Ein Wechsel steht an.

Seit 16 Jahren leitet Cordula Fischer den Philharmonischen Kinder- und Jugendchor, zuerst am Theater Erfurt, später an der Musikschule. Nun wird sie mit einem neuen Kinder- und Jugendchor wieder ans Theater Erfurt gehen. Als Dokuteam sind wir der Chorarbeit von Frau Fischer verbunden und werden sie im Aufbau dieses neuen Chores unterstützen. Wir hoffen dabei natürlich bekannte Gesichter wieder zu sehen und Stimmen wieder zu hören, die mit uns die Chöre wechseln.

Wir freuen uns über die Möglichkeiten die durch die kürzeren Wege und die engere Zusammenarbeit mit dem Theater entstehen, während gleichzeitig unser bewährtes Chorleben weitergeht. Wir freuen uns auf Sommerspaziergänge, Probenlager in Dörnfeld, Tourneen, Weihnachtskonzerte, Inszenierungen und alles andere was die Chorarbeit von Cordula Fischer nicht nur für uns Nerds aus dem Dokuteam ausmacht.

Wir sind dankbar, dass wir bei der Neugründung eines Chores während des nächsten halben Jahres Unterstützung von der schola cantorum weimar erhalten werden, mit der uns neben all den gemeinsamen Projekten, Konzerten, Tourneen und nicht zu vergessen der gemeinsamen Chorleiterin auch dieser gemeinsame Blog verbindet.

Engagierte Eltern und Sängerinnen und Sänger die dieses Projekt unterstützen wollen oder weitere Informationen benötigen, wenden sich bitte an choraktiv@gmx.de.

Vor, hinter, seit rück Die diesjährige Weihnachtfeier

Nachdem am Samstag das große Adventskonzert des Kinder und Jugendchores vorüber war, ging es in die Musikschule um zu feiern, zumindest für den großen Teil der Singenden und ihren Anhängseln. Der andere Teil schleppte Scheinwerfer hin und her…
Als diese dann auch endlich in der Musikschule ankamen war der Großteil schon fröhlich schwatzend gesättigt. Während man die berühmte Auswahl an Nudelsalaten, Blätterteiggebäck, Hackbällchen und Kuchen genoß, wurden natürlich die Ehemaligen interviewt und der neuste Klatsch und Tratsch ausgetauscht. Als sich die Gesellschaft bereit dafür fühlte, die eben zugenommenen Kallorien auch wieder abzutrainieren, spielte die Musik auf und es wurde ausgiebig getanzt. Sogar die beiden Dokuteamführenden wagten sich mit einer Polka aufs Parkett. Gemeinsam wurden, später am Abend, schweren Herzens, die Katzen-Girlanden, Sternenkränze und Glitzerketten wieder eingepackt.

Die schola und die Gospelmesse Auf das letzte Bam macht ihr einfach den Mund zu

Im Rahmen des trinationlen Studierendenaustauschs des Weimarer Dreiecks trafen sich in der letzten Oktoberwoche drei Hochchulchöre aus Amiens, Krakau und Jena in Thüringen, um ein gemeinsames Konzert auf die Beine zu stellen. Bei diesem sollte die Messe pour un anniversaire, eine Gospelmesse von Rodolphe Pierrepont, aufgeführt werden, in der die schola den Kinderchorpart übernehmen durfte.

Nach intensiven Proben im Kinderchorlager und eher spontanen Kurzproben auf Tournee trafen wir uns am letzten Sonntag der Herbstferien als erstes mit dem Psychochor der FSU Jena, den wir mit unseren Einsingeübungen erheiterten und mit unserer Fähigkeit, die meist einstimmigen Kinderchorstellen sauber und präzise zu singen überraschten. Am darauffolgenden Mittwoch lernten wir bei der ersten Probe in der Herderkirche auch die Gastchöre sowie die Band, die die Messe begleiten sollte kennen, bevor am Donnerstag dann endlich das Konzert stattfinden sollte.

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Aber noch nicht ganz, erst war da am Nachmittag noch die Generalprobe. Nachdem den drei Geburtstagskindern des Tages (eine französische Sopranistin, ein weimarer Kinderchorsänger und eine weimarer Chorleiterin) auf drei verschiedenen Sprachen gratuliert war,  wurde die Messe das erste Mal komplett in der richtigen Reihenfolge durchmusiziert, bevor wenig später endlich das Konzert begann. Wir hatten viel Freude die für uns eher ungewohnte Musik, die uns trotzdem oder gerade deswegen die ganze Woche schon als Ohrwürmer verfolgt hatte dem Publikum zu präsentieren und durften zu unser aller Freude den wohl eingängigsten Teil, das Agnus Dei, am Schluss als Zugabe gleich noch einmal zum Besten geben.

Ein Rasentraktor für Dörnfeld Der Kinderchor auf Herbstchorlager

Nicht nur der Jugendchor war in den Herbstferien auf Reisen, auch der schola-Kinderchor war unterwegs, denn Herbstzeit ist traditionell  auch Chorlagerzeit. Für 60 Sängerinnen und Sänger ging es also mal wieder nach Dörnfeld, um vier Tage intensiv am Weihnachtsprogramm zu proben. Daneben wurde wie immer gebastelt, gespielt und getanzt.

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Ein weiteres Highlight war ein unter dem Codenamen „Töff Töff“ im Chor bekannt gewordener,  wunderschöner orangefarbener Rasentraktor, der dem Freizeitheim Dörnfeld von einem Freund gespendet wurde und dessen Ankunft von uns musikalisch untermalt werden sollte. Der Kinderchor präsentierte dazu ein bewegtes Hejo, spann den Wagen an und „die Großen“, also die zum Betreuen mitgereisten Jugendchorsängerinnen und -sänger das Rasentraktorlied, eine eigens für den Anlass umgedichtete Version von Auf einem Baum ein Kuckuck.

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Das Tourneeabschlusskonzert

Nach sieben wunderbaren, ereignissreichen und mit großartigen Konzerten gefüllten Tagen durften wir am letzten Tourneetag unser Programm noch einmal „zu hause“ präsentieren. Nach einer recht kurzen, und auf Grund der allgemeinen Sehnsucht nach Schlaf auch ziemlich ruhigen Busfahrt erwarteten uns in Erfurt einige Choreltern mit einem Mittagsbuffett. Danach ging es gestärkt und wie immer hochmotiviert an die Stellprobe, bei der in der uns bekannten Reglerkirche ein letztes Mal eine für diese Besetzung gänzlich neue Choraufstellung entwickelt wurde. Nach einem schnellen Umkleiden begann dann das letzte Konzert der Berlintournee 2016. In einer vollen Kirche durften wir vor Familie und Freunden, bekannten und unbekannten Gesichtern ein letztes Mal vom Kuckuck und der Brücke in Avignon erzählen, die Nordlichter musikalisch beschreiben und mit den Worten der Beatles über die Nicht-Käuflichkeit der Liebe philosophieren.

Nach einem langen, herzlichen Applaus erwartete uns im Gemeindezentrum noch mehr Essen sowie die Vorführung der Podcast, bei der alle die letzten Tage noch einmal Revue passieren lassen konnten. Mit Dankesworten an alle Möglichmachenden, Helfenden und guten Seelen endete der Tourneeabschluss.

Dunkel wars

Es ist Freitagnachmittag im Kulturstall Britz und der Chor bereitet sich auf das letzte Konzert auf Berliner Boden vor: Stellprobe, ansingen, ansprechen, Raum austesten, letzte Programmabsprachen, Abendessen und umziehen. Ganz ungewohnt war, dass das Publikum ganz im Dunkel saß, man also gar nicht so direkt mit ihm kommunizieren konnte, wie das ja im letzten Konzert so toll der Fall war. Außerdem Premiere auf dieser Tournee war die 23 Minuten und 34 Sekunden lange Pause, da unser ganzes Programm einfach zu umfangreich ist. Mit Unterstützung von Paprika und Wal lief auch alles super und vor allem im zweiten Teil hatten alle ihren eventuell fehlenden Schlaf vergessen. Außerdem gab es viel Publikum mit einigen altbekannten Gesichtern, die sich sehr über unser Musizieren freuten.

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Mit Kunst Kultur kann nicht nur der Alt

Mit Moderner Kunst ist das ja immer so eine Sache, man liebt sie oder auch nicht, man versteht ihren Sinn oder auch nicht. Zumindest gibt es da immer geteilte Meinungen.
Um uns mal so richtig kulturell zu betätigen besuchten Teile der Kleidersäcke das Museum für Gegenwartskunst im Hamburger Bahnhof. Merkwürdigerweise interessierte dies auch Vertreter anderer Stimmgruppen, außer den immer kultursüchtigen Altstimmen. Unter kompetenter Führung der Dokuteam-Führungskräfte kamen wir sicher an und durften uns, nicht ohne ausreichend Handgeld für das Mittagessen an uns genommen zu haben, in alle Himmelrichtungen zerstreuen.
Staunend blieben wir vor großen Fettblöcken stehen, die aussahen wie Schaumstoff aber intensiver rochen. Oder beschriebenen Tafeln, die uns durch ihre Botschaften zum Nachdenken anregen sollen. Außerdem gab es eine große Ausstellung mit ganz unterschiedlichen Kunstwerken von der Antike bis zur Gegenwart zum Thema Kapital, sie reichte von ägyptischen Staturen und Gemälden von Andy Warhol bis zu Installationen aus Schreibtischstuhl, Staubsauger und Ventilatoren.
Die beliebteste Installation bei den Kleidersäcken bestand aus mehreren Filmen, in der die immer gleiche Schauspielerin in ganz unterschiedliche Rollen schlüpfte.
Doch leider reichte die vorgegebene Zeit bei weitem nicht alles genau zu betrachten und sich wirklich damit zu beschäftigen. Also heißt es auf jeden Fall: Wir kommen wieder.

Der Gemeinschaftsblog der Chöre PKJC Erfurt und schola cantorum weimar.