Wir suchen euch!

Diesen Samstag, den 11. März 2017 findet wieder ein Vorsingen für neue Sänger statt. Wenn ihr also jemanden wisst, der immer schon gerne gesungen hat und Lust hat in unserer Chorgemeinschaft mitzumachen, so sagt es doch bitte weiter.
Neue Sänger ab der 2. Klasse sind ab 10.00 Uhr im Chorsaal des Theaters Erfurt herzlich willkommen. Bitte, meldet euch vorher bei chordirigentin@schola-cantorum-weimar.de für einen Termin an.

Foto: Lutz Edelhoff

Dörnie mal wieder

Auch wenn wir nun ein anderer Chor sind, so bleibt Dörnfeld und das dortige Chorwochenende doch Kult. Neue und Altbekannte kamen hinzu, sodass wir in doch recht starker Gruppe zum ersten  Jugendchorlager ohne Weimar seit langem aufbrachen. Und doch fühlte man sich ziemlich einsam, weil man nur zwei Tische im großen Speisesaal besetzte und dann wurde auch noch einfach der Tagesabschluss am Freitag vergessen, was das wohl werden würde…
Doch das Wetter veränderte die Stimmung deutlich, von himmlischen Tönen geweckt, empfing uns traumhafter Sonnenschein, aber wir wissen ja auch, das Dörnfeld nur Schnee oder Sonne kann, was anderes geht nicht. Umso mehr blickte man während der Proben, bei denen der Frauenchor neue Taktiken fand die hohen Töne zu treffen, die wohl unser Geheimnis bleiben müssen, nach draußen. Dann fühlten sich 2 Stunden Proben gleich wie 30 Minuten an, natürlich auch den Stücken geschuldet,  bei denen sehr auf Emotionen geachtet werden muss. Denn wer für seine Liebe sterben will, der kann nicht still in seiner Ecke sitzen.
Die Pausen wurden wie immer gefüllt mit dem allseits beliebten Stimmbildungs-UNO, überbeladenen Seilbahnfahrten, chinesischem Tischtennis, für diejenigen,  mit ganz viel Energie auch Fußball und man kann es sich kaum ohne vorstellen, den Chortagebuchartikeln.
Am Abend dann galt es das Tanzbein zu schwingen, denn wir lernten einen neuen, recht komplizierten Tanz bei dem man sehr schnell den Partner wechseln muss. Beim ersten Versuch klappte es nicht, aber nach dem Tagesabschluss, diesmal richtig und mit Mond, versuchten wir es nocheinmal in Kleingruppe und es funktionierte besser. Und was passiert, wenn Jugenchorsänger allein in einem Raum gelassen werden? Spontan werden alle alten Kamellen herausgeholt und ohne Rücksicht auf Verluste ein kleines Konzert gegeben.
Der Sonntag verlief wie der Samstag, nur das man in den Pausen hektischer mit seinen Chortagebuchartikeln beschäftigt war und gleichzeitig sein Zeug wieder zusammen suchen musste, welches, wenn man Glück hatte, sich nicht überall und nirgens verteilt hatte.
Den Chorlagerabschluss übernahm diesesmal Herr Göring, der sich sehr gut geschlagen hat, bei dieser ehrenvollen Aufgabe einzuspringen.
Beschwingt und fröhlich rollte der Bus wieder gen Erfurt, natürlich wieder mit engelhaften Klang…

Foto: Lutz Edelhoff

Am Theater Die ersten Proben

Ein grauer Donnerstag im Februar, Halbjahresendstimmung kurz vor den Schul- und Theaterferien. Gruppen von kleinen und größeren Kindern strömen zum Bühneneingang des Theater Erfurts und warten geduldig auf den Beginn ihrer ersten Probe.

Ab heute nämlich singen im Theater Erfurt über 100 junge Sängerinnen und Sänger im neuen Erfurter Kinder- und Jugendchor.

Bevor es richtig losgeht, heißt es für uns aber erstmal, die neue Probenumgebung kennenzulernen. Dabei ist es natürlich für niemanden wirklich die erste Chorprobe, und auch für die meisten keine unbekannte Umgebung.
Während der Spatzenchor also noch die vielen faszinierenden Bilder bestaunt und der Kinderchor 1 den Weg von der Pforte zum Chorsaal übt, kennt sich der Kinderchor 2 schon perfekt aus auf der „blauen Etage“,  und kann der Jugendchor die obligatorischen Arbeits- und Brandschutzbelehrung längst mitsprechen.

Danach können wir aber endlich starten. Im akustisch traumhaften Chorsaal singen wir also in unsere Einstiegsprobe For the children, den Klassiker Vois sur ton chemin und mit Il est bel et bon von unserem unglaublichen Ehemann, der sogar den Haushalt macht und die Hühner füttert. Und auch ein Geburtstagsständchen für den Korrepetitoren darf nicht fehlen.

Wir danken dem Theater Erfurt für das herzliche Willkommen an unserem ersten Probentag und der schola cantorum weimar für ihre Unterstützung. Wir sind gespannt und freuen uns auf die Zukunft unseres neuen Chores.

Foto: Lutz Edelhoff

Tag der offenen Tür bei der schola Der Auftakt zu 15 Jahren schola cantorum weimar

Wo ist es möglich, eine Befreiung von allen (!) Chorlagerdiensten zu bekommen?

Das scheinbare unmögliche wurde möglich beim Tag der offenen Tür, den die schola am vergangenen Samstag in der Notenbank gefeiert hat.

Die Besucher hörten zu jeder vollen Stunde einen Teilchor. Damit konnten sich die Eltern unseres potentiellen Nachwuchses mit unseren Idealen und Gebräuchen auseinandersetzen und für einen Tag in unser Leben als Weimarer Musiksekte eintauchen.

Eine sehr lebhafte und hintergründige Rede hielt dgV-in-Residence Hans-Christian Steinhöfel, der mit seinem Zitat „Die Frau Fischer hat genau die richtige Mischung aus Strenge und Güte“ (Maximilian Steinhöfel) auf der Titelseite der Weimarer Allgemeinen Zeitung landete.

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Besonders begehrt war – vor allem bei Bässen des Jugendkammerchores – die große Tombola, wo man neben sämtlichen schola-Fanartikeln u.a. Chorlager-Überlebenspakete, UNO-Spiele, das obligatorischen Kuscheltier und eben auch die Dienstbefreiung auf Chorlagern gewinnen konnte.

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Während der Kurzkonzerte trugen die Sänger erstmalig die neuen Chor-T-Shirts, deren Wirkung in der Gruppe – vor allem wegen der Farbe – sehr gelungen ist.

Im Saal lud ein großer Zeitstrahl dazu ein, die Chorchronik nachzuverfolgen und detailliert zu analysieren. Die demografische Entwicklung der Teilchöre war ebenso dokumentiert, wie deren zahlreiche Konzerte, Erfolge und Projekte.

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Nach dem Tag der offenen Tür, der von Sängern des Jugendchores mitorganisiert und durchgeführt wurde, wurde noch bis in die Nacht gefeiert und getanzt, wodurch ein gelungener Auftakt in unser Jubiläumsjahr beschlossen wurde.

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Ein Wechsel steht an.

Seit 16 Jahren leitet Cordula Fischer den Philharmonischen Kinder- und Jugendchor, zuerst am Theater Erfurt, später an der Musikschule. Nun wird sie mit einem neuen Kinder- und Jugendchor wieder ans Theater Erfurt gehen. Als Dokuteam sind wir der Chorarbeit von Frau Fischer verbunden und werden sie im Aufbau dieses neuen Chores unterstützen. Wir hoffen dabei natürlich bekannte Gesichter wieder zu sehen und Stimmen wieder zu hören, die mit uns die Chöre wechseln.

Wir freuen uns über die Möglichkeiten die durch die kürzeren Wege und die engere Zusammenarbeit mit dem Theater entstehen, während gleichzeitig unser bewährtes Chorleben weitergeht. Wir freuen uns auf Sommerspaziergänge, Probenlager in Dörnfeld, Tourneen, Weihnachtskonzerte, Inszenierungen und alles andere was die Chorarbeit von Cordula Fischer nicht nur für uns Nerds aus dem Dokuteam ausmacht.

Wir sind dankbar, dass wir bei der Neugründung eines Chores während des nächsten halben Jahres Unterstützung von der schola cantorum weimar erhalten werden, mit der uns neben all den gemeinsamen Projekten, Konzerten, Tourneen und nicht zu vergessen der gemeinsamen Chorleiterin auch dieser gemeinsame Blog verbindet.

Engagierte Eltern und Sängerinnen und Sänger die dieses Projekt unterstützen wollen oder weitere Informationen benötigen, wenden sich bitte an choraktiv@gmx.de.

Vor, hinter, seit rück Die diesjährige Weihnachtfeier

Nachdem am Samstag das große Adventskonzert des Kinder und Jugendchores vorüber war, ging es in die Musikschule um zu feiern, zumindest für den großen Teil der Singenden und ihren Anhängseln. Der andere Teil schleppte Scheinwerfer hin und her…
Als diese dann auch endlich in der Musikschule ankamen war der Großteil schon fröhlich schwatzend gesättigt. Während man die berühmte Auswahl an Nudelsalaten, Blätterteiggebäck, Hackbällchen und Kuchen genoß, wurden natürlich die Ehemaligen interviewt und der neuste Klatsch und Tratsch ausgetauscht. Als sich die Gesellschaft bereit dafür fühlte, die eben zugenommenen Kallorien auch wieder abzutrainieren, spielte die Musik auf und es wurde ausgiebig getanzt. Sogar die beiden Dokuteamführenden wagten sich mit einer Polka aufs Parkett. Gemeinsam wurden, später am Abend, schweren Herzens, die Katzen-Girlanden, Sternenkränze und Glitzerketten wieder eingepackt.

Die schola und die Gospelmesse Auf das letzte Bam macht ihr einfach den Mund zu

Im Rahmen des trinationlen Studierendenaustauschs des Weimarer Dreiecks trafen sich in der letzten Oktoberwoche drei Hochchulchöre aus Amiens, Krakau und Jena in Thüringen, um ein gemeinsames Konzert auf die Beine zu stellen. Bei diesem sollte die Messe pour un anniversaire, eine Gospelmesse von Rodolphe Pierrepont, aufgeführt werden, in der die schola den Kinderchorpart übernehmen durfte.

Nach intensiven Proben im Kinderchorlager und eher spontanen Kurzproben auf Tournee trafen wir uns am letzten Sonntag der Herbstferien als erstes mit dem Psychochor der FSU Jena, den wir mit unseren Einsingeübungen erheiterten und mit unserer Fähigkeit, die meist einstimmigen Kinderchorstellen sauber und präzise zu singen überraschten. Am darauffolgenden Mittwoch lernten wir bei der ersten Probe in der Herderkirche auch die Gastchöre sowie die Band, die die Messe begleiten sollte kennen, bevor am Donnerstag dann endlich das Konzert stattfinden sollte.

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Aber noch nicht ganz, erst war da am Nachmittag noch die Generalprobe. Nachdem den drei Geburtstagskindern des Tages (eine französische Sopranistin, ein weimarer Kinderchorsänger und eine weimarer Chorleiterin) auf drei verschiedenen Sprachen gratuliert war,  wurde die Messe das erste Mal komplett in der richtigen Reihenfolge durchmusiziert, bevor wenig später endlich das Konzert begann. Wir hatten viel Freude die für uns eher ungewohnte Musik, die uns trotzdem oder gerade deswegen die ganze Woche schon als Ohrwürmer verfolgt hatte dem Publikum zu präsentieren und durften zu unser aller Freude den wohl eingängigsten Teil, das Agnus Dei, am Schluss als Zugabe gleich noch einmal zum Besten geben.

Ein Rasentraktor für Dörnfeld Der Kinderchor auf Herbstchorlager

Nicht nur der Jugendchor war in den Herbstferien auf Reisen, auch der schola-Kinderchor war unterwegs, denn Herbstzeit ist traditionell  auch Chorlagerzeit. Für 60 Sängerinnen und Sänger ging es also mal wieder nach Dörnfeld, um vier Tage intensiv am Weihnachtsprogramm zu proben. Daneben wurde wie immer gebastelt, gespielt und getanzt.

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Ein weiteres Highlight war ein unter dem Codenamen „Töff Töff“ im Chor bekannt gewordener,  wunderschöner orangefarbener Rasentraktor, der dem Freizeitheim Dörnfeld von einem Freund gespendet wurde und dessen Ankunft von uns musikalisch untermalt werden sollte. Der Kinderchor präsentierte dazu ein bewegtes Hejo, spann den Wagen an und „die Großen“, also die zum Betreuen mitgereisten Jugendchorsängerinnen und -sänger das Rasentraktorlied, eine eigens für den Anlass umgedichtete Version von Auf einem Baum ein Kuckuck.

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Der Gemeinschaftsblog des Kinder- und Jugendchores Erfurt und der schola cantorum weimar.