am See zu betreten. Dort tummelt sich gerade Familie Duck mit 3 kleinen Entenjungen, die natürlich die geballte Kraft kinderchörlicher Neugierde zu spüren bekommt.

Update#2: Mittlerweile sind wir wieder in unserer Unterkunft St. Michaels-Heim, die kleineren Kinder wurden erfolgreich in ihre Betten verfrachtet und auf dem Weg dorthin, unter strenger Aufsicht von Frau Philippi, gründlichst gewaschen und geputzt 🙂
Der Abendkreis fand aufgrund der späteren Ankunft spontan auf dem Hof statt, sodass der morgige Tag ausgeschlafen, singebereit und von Neugierde gepackt angegangen werden kann. Es erwarten uns u.a. eine Fahrt nach Potsdam, eine kleine Schnupperrunde rund um das Schloss Sanssouci herum und natürlich die letzten beiden Konzerte dieser leider viel zu kurzen Tournée…

Chicken Wings :)

der sonne entgegen

Fotos: PKJC/Clemens Weichardt und Stephan Mahn

Liveblog Konzert Köpenick.

konzert in köpenick

16.57: Die Glocken laeuten und die Spannung steigt. Der Jugendchor ist bereits fuer das erste Lied auf der Empore positioniert, der Kinderchor wartet vor der Kirche. Ausser Familie Kurzbach, unseren stetigen Begleitern, ist ausserdem Familie Pellert da. Sie sind inzwischen ein fester Bestandteil der elterlichen Fangemeinde.

17.03: Der Kinderchor tritt auf und die Kantorin der Kirche bittet die Koerbe am Ende des Konzerts reichlich zu fuellen.

17.05: Das Konzert beginnt mit „Im kuelen Maien“, von Kinderchor (auf dem Podest) und Jugendchor (auf der Empore) gemeinsam gestaltet.

Liveblog Konzert Köpenick. weiterlesen

Köpenick – ein Hauptmann und des Bäckers Los

auf zur s-bahn

Ob wir wohl den berühmten Hauptmann sehen werden? Zumindest sein Erscheinen im Konzert sollte eher als unwahrscheinlich beschrieben werden. Wessen Nicht-erscheinen hingegen nicht einmal als Befürchtung ausgesprochen wird, ist die des Bäckermeisters, der uns in Köpenick mit einer Mahlzeit aufwarten soll. Wir sprechen hier auf jeden Fall im Namen vieler, wenn wir nach der sozialkundig geführten Pilgerreise zu unserem Heiligtum der Demokratie sehnlichst auf Stärkung vor dem Konzert hoffen.

Wie es so schön heißt: Und der Wagen, der rollt!

Update 13.15 Uhr:
Dank des heldenhaften Einsatzes von Kaugummi wurde zumindest vorerst die Curry-Atem-Welle nach dem Essen abgewehrt. Mittlerweile scheint ein Großteil des Chores die verbleibende Zeit, ca. 90 Minuten, bis zur Stellprobe zu nutzen, um eine Eisdiele zu finden. Der Bäcker war zwar sättigend, jedoch wartet die eigentliche Geschmacksfreude wohl im eben erwähnten Eis, oder im versprochenen, romantischen Restaurant am See, das uns nach dem Konzert erwarten soll. Der Rest der Gruppe entspannt auf der Wiese vor unserem Konzertort, der Stadtkirche St. Laurentius in Köpenick.

am see

stadtkirche köpenick

Foto: PKJC/Stephan Mahn

Pkjc und Demokratie

vorfreude

Es ist 07:58 Uhr und wir sitzen in der doppelstöckigen Stadtbuslinie mit dem Ziel, die schroff-erprobten Wachleute des Bundestages durch schiere, schreiende Masse zu überwältigen. Allerdings beschleicht uns allmählich der Gedanke, dass dies schon andere Jugend-und Kinderchöre versucht haben könnten… Zu unserem Glück hält die Euphorie des gestrigen, famosen Abendessens weiterhin an, sodass wir auch hier frohen Mutes davon ausgehen, in die Reichtagskuppel strömen zu können…notfalls mit Tonalstreik.

Update 08.15:
@pkjc Aber das nach-dem-Busrennen war schön 😉 Morgensport scheint in der Breite anklang zu finden… um entsprechende, verpflichtende Erlaubnis wird bei der Chorleitung gebeten.

Update 09.40:
Der Tonalstreik erfolgte! Das Lied „I’m gonna sing!“ erschallte im großen Plenarsaal des Bundestages!

ca. 10.00: Wir haben erfolgreich die Spitze der Reichstagskuppel erreicht und genießen die Aussicht. Einige entspannen in der Geborgenheit des Hauptsitzes unserer Regierung, in der warmen Glocke und auf der hölzernen Rundbank. Wie wir eben erfahren haben, verläuft die Klimatisierung des Plenarsaals durch eine Frischluftzufuhr aus dem Boden, die über die Kuppel geleitet wird. Sozusagen sitzen wir in regierungsschwerer Abgeordneten – „Abluft“ (das ist ein Euphemismus 🙂 ). Zum Glück ist ja heute Sonntag…

reichstag

Aufzug des BT
Aufzug des BT
PKJC im Plenarsaal des BT
PKJC im Plenarsaal des BT
Schlafend über dem Heiligtum der Demokratie
Schlafend über dem Heiligtum der Demokratie

going up to glory

spiegelbild

entspannen in der kuppel

Fotos: PKJC/John Saaman, Clemens Weichardt und Stephan Mahn

Schlussbilanz

Es ist soweit. Das letzte Konzert ist gesungen, die Gastchöre sind abgereist, und das Buffet löst sich auch endlich langsam auf. Zeit für mich, meine persönliche Bilanz zu ziehen und einige Gedanken vom Stapel zu lassen. Nicht nur über das Festival, sondern nach 10 Jahren (und 9, die ich schon dabei bin) auch darüber, was der Chor mir und anderen bedeutet. Sollte sich jemand nicht mit meinen Sichtweisen identifizieren können, so sei er (oder sie) sich versichert, nicht persönlich angegriffen worden zu sein. Eine so ereignisreiche und von hunderten Menschen geprägte Zeit ruft zwangsläufig unterschiedliche und gemischte Gefühle hervor.

Schlussbilanz weiterlesen